Hier werden Sie geholfen. Nicht.

Es kann jedem passieren, in eine Notsituation zu kommen, was auch immer wir darunter verstehen. Dieses Risiko bringt das Leben so mit sich, sozusagen als Nebenwirkung. Es gibt Notsituationen, die gehen schnell vorbei, die können wir selbst oder mit Hilfe unseres Umfeldes meistern. Und dann gibts Momente im Leben, da findet man etwas so schwierig – und dafür gibt es verschiedene Gründe – dass man mehr Zeit und / oder externe Unterstützung benötigt. Und diese gibts bekanntlich in verschiedenen Formen, an verschiedenen Orten. Jeder muss für sich selbst herausfinden, welches Angebot er in Anspruch nehmen möchte, welches ihm helfen könnte.

Egal wohin eine hilfesuchende Person sich wendet, ich finde es wichtig, dass sie dort freundlich empfangen wird. Freundlich, wertschätzend, verständnisvoll und respektvoll. Nie wertend, gar abwertend. Ich finde auch, dass eine unterstützende Haltung Voraussetzung ist. Das Problem soll seinen Raum einnehmen dürfen, darin stecken zu bleiben hilft jedoch niemandem weiter. Nein, es müssen Schritte gemacht werden, Ressourcen gefunden und Perspektive geschaffen. Ich finde es ermunternder, wenn das Problem zwar angehört und ernst genommen wird, wenn dann aber die Lösung und auch das, was schon gut läuft im Fokus stehen. So gehe ich Situationen an, in meiner Arbeit und auch in meinem Privatleben.

In meiner Erfahrung als unterstützungssuchende Person hatte ich nicht nur positive Erlebnisse. Zum Teil war (bin) ich schockiert, wie ausgebildetes (Beratungs-)personal mit mir umgegangen ist.

Und ich möchte dazu sagen, meine Krise ist eine vorübergehende. Ich bin ein physisch und psychisch gesunder Mensch. Man kann bzw könnte ganz normal mit mir sprechen, ich verstehe alles, bin normal-intelligent. Was nicht heisst, dass man mit Menschen, die nicht gesund sind oder die eine Behinderung oder Krankheit haben, nicht normal reden könnte. Man muss! Das finde ich.

Ich habe mich an eine Beratungsstelle gewendet, hatte viele Fragen, machte mir viele Sorgen. Mir wurden keine Fragen so beantwortet, dass ich damit etwas anfangen konnte. Da wurden Aussagen gemacht, die mich total verunsicherten im Moment, die sich dann aber als falsch herausgestellt haben. Mir hat das mehr geschadet als geholfen.

An einem Ort, bei der ich um Rat bzw Unterstützung für mich und meine Tochter anfragte, weil diese Krisensituation sich auch auf das Kind auswirkt, stiess ich statt auf Verständnis und eine unterstützende Haltung auf eine Wand, die meine Anfrage total missverstanden und meine Situation total missinterpretierte. Statt mit Rat und Tat wurde ich mit Druck und eigentlich recht wenig Anstand konfrontiert. Ich finde das sehr, sehr schlimm.

Ich bin aber auch bei Menschen gelandet, die mich, wie auch mein Kind durch diesen Umbruch hindurch begleiten. Menschen, die tolle Jobs machen. Menschen, die uns sehr helfen.

So macht man seine Erfahrungen. Die einen sind gut und andere weniger. Ich mache mit denen, die sich positiv auf uns auswirken gerne weiter. Und lasse die andern soweit wie möglich weg.

Was ich an den geschilderten Erfahrungen wirklich besonders schlimm finde ist, dass da draussen zum Teil sehr inkompetente Leute in sozialen Berufen arbeiten. Ich bin dort so behandelt worden, wie ich NIE mit Menschen umgehen würde. Weder im Beruf noch privat. Und schon gar nicht mit jemandem, der sich in einer Notsituation an mich wendet.

Ich werde diese Rückmeldung dort nächstens noch plazieren.

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