1. Advent – Wünsche, Gedanken und Zwi schen r äu me

Wir haben die erste Adventwoche des zweiten speziellen Jahres, um es so zu sagen. In dieser Zeit bis zu Weihnachten wird es draussen richtig kalt, bei uns ist letzte Nacht der erste richtige Schnee gefallen. Wir sind gern drinnen in der Wärme, sorgen für helles Licht und langsam kommt ein kleines bisschen Weihnachtsstimmung auf.
In dieser Zeit wünschen wir uns gerne stille Momente, die schön sind, Besinnlichkeit und Frieden. Wir wünschen es uns und lassen uns dann doch vom hektischen Treiben des Lebens mitreissen.

Jedes Jahr und auch in diesem. Es war wieder kein einfaches, wie schon das letzte und die Hoffnung auf ein 2022 ohne Covid hat sich irgendwie auch bereits verabschiedet. Covid ist das eine schwierige Ding, mit dem wir wohl oder übel für eine unbestimmte Zeit leben müssen. Wie die Menschen damit umgehen und was es aus aus ihnen – aus uns – macht, ist das andere. Ich denke nicht, dass Corona die Menschen spaltet und Unmut streut, sondern die Menschen selber das tun. Zusammenhalt und Miteinander, Einigkeit und Vertrauen ist im Kleinen schon nicht immer einfach (zB in kleinen Teams wie Ehepaaren, Familien, in der Arbeit, Freundeskreis usw), wie können wir denn ernsthaft davon ausgehen, dass das im Grossen klappen soll? Also alle Einwohner einer Stadt, eines Landes, von ganz Europa oder sogar der ganzen Welt?

Es wird viel gemalt momentan. Vor allem schwarz. Menschen lassen sich leiten von negativen Gefühlen, von Missmut, Angst und Misstrauen. Schwarz überfärbt immer alles. Ein Bild kann noch so bunt und leuchtend sein, wenn jemand nur ein paar Tupfer schwarze Farbe darauf spritzt, verläuft alles ineinander und wird zu einer bräunlich-schwarze Sauce. Und in der befinden wir uns mit unserem Kopf momentan grad ziemlich oft. Schwierig, darin die bunten Farben zu sehen. Schwierig, darin mit den Gedanken zur Ruhe zu kommen. Schwierig, darin klar zu sehen.

Manchmal scheint es mir, es sei nicht mal mehr nur schwarz und weiss, sondern nur noch schwarz. Different shades of black sozusagen. Aber gibt es die überhaupt?
Klar gibt es Momente, wo die Extreme zählen, wo es nur Ja oder Nein gibt oder nur Das oder Jenes.

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.
Francis Picabia (zw. 1910 und 1915)

Sehr oft im Leben ist es das Dazwischen, was wichtig ist, was wirklich zählt. Die Zwischenräume, die wir xbeliebig mit unserem Leben und unseren bunten Farben, unseren Ideen, unserer Persönlichkeit und unserer Vielfalt füllen dürfen und auch sollen.
Der Zwischenraum zwischen Entstehung und Tod heisst Leben.

Wie auch immer.
Jedenfalls wünsche ich euch und mir eine angenehme erste Adventwoche, frohe Gedanken, Zuversicht und einen liebevollen Umgang miteinander. Vielleicht wird so dann auch das mit dem Frieden und der Liebe etwas, wer weiss…

Wir werden geboren…

Wir werden geboren, versuchen allen Erwartungen gerecht zu werden und…

Wir werden geboren, suchen jeden Tag dreimal unsere Autoschlüssel und…

Wir werden geboren, verschlafen ein Drittel unseres Lebens und…

Wir werden geboren, verlieren im Verlaufe des Lebens unser Lachen immer mehr und…

Wir werden geboren, gebären 1,75 Kinder und freuen oder ärgern uns über die und…

Wir werden geboren, möchten ewig jung bleiben, aber dann doch möglichst alt…

Wir werden geboren, posten 6548 Fotos auf Instagram und…

Wir werden geboren, erkranken an Krebs und sind viel zu jung, wenn wir…

Wir werden geboren, realisieren irgendwann, dass wir nun alt sind und…

Wir werden geboren, sagen „schlafen kann ich wenn ich tot bin“ und…

Wir werden geboren, verbringen durchschnittlich 2,5 Jahre unserer Lebenszeit im Auto und…

Wir werden geboren, bilden uns aus und weiter, um unwissend zu…

Wir werden geboren, denken zu oft „halt die Fresse“ und…

Wir werden geboren, sorgen uns um Nichtigkeiten, die nie eintreffen und…

Wir werden geboren, versuchen aktiver zu werden und gleichzeitig zur Ruhe zu kommen und…

Wir werden geboren, verbringen Jahre in unglücklichen Beziehungen und realisieren es, wenn wir…

Wir werden geboren, wollen alles erleben und die ganze Welt sehen, vergessen wie schön unser Zuhause ist und…

Wir werden geboren, sparen unser ganzes Leben lang, um dann zu…

Wir werden geboren, streiten uns, vergessen warum und bereuen alles, wenn wir…

Wir werden geboren, arbeiten zuviel, sind gestresst und verlieren die Nerven und…

Wir werden geboren, fühlen uns unfair behandelt und eingeschränkt und…

Wir werden geboren, wollen hoch hinaus und mit den Füssen auf dem Boden zu bleiben, bis wir sterben…

Wir werden geboren, finden die Liebe und Freunde, um sie irgendwann trauernd zurück zu lassen / zurück gelassen zu werden und…

Wir werden geboren, sammeln allerlei, entsorgen alles wieder und…

Wir werden geboren, trinken zuviel Kaffee und…

Wir werden geboren, verbringen unser Leben und Aufräumen und Putzen und…

Wir werden geboren, lassen andere im Stich, werden allein gelassen und sterben…

Wir werden geboren, schauen Netflix-Serien, könnten die allerletzte nicht zu Ende gucken und…

Wir werden geboren, leben forever back in the 80s und…

Wir werden geboren, suchen unser ganzes Leben lang, um gefunden zu werden und…

Wir werden geboren, klagen im Winter über die Kälte und im Sommer über die Hitze und…

Wir werden geboren, suchen überall WLAN und…

Wir werden geboren, machen Erinnerungen und bleiben so am Ende noch ein wenig hier, wenn wir…

Wir werden geboren, wundern uns und…

Wir werden geboren, sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht und…

Wir werden geboren, finden unser eigenes Schicksal das härteste und…

Wir werden geboren, sind mit uns unzufrieden und…

Wir werden geboren, nörgeln rum und…

Wir werden geboren, arbeiten zuviel und…

…sterben

Oder wir werden geboren,
gestalten unser Leben selbst,
sind so oft es geht, glücklich,
fokussieren uns auf das Schöne,
lösen Probleme und steigen über Steine,
bauen keine Mauern, sondern einander auf,
kreieren allerlei,
finden andere Ansichten interessant,
helfen einander,
hinterlassen leuchtende Spuren in andern Herzen

und sterben irgendwann.

Wenn mir etwas Schlimmes passiert…

Wenn mir etwas Schlimmes passiert, hilft es mir, zu wissen, dass ich nicht allein und auch nicht die einzige bin, der sowas passiert. Deswegen finde ich es wichtig, einander davon zu erzählen. Ich würde behaupten, dass in 99% der Fälle der Erzähler vom Zuhörer nichts anderes erwartet, als dass er zuhört. Im besten Fall äussert er vielleicht sein Verständnis, sagt etwas Liebes, umarmt den Erzähler oder nickt, irgendwie sowas. Je nachdem in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen. Und in 99% aller Fälle erwartet der Erzähler vom Zuhörer nicht das, worüber sich dieser tausend Gedanken macht und was ihn so sehr überfordert, nämlich dass er die Situation des Erzählers besser machen, sein Problem lösen soll.

Wenn mir etwas Schlimmes passiert, hilft es mir zu wissen, dass genau das zu meinem Leben gehört und dass ich es überstehen und im besten Fall daran reifen werde. Es hilft mir auch zu wissen, dass auch so mancher Kelch mit noch viel schlimmerem Inhalt an mir vorbei gegangen ist.
Ich sehe Menschen, die solche Kelche in den Händen halten oder gehalten haben und ich empfinde immer wieder sehr viel Mitgefühl und auch Respekt davor, dass und wie sie das meistern.

Wenn mir etwas Schlimmes passiert, hilft es mir zu wissen, dass mir viel mehr Gutes als Schlimmes passiert.




Das Leben geniessen

Einfach ist es momentan nicht. Das grosse C ist allgegenwärtig, schwebt wie ein grosser Brocken über uns allen, wirft seinen Schatten auf die Erde, auf das Leben und auf uns. Das Virus ist das eine, die vorgeschriebenen Schutzmassnahmen das andere. Es schränkt uns ein und es beeinflusst uns in unserem Denken und Handeln. Momentan ist vieles nicht möglich. Ach, was sage ich. „Momentan“… es geht ja schon eine ganze Weile so.

Wir gehen alle gemeinsam durch eine Krise, es gibt keinen einzigen, den es nicht betrifft. Das ist etwas, was wir noch nie zuvor erlebt haben. Es ist wie ein Tunnel. Das Licht am Ende ist nicht sichtbar, keine Ahnung, wie lang der Tunnel noch ist. Wir haben im Sommer gemeint, wir wären draussen, aber wir haben uns geirrt…
Der Tunnel macht uns krank und diese Krankheit ist unsichtbar und ansteckend. Um uns gegenseitig zu schützen halten wir einen gewissen Abstand und tragen Masken vor Mund und Nase. Das ist nicht schön, aber leider notwendig, um gesund zu bleiben. Zuviele Kranke könnten wir nicht mittragen und das möchten wir verhindern.

Einige von uns fühlen sich ganz okay, geil findet’s aber grad keiner. Andere fühlen sich psychisch nicht gut oder sogar richtig schlecht. Dafür gibts ja genügend Gründe Jeder hat sein Bündel auf dem Rücken und das Gehen ins Ungewisse verpufft ganz schön viel Energie. Und dennoch, wir helfen einander so gut es geht, denn wir müssen da alle durch.
Alle müssen auf so viel verzichten. Niemand wünscht es sich, in diesem Tunnel festzustecken für weiss nicht wie lange.
Es gibt auch Kranke. Immer mehr sind es, denn Infizierte stecken einander an. Und es gibt Tote. Anfangs waren es einzelne, aber es werden immer mehr.

Unterschiedliche Menschen gehen unterschiedlich mit Krisen um. Wie so oft im Leben gibt es kein Richtig oder Falsch, schlussendlich kennen alle den Weg nicht. Einige von uns sind erfahrene Höhlen- und Tunnelforscher, die machen das beruflich und sie sind dafür angestellt worden, um uns durch diese Krise zu führen.
Sie waren in ganz vielen Tunnels, in vielen Höhlen, haben darüber gelesen und jahrelang studiert und wissen ganz schön viel. Aber dieser Tunnel hier, der ist noch total unerforscht. Er ist neu. Er ist unberechenbar. Auch die Fachleute müssen laufend dazu lernen und die neuen Erkenntnisse mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung vergleichen, um neue Ergebnisse zu erhalten.
Die Zeit läuft weiter. Einige oder vermutlich viele von uns werden krank, einige davon schaffen es nicht, andere werden schnell wieder gesund. Es ist nicht bei jedem dasselbe.

Im Tunnel stossen wir immer wieder auf Abzweigungen, die verheissungsvoll aussehen. Es gibt viele Wege. Eine Tunnelkarte hat niemand. Manche von uns möchten abbiegen, sie wittern eine Abkürzung, eine Vereinfachung und ein schnelleres Ende dieser elenden Sache.
Langsam geht die Geduld zu Ende und auch das Durchhaltevermögen. Hier gibt es auch Höhlenforscher, die andere Theorien vertreten und die auch erfahren sind. Aber leider kennen auch sie diesen Tunnel nicht, auch wenn sie noch so überzeugt sind von ihrer Meinung.
Und einige sagen, sie seien Höhlenforscher, aber sie sind es gar nicht. Sie sehen aber vertrauenswürdig aus und können gut sprechen. Sie verbreiten ihre Meinung überall auf den sozialen Medien und einige schliessen sich ihnen an, weil sie ihnen glauben.

Möglicherweise gibt es mehrere Ausgänge oder verschiedene Wege, die dorthin führen. Man weiss es erst irgendwann später, wenn man retour blicken und die Sache auswerten kann. Jetzt weiss man das noch nicht. Auch die nicht, die es zu wissen meinen.

Möglicherweise denken ziemlich viele, dass ihre Meinung nicht einfach nur ihre Meinung ist, sondern DIE Wahrheit. Und die muss natürlich auch jedem verkündet werden.
Vermutlich denken auch ziemlich viele, dass das eigene Spüren der Situation ebenfalls das Wahre und auf alle andern übertragbar ist.
Ich glaube, wenn es einem bewusst ist, dass dem nicht so ist, merkt man auch, dass man nicht unbedingt ein Video mit seiner Meinung veröffentlichen muss.
Aber das ist ja auch jedem selber überlassen, wie immer.

Aber genug.
Der Titel dieses Textes heisst „Das Leben geniessen“. Schwierig irgendwie, wenn man in diesem Tunnel steckt.
Aber weisst du was? Wir stecken gar nicht wirklich in einem Tunnel. Wir stecken überhaupt nicht fest. Es ist eine schwierige Situation. Ungewiss. Und wenn man viel darüber nachdenkt, ist es durchaus sehr beunruhigend. Wir kennen den Ausgang dieser Sache nicht und wir wissen auch nicht, was bis dahin noch alles geschieht. Wir hören zuviel, wir lesen zuviel und auch die Stimmen derer, die im Tunnel in eine ganz andere Richtung gehen, die sind verwirrend. Was ist richtig? Das nicht zu wissen, ist belastend.

Auch die sogenannten Massnahmen sind belastend, auch wenn sie wohl notwendig sind. Einige wehren sich, glauben an eine Verschwörung oder zumindest daran, dass es entweder ohne Massnahmen auch oder sogar besser ginge oder dass diese uns mehr schaden als das Virus. Es gibt auch Menschen, die auf all das verzichten möchten und es okay finden, die Menschen, die sehr krank werden, hinter uns zu lassen. Menschen, die auch okay finden, wenn viele von uns daran sterben, weil der Tod ja zum Leben gehört.

Aktuell ist es ja so, dass wir in der Schweiz wirklich sehr, sehr viele Menschen haben, die an Covid19 erkrankt sind und auch viele, die täglich sterben. Nicht mehr nur einer oder zwei pro Tag. Jetzt sind es 30 oder mehr pro Tag.
Ich habe gelesen, dass es wohl bald los geht mit der Triage. Das bedeutet, dass die Ärzte entscheiden müssen, wer behandelt wird und wer nicht, weil die Ressourcen der Krankenhäuser ausgehen werden. Es wird also abgeschätzt, bei wem sich lebensrettende Massnahmen lohnen und bei wem nicht. Wahnsinn, dass es soweit kommen kann. In UNSEREM zivilisierten und wohlhabenden Land. Ich fasse es nicht…. wirklich.

Ich habe auch gelesen, dass offenbar viele betagte Menschen sich nicht behandeln lassen möchten und sterben oder sterben werden. Auch das ist Triage, vom Patienten selbst entschieden. Ich denke nicht, dass diese Menschen alle tatsächlich sterben möchten bzw dass es ihnen egal ist, an Corona zu sterben. Ich bin mir ganz sicher, dass viele von ihnen noch ein paar schöne Jahre vor sich hätten. Wohlverdiente Jahre.
Aber wie ist es wohl, wenn man von überall her hört und liest, dass die Alten nicht geschützt werden sollen, weil sie ja eh bald sterben? Dass die Alten eine Last sind? Dass sie wertvolle Krankenhausplätze besetzen?
Ich denke mal, solche Aussagen hinterlassen ihre Spuren und vielleicht denkt so der eine oder die andere, dass ihr oder ihm kein Recht auf Krankenhauspflege bzw. kein Recht auf Gesundung zusteht.
Wie schlimm ist das denn, bitte?


Schon wieder vom Thema abgekommen und das zeigt die Problematik auch grad recht gut. Es ist gar nicht einfach, auf andere Gedanken zu kommen, Covid19 wirft seine Schatten irgendwie überall hin.
Umso wichtiger, dass wir uns Auszeiten schaffen. Dass wir es schaffen, auch mal abzuschalten, runter zu fahren und uns zu entspannen und zu erholen. Mal nicht an all das zu denken.
Jede und jeder auf seine bzw ihre Art und Weise.

Ich finde das schwierig, sogar fast unmöglich. Ich habe damit nicht erst seit Corona Schwierigkeiten, sondern eigentlich seit der Trennung von meinem Ex-Mann. Seitdem ich allein bin mit dem Kind und die Verantwortung für ganz vieles allein trage, fällt es mir sehr schwer, diese auch mal loszulassen. Im Spannungsfeld zwischen Arbeit und allein für eine Familie zu sorgen.
Ich bin es am Lernen. Die Corona-Situation macht es nicht einfacher.

Wenn die Welt rund um mich herum verrückt spielt, dann lebe ich umso mehr in meiner kleinen Welt mit meiner Tochter und da ist alles in Ordnung. Das ist mein warmer, sicherer Kokon.
Ich sehe all die kleinen, schönen Dinge. Ich liebe meine Wohnung, in der ich mich geborgen und wohl fühle. Ich mache es uns hier gemütlich mit einer schönen Atmosphäre, zufriedenen Meerschweinchen, einem glücklichen Kind. Das ist meine Oase.
Ich sehe gerne die schönen Dinge, die mir überall wo ich hingehe, begegnen. Die wunderschöne Tasse mit dem guten Kaffee, die „meine“ Lieblings-Coiffeuse mir hinstellt. Die zwei Stunden Auszeit, die ich dort letzte Woche in friedlicher Atmosphäre genossen habe.
Schöne Begegnungen sind auch mit Distanz, mit Maske, per Telefon oder Social Media möglich. Natürlich sind sie ohne Abstand und ohne Maske viel schöner, aber was bringt es nun, mich darüber zu ärgern und das was ich nicht habe, in den Mittelpunkt zu stellen? Ich finde es viel aufbauender zu sehen, was ich kann und was ich habe.

Ich gehe gern spazieren und fotografiere viel. Gerade momentan finde ich, dass es draussen manchmal atemberaubend schön aussieht. Wenn die Sonne durch den Nebel scheint oder wenn es dünne Nebelschwaden über dem Boden hat und oben blauen Himmel. Die Bäume und Wälder, deren Blätter sich verfärben und dann zu Boden fallen.
Die Wärme der Sonne, wenn sie strahlt ist noch immer beachtlich und tut richtig gut.
Tief durchatmen, die frische Luft in der Lunge und auf der Haut spüren, das lädt alle inneren Akkus auf. Das tut richtig gut. Immer. Und besonders jetzt.
Ich finde auch, dass die Herbstabende ihren ganz besonderen Reiz haben. Sich einkuscheln in der warmen Stube, eine Kerze anzünden, einen heissen Tee trinken und die Welt und ihre Themen einfach draussen lassen.

Es gibt mega viel Schönes. Manchmal kleine Dinge, aber sie wahrzunehmen ist ermutigend. Es ist nicht alles nur Corona, es gibt auch ganz viel anderes. Um ehrlich zu sein, wenn man sich nicht einredet, eingeschränkt und seiner Freiheit beraubt zu sein, kann man sogar ziemlich normal leben. Und Normalität hilft, sich besser zu fühlen.

Natürlich weiss ich, dass es gerade jungen Menschen fehlt, abends wegzugehen und einander zu sehen. Das verstehe ich sooo, denn es ging mir vor xxxxx Jahren ja nicht anders. Ein Samstagabend zuhause war undenkbar. Aber ich glaube, die Jungen sind ja auch klug und die verstehen das Warum.
Ausgenommen von meinen Aussagen sind auch Menschen, die durch die Corona-Situation ihre Arbeit verloren haben oder verlieren werden, die grosse Existenznöte haben, ihre Arbeit nicht ausüben können usw. Das ist natürlich wieder ganz etwas anderes.

Das Leben geniessen. Das ist auch jetzt möglich und vielleicht war es noch nie zuvor so wichtig wie genau jetzt.






Ein Virus, der Glückshormone ausschüttet….

Ein Virus bringt fast die ganze Welt total durcheinander.
Jedenfalls unsere.
Dem einen bringt es sehr viel Zeit, dem andern sehr viel Stress.
Dem einen bringt es Krankheit, vielleicht sogar Tod, der andere merkt nicht mal etwas davon. Dem einen bringt es Existenzängste oder gar den finanziellen Ruin, der andere verdient sich an der ganzen Sache eine goldene Nase.
Ich glaube, viele fühlen sich momentan irgendwie mehr oder weniger einsam, jeder auf seine Art und Weise. Die Distanz zueinander, die fehlenden persönlichen Kontakte… das fehlt uns. Auch in diesem Bereich haben bestimmt viele ein Manko und andere genau das Gegenteil. Menschen, die sehr intensiv in der Pflege oder Betreuung oder vielleicht auch in den Läden arbeiten, waren in den letzten Wochen dem Kontakt mit anderen Menschen sehr intensiv „ausgesetzt“. Das kann zuviel werden und wirkt sich manchmal auch in der Freizeit mit Unlust auf Kontakte aus, obwohl die Qualität dieser Kontakte ganz anders ist, wenn man die professionelle von der freundschaftlichen Beziehung unterscheidet.

Ich weiss auch heute noch immer nicht, ob ich DAS Virus schreiben muss oder ob es DER Virus heisst. Falls ich es falsch mache, ist es nicht schlimm, denn ihr seid ja nachsichtig und nicht streng. Rechtschreibung und Grammatik sind mir sehr, sehr wichtig. Aber in diesem Fall habe ich keine Lust, zu recherchieren, wie es tatsächlich heisst und das zeigt genau auf, wie sehr mir der ganze Mist mit diesem Virus unterdessena auf den Sack geht.

Kommen wir aber zurück auf diesen Virus, der alles durcheinander bringt… Es ist, weil er uns unter Umständen sehr krank machen oder uns sogar umbringen kann.

So ein Virus ist ein destruktives Arschloch, ich kann es nicht anders sagen. Oder habt ihr schon mal von einem Virus gehört, der etwas Schönes bewirkt?
Wir wäre es mit einem Virus, der uns glänzendes, volles Haar beschert?
Oder Virus, der in unserem Hirn Glückshormone freisetzt?
Ein Virus, der Krebszellen abtötet?
Ein sehr, sehr ansteckender Virus, der rechtsradikales Gedankengut angreift und vernichtet?
Ein Virus, der uns motiviert, freundlich und hilfsbereit zueinander zu sein?
Oder vielleicht einer, der aus gestressten Menschen ruhigere, entspanntere macht?
Wunderbar wäre aber auch ein Virus, der unser Blick auf die Menschen und Dinge in unserer Umwelt versöhnlich und positiv stimmt.
Ein Virus, der es uns ermöglicht, nachts tief, fest und ruhig zu schlafen.
Und vielleicht ein Virus, der es uns ermöglicht, vorurteils- und angstfrei auf andere Menschen zuzugehen.
Einer, der es uns ermöglicht, alles so zu nehmen wie es kommt.
Ein Virus, der uns unsere Ängste nimmt und sich nachts in unseren Schlaf schleicht und unsere Träume beschützt.
Schön wäre ein Virus, der uns ein Blick auf das Wesentliche ermöglicht.
Ein Virus, der uns statt mit Hass, Neid und Missgunst, mit Freude und Liebe erfüllt.
Einer, der uns unseren Rucksack tragen lässt, ohne dass jemand darunter zusammenbrechen muss, denn alles was wir hinter uns gelassen haben, ist da nicht mehr drin.

Solche Viren wünsche ich mir und ich glaube, es gibt sie schon. Wir Menschen tragen sie in uns und es liegt in unserer Macht, sie grosszügig unter den Menschen zu verteilen. Das geht auch ganz gut, obwohl wir momentan Abstand halten müssen. Und ich freue mich darauf, wenn wir das irgendwann dann nicht mehr müssen, denn eine Umarmung und körperliche Nähe ist doch schon auch etwas Überlebensnotwendiges und stärkt uns unbestritten.

Nun heisst es weiterhin DURCHHALTEN und fleissig unsere positiven Viren mit Liebe auf andere zu übertragen.

Let me tell you something / Lass mich dir etwas erzählen…

Let me tell you something…
Lass mich dir etwas erzählen…

Its about all the good things in life.
Es geht um das Gute in der Welt.

Its so much easier to see all the bad. All the problems and difficulties.
But why? Being more positiv would make life much easier, wouldnt it?
Es ist viel einfacher, all das Schlechte zu sehen. All die Probleme und Schwierigkeiten. Aber warum? Positiver eingestellt zu sein, würde das Leben viel einfacher machen, oder?

There are way more good people than bad people.
Es gibt viel mehr gute als schlechte Menschen.

They love each other, help each other. Care for each other. Every day.
Sie lieben einander, helfen einander. Sorgen sich um einander. Jeden Tag.

They laugh together. And cry together.
Sie lachen zusammen. Und weinen zusammen.

 

In Switzerland more than 200 children are born each day.
Most of them made with love.
In der Schweiz werden pro Tag mehr als 200 Kinder geboren.
Die meisten mit Liebe gemacht.

We hear about diseases such as cancer and how many have died of it.
But many more people have survived!
Wir hören von Krankheiten wie zB Krebs und wieviele daran gestorben sind.
Aber noch viel mehr Menschen haben überlebt!

Life isnt about fighting and suffering.
Life is about making the best of everything. About being happy and make others happy as well.
Or at least not making anyone unhappy.
Im Leben geht’s nicht ums Kämpfen und Leiden.
Es geht darum, das Beste aus allem zu machen. Ums glücklich sein und darum, auch andere glücklich zu machen.
Oder zumindest nicht unglücklich.

There are a lot of wonderful things…
Es gibt soooo viel Schönes…

The amazing feeling of breathing cold, fresh air, when we open the window early in the morning.
Das wunderbare Gefühl, wenn wir morgens das Fenster öffnen und die kalte, frische Luft einatmen.

The magic of the first snow every winter. The first flowers every spring. A lot of sunshine in summer and all the colours in autumn. Couldnt it be more beautiful?
Der Zauber vom ersten Schnee jeden Winter. Die ersten Blumen im Frühling. Viel Sonnenschein im Sommer und all die Farben im Herbst. Könnte es noch schöner sein?

The warmth of the sun on our skin.
Die Wärme der Sonne auf unserer Haut.

Relaxing in a tub of hot water.
Im heissen Badewasser liegen, entspannen.

Favourite music!
Lieblingsmusik!

Sofa, feet up and a glass of the favourite red wine, when the Kids are in bed, finally.
Sofa, Füsse hoch und ein Glas vom Lieblings-Rotwein, wenn die Kinder endlich schlafen.

Looking at my child and seeing the love of my life.
Mein Kind anschauen und die Liebe meines Lebens sehen.

Being healthy.
Gesund sein.

Drinking coffee with friends. Having friends!
Kaffee trinken mit Freunden. Freunde haben!

Some nice words, a surprise, a gift. Ist about the little things.
Ein paar liebe Worte, eine Überraschung, ein Geschenk. Die kleinen Dinge sind die grossen Dinge.

The first sip of warm coffee in the early morning.
Der erste Schluck warmen Kaffee morgens.

The feeling after an urgent pee.
Das Gefühl nachdem man dringend pinkeln musste.

Meeting new, interesting people, visiting new places, learning about new things.
Neue Menschen kennenlernen, neue Orte besuchen, dazulernen.

To face challenges.
Sich Herausforderungen stellen.

A good nights sleep after many bad ones.
Eine gute Nacht nach vielen schlechten.

I have written pretty much and there is even more. See it, feel it!
Ich habe ziemlich viel geschrieben und es gibt noch viel mehr. Sieh es, fühle es!

 

Hier werden Sie geholfen. Nicht.

Es kann jedem passieren, in eine Notsituation zu kommen, was auch immer wir darunter verstehen. Dieses Risiko bringt das Leben so mit sich, sozusagen als Nebenwirkung. Es gibt Notsituationen, die gehen schnell vorbei, die können wir selbst oder mit Hilfe unseres Umfeldes meistern. Und dann gibts Momente im Leben, da findet man etwas so schwierig – und dafür gibt es verschiedene Gründe – dass man mehr Zeit und / oder externe Unterstützung benötigt. Und diese gibts bekanntlich in verschiedenen Formen, an verschiedenen Orten. Jeder muss für sich selbst herausfinden, welches Angebot er in Anspruch nehmen möchte, welches ihm helfen könnte.

Egal wohin eine hilfesuchende Person sich wendet, ich finde es wichtig, dass sie dort freundlich empfangen wird. Freundlich, wertschätzend, verständnisvoll und respektvoll. Nie wertend, gar abwertend. Ich finde auch, dass eine unterstützende Haltung Voraussetzung ist. Das Problem soll seinen Raum einnehmen dürfen, darin stecken zu bleiben hilft jedoch niemandem weiter. Nein, es müssen Schritte gemacht werden, Ressourcen gefunden und Perspektive geschaffen. Ich finde es ermunternder, wenn das Problem zwar angehört und ernst genommen wird, wenn dann aber die Lösung und auch das, was schon gut läuft im Fokus stehen. So gehe ich Situationen an, in meiner Arbeit und auch in meinem Privatleben.

In meiner Erfahrung als unterstützungssuchende Person hatte ich nicht nur positive Erlebnisse. Zum Teil war (bin) ich schockiert, wie ausgebildetes (Beratungs-)personal mit mir umgegangen ist.

Und ich möchte dazu sagen, meine Krise ist eine vorübergehende. Ich bin ein physisch und psychisch gesunder Mensch. Man kann bzw könnte ganz normal mit mir sprechen, ich verstehe alles, bin normal-intelligent. Was nicht heisst, dass man mit Menschen, die nicht gesund sind oder die eine Behinderung oder Krankheit haben, nicht normal reden könnte. Man muss! Das finde ich.

Ich habe mich an eine Beratungsstelle gewendet, hatte viele Fragen, machte mir viele Sorgen. Mir wurden keine Fragen so beantwortet, dass ich damit etwas anfangen konnte. Da wurden Aussagen gemacht, die mich total verunsicherten im Moment, die sich dann aber als falsch herausgestellt haben. Mir hat das mehr geschadet als geholfen.

An einem Ort, bei der ich um Rat bzw Unterstützung für mich und meine Tochter anfragte, weil diese Krisensituation sich auch auf das Kind auswirkt, stiess ich statt auf Verständnis und eine unterstützende Haltung auf eine Wand, die meine Anfrage total missverstanden und meine Situation total missinterpretierte. Statt mit Rat und Tat wurde ich mit Druck und eigentlich recht wenig Anstand konfrontiert. Ich finde das sehr, sehr schlimm.

Ich bin aber auch bei Menschen gelandet, die mich, wie auch mein Kind durch diesen Umbruch hindurch begleiten. Menschen, die tolle Jobs machen. Menschen, die uns sehr helfen.

So macht man seine Erfahrungen. Die einen sind gut und andere weniger. Ich mache mit denen, die sich positiv auf uns auswirken gerne weiter. Und lasse die andern soweit wie möglich weg.

Was ich an den geschilderten Erfahrungen wirklich besonders schlimm finde ist, dass da draussen zum Teil sehr inkompetente Leute in sozialen Berufen arbeiten. Ich bin dort so behandelt worden, wie ich NIE mit Menschen umgehen würde. Weder im Beruf noch privat. Und schon gar nicht mit jemandem, der sich in einer Notsituation an mich wendet.

Ich werde diese Rückmeldung dort nächstens noch plazieren.

Streicheleinheiten. Für die Seele.

Wenn ich meinem Meerschweinchen ganz sanft mit dem Finger über sein besonders weiches Fell am Hals streichle, sitzt es ganz still da, hebt den Kopf an und es sieht so aus, als ob es sich nicht bewegen würde in der Hoffnung, dass ich nicht aufhöre damit.

Genau so mache ich es, wenn mir jemand mit sanften Fingern über die Seele streichelt…

Vom Leben, er-leben, über-leben, weiter-leben. Einfach vom Leben.

Ich finde, man kann sich auch schmerzlich an Dinge erinnern, wenn man diese einigermassen gut verarbeitet hat. Wenn Jahre später ein bisschen Gras darüber gewachsen ist, die Gefühle verebbt sind und das Leben weiter gegangen ist… Und trotzdem gibt es Ereignisse, die man nicht vergisst. Nicht kann, nicht will und vielleicht auch nicht soll.

Ich finde das nicht dramatisch. Ich finde es auch nicht dramatisch, wenn diese Erinnerungen manchmal immer noch schmerzhaft sind, denn dieser Schmerz ist nicht mehr vergleichbar mit dem von damals. Ein Bruchteil davon. Und es ist normal, dass so etwas nicht in der Gleichgültigkeit versinkt. Kann es auch irgendwie nicht, denn all das hat seine Spuren hinterlassen in unseren Leben, oder? Wir mussten ohne Menschen, die wir liebten, weiter leben, wir haben viel Leiden gesehen oder selbst gelitten, einen Schock erlebt, was auch immer…

Ich glaube, es hat uns verändert. Stark – stärker – gemacht. Oder zum Teil auch geschwächt. Vielleicht sind wir danach Wege gegangen, die wir uns ohne die schwierigen Ereignisse nicht zugetraut hätten. Oder vielleicht sind uns dadurch Menschen begegnet, die uns bereichern. Und wir ihnen (begegnet) bzw sie (bereichert). Wir haben weiter gelebt, uns verändert, uns entwickelt.

Und in meinem Fall kann ich sagen, dass es mir gut geht und alles in Ordnung ist. Ich glaube, das kommt manchmal anders rüber, wenn ich von einiger meiner Erlebnisse schreibe. Ich bekomme manchmal Reaktionen und merke, dass es LeserInnen gibt die denken, ich sei tief zerbrochen und nur traurig. Das ist aber zum Glück nicht so. Aber es gibt Menschen, bei denen ist das so. Menschen mit anderen oder ähnlichen Geschichten, andern Voraussetzungen und andern Möglichkeiten. Ich habe Glück, ich hatte die Möglichkeit, auf einem gesunden Boden zu wachsen, meine Wurzeln in den Boden zu schlagen und an all den Erlebnissen zu wachsen, Lebenserfahrung zu bekommen und mich zu werden. Nicht alle konnten / können das…

Entspannung pur mit Meerschweinchen

Wir haben vor fünf Wochen Familienzuwachs bekommen: Zwei suuuuuper-süsse Meerschweinchen-Damen.
Es gäbe sooooo viel darüber zu schreiben, wirklich. Es ist eine spannende Sache, Haustiere bei sich aufzunehmen, auch wenn es „nur“ kleine Meerschweinchen sind. Anfangs sehr schreckhaft und schüchtern, werden sie nun zutraulicher und mutiger und das eine sogar manchmal richtig frech. Sie erkennen uns auch, ich glaube an unserer Stimme. Ich habe mich gerade heute dabei ertappt, wie ich die Wohnung als letzte verlassen habe und „tschüss, bis später“ gerufen habe. Und auch wenn ich nach Hause komme, rufe ich ihnen „Hallo Meerschweinchen“. Ja, ja…. so ist das.  🙂

Schnell haben sie natürlich gemerkt, dass wir Futter bringen, was natürlich für sie das wichtigste Grundbedürfnis ist. Mehr sind wir wohl für sie ja nicht. Einfach die, die sie füttern und das macht uns wichtig.

Die Frechere der beiden kommuniziert tatsächlich mit uns. Sie pfeift laut, wenn wir in der Nähe des Käfigs sind und kommt ans Gitter, wenn wir mit ihr sprechen oder ein Stück Gurke hinein strecken. Manchmal piepst sie ganz aufgeregt und wird erst wieder ruhiger, wenn wir mit ihr sprechen.
Sie kommuniziert auch mit ihrer Mitbewohnerin, die aber eher noch still und immer noch scheu ist. So rennt (sie trabt, es ist unglaublich lustig mitanzusehen!) sie zum Beispiel oft in den zweiten Stock des Käfigs und wieder runter, als wolle sie ihre Mitbewohnerin, die sich noch nicht getraut, animieren mitzukommen. Sie piepst dabei laut und in einem ganz anderen Ton, als wenn sie mit uns spricht. Als ob sie sie rufen würde. Ich gehe davon aus, sie tut das tatsächlich.

Es gäbe noch viel zu erzählen und vielleicht mache ich das irgendwann. Aber heute nicht. Heute möchte ich darüber schreiben, welche Wirkung diese kleinen Tierchen auf mich als Mensch haben, weil ich das so gar nicht erwartet hatte. Die Haustiere sind vor allem für’s Kind, weil sie Tiere mag, um ihr Verantwortung zu übergeben, weil sie im Umgang mit Tieren viel lernen kann usw. Es gibt ja viele Gründe.

Und nun steht dieser riesige Käfig bei uns und die Meerschweinchen wuseln darin herum, lernen uns kennen und wir sie, werden zutraulicher und gehörten schon sehr schnell zur Familie.

Seit wir sie haben, fühle ich mich wirklich ausgeglichener, ohne Scherz. Ich liege total oft auf dem Boden vor dem Käfig und schaue ihnen zu oder spreche mit ihnen. Wenn möglich dürfen sie jeden Tag für eine Weile aus dem Käfig kommen und im Wohnzimmer herumwuseln. Oder wir setzen sie auf unseren Schoss und streicheln sie, bis wir merken, dass sie nicht mehr wollen.
Dieses schöne Gefühl, auf dem Sofa zu liegen, ein Meerschweinchen auf der Brust und es zu streicheln und mit ihm zu sprechen, während es sein Näschen in die Höhe streckt und schnuppert und ganz leise schnurrt, fast wie eine Katze. Ich gehe davon aus, dass es diese Geräusche von sich gibt, weil es ihr gefällt (und nicht weil es Todesangst hat… man weiss es ja nicht so genau, schliesslich sind Meerschweinchen ja Fluchttiere und keine Kuscheltiere).
Das ist sooooooo beruhigend und schön!!!!

Ich muss sagen, schon nach dieser kurzen Zeit bin ich total in diese beiden Meerschweinchen verliebt und würde sie nie wieder hergeben.
Das war eine richtig gute Entscheidung!