Superkräfte


Steven Rogers wurde im Zweiten Weltkrieg das von einem deutschen Wissenschaftler hergestellte „Super Soldier Serum“ gespritzt. Er wurde dafür auserwählt, weil er einfach ein prima Kerl war. Das Serum hatte die Wirkung, alle Eigenschaften eines Menschen um ein Vielfaches zu verstärken, die guten wie auch die schlechten. So würde es also zB aus einem gewalttätigen Menschen einen noch gewalttätigeren machen. Umso wichtiger war es also, einen Menschen dafür zu finden, der dem Bild des „guten Menschen“ entspricht, also vorwiegend gute Charaktereigenschaften besitzt. Und genau das war Steven Rogers.
Auf den menschlichen Körper hatte dieses Serum folgende Wirkungen: Extreme Muskelbildung, erhöhte Schnelligkeit, Verstärkung der wahren Persönlichkeit wie auch der Zellen und des Gehirns und die vierfache Beschleunigung des Stoffwechsels.
So wurde aus Steven Rogers Captain America, einer der bekanntesten Superhelden.

Von Spiderman über Superman bis zu Wonder Woman, wir kennen viele phantastische Geschichten von Menschen, die zu Superhelden wurden. Die einen retten mit ihren Superkräften immer wieder Menschen oder sogar die ganze Welt, die andern versuchen sie genau mit diesen zu zerstören oder die Weltherrschaft zu übernehmen.

Superkräfte…
Wer hat sich noch nie ausgemalt, welche er möchte, wenn er sich eine wünschen könnte und wie das dann wäre…

Sich an einem Spinnenfaden von Haus zu Haus zu schwingen, problemlos an Wänden entlang oder an der Decke zu laufen, ohne runter zu fallen, beweglich und schnell wie eine Spinne…
In die Vergangenheit oder in die Zukunft zu reisen…
Sich von jetzt auf gleich an einen anderen Ort, irgendwo auf dieser Welt oder in diesem Universum, zu teleportieren…
Unsichtbar allerlei Geheimnissen auf die Spur zu kommen und Dinge zu hören und zu sehen, ohne dass jemand wüsste, dass man da ist…
Gedanken zu lesen…
Egal was auch immer passieren würde, man wäre unverwundbar…
Und egal was auch immer passieren würde, man wäre unsterblich…
So lange man möchte, unter Wasser zu bleiben, wäre möglich, wenn man unter Wasser atmen könnte…
Die Fähigkeit zu fliegen, würde uns ganz neue Horizonte eröffnen…
Heilen – sich und andere – was für eine wunderbare Superkraft das wäre…
Übermenschliches leisten könnte man, wenn man übermenschliche Kräfte hätte. Die Möglichkeiten wäre sozusagen grenzenlos.
Etwas, was sich vor allem Tierfreunde wünschen wäre, mit Tieren kommunizieren zu können und genau zu verstehen, was sie uns sagen wollen.
Hellsichtig, hellhörig, hellfühlig zu sein, in die Zukunft zu sehen oder mit Verstorbenen kommunizieren zu können…

Wir stellen uns Superkräfte ja meistens übermenschlich und überirdisch vor. Phantasievoll und irreal. Nicht von dieser Welt.

In Wirklichkeit glaube ich aber, dass wir alle sie haben und zwar jeder und jede von uns eine andere oder sogar mehrere.

Die eine kann so wunderbar umarmen, dass es einem die Seele wärmt und macht, dass man nicht mehr auseinander fällt.
Ein anderer kann so gut zuhören, dass alles plötzlich wieder besser aussieht.
Es gibt Menschen, die wunderschöne Musik, Bilder oder andere Dinge machen und andern damit gut tun.
Andere haben so viel Energie, dass es uns mitreisst genau im richtigen Moment.
Wieder andere sind die Ruhe selbst, können uns runter holen wenn alles andere nichts mehr hilft.
Einige haben die Gabe, in fast jeder Situation das Richtige zu sagen, andere empfinden wir wohltuend einfach durch ihre Anwesenheit, sie müssen nicht mal etwas tun oder sagen.
Menschen können heilende Hände, Worte oder Gedanken haben.
Resilienz ist eine wahnsinnige Superkraft.
Und Empathie.
Abgrenzung im richtigen Moment aber auch.
Kritikfähigkeit und die Fähigkeit, sich zu hinterfragen.
Die Kraft, sein Schicksal zu tragen.
Wissen, Können, Begabungen und Talente.
Menschen zu beflügeln statt sie runter zu machen.

Es gibt wohl kaum einen Menschen, der nicht etwas ganz besonders gut kann und andern damit eine Freude bereitet oder ihnen gut tut, manchmal ist es uns einfach nicht so bewusst weil wir vieles für selbstverständlich nehmen.
Zufriedenheit und in jedem auch das Gute zu sehen, das ist auch eine schöne Eigenschaft, die ganz bestimmt als Superkraft durchgehen würde.

Und vermutlich ist Freundlichkeit DIE Superkraft unter den Superkräften. Einander gegenüber wohlwollend eingestellt sein, weniger zu werten und viel mehr zu unterstützen statt zu hetzen…

Das Leben ist (k)ein Kaffeekränzchen

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Ich finde ja, dass einer der besten Neujahrsvorsätze der ist, sich nichts vorzunehmen.
Und der Zweitbeste oder vielleicht eigentlich doch der Beste ist, die schönen Momente zu sehen,
zu geniessen und sich all die andern nicht zu sehr
zu Herzen zu nehmen.

Wir alle wissen, das Leben ist kein Kaffeekränzchen.
Umso wichtiger, uns zwischendurch
einen guten Kaffee zuzubereiten,
ihn in eine besonders schöne Tasse zu giessen,
uns hinzusetzen und einfach
den Moment so richtig zu geniessen
und wenn es nur ein paar Minuten sind.

Ein bisschen verspätet wünsche ich Euch
genau solche Momente
in diesem nun nicht mehr ganz neuen Jahr
und dass Ihr sie Euch immer mal
wieder nehmen und gönnen könnt.

Da ist noch Licht

Hast du es schon einmal erlebt, dass du mit jemandem befreundet warst (bzw bist), dem es richtig schlecht geht. Nicht nur einfach schlecht zB. ein bisschen schlechte Laune oder ein wenig down heute, sondern so RICHTIG richtig schlecht, so richtig tief und so richtig dunkel schwarz und zwar für eine unerträglich lange Zeit oder immer wieder? Und es gab oder gibt absolut nichts, was du dagegen tun konntest oder könntest?
Alles was du tun würdest, würde nichts ändern.
Alles, was du nicht tun würdest, aber auch nicht.
Alles was du tun würdest, wäre entweder zu wenig, nicht das Richtige oder too much. Oder gleich alle drei zusammen.

Es gäbe nur schwarz und weiss und absolut gar nichts dazwischen, wobei das vermutlich gar nicht stimmt, denn es gibt kein weiss mehr in diesem Loch. Glaube ich zumindest. Es gibt nur schwarz und schwarz ist dominant, verläuft über all die andern bunten Farben und färbt alles dunkel ein.
Weiss wäre das Licht am Ende des Tunnels. Die Hoffnung. Das Glück. Das Hell im Dunkeln. DU würdest das sehen, die andere Person könnte das aber nicht.

Hast du schon mal jemanden gekannt, der Depressionen hat?
Ich habe in meinem Beruf ein paar Jahre lang mit Menschen gearbeitet, die an psychischen Erkrankungen litten. Depressionen waren da seltener dabei oder sie waren Begleiterscheinungen anderer Krankheiten.
Ich weiss nicht, warum das so war. Ich könnte mir vorstellen, dass depressive Menschen im Akutfall für eine gewisse Zeit auf einen Klinikaufenthalt angewiesen sind oder / und auf eine Intensivierung der Psychotherapie / Medikamente und wenn diese Phase vorbei ist, sie allein wieder allein zurecht kommen. (Müssen.) Deswegen gibts vielleicht weniger depressive Menschen, die fest in einem betreuten Wohnen wohnen.
Vielleicht ist es aber auch gar nicht so, sondern ich habe das einfach in dieser Zeit so erlebt. Ich habe mit anderen Dingen mehr Erfahrung als mit Depressionen, muss ich ehrlich sagen.

Ich erinnere mich sehr gut an einen Jugendlichen, den ich betreut habe, das ist schon einige Jahre her. Er war gerade in den Startlöchern, eine Ausbildung zu machen und wünschte sich das so sehr. Es kamen jedoch immer wieder depressive Episoden dazwischen und wenn ich das so schreibe, klingt es weitaus weniger schlimm als es tatsächlich war.
Schlussendlich wurde aufgrund zu vieler Absenzen die Ausbildung zu unserem Unverständnis leider abgebrochen. Das war auch für ihn ein schlimmer Rückschlag, ein Wegfallen von ganz viel Hoffnung, einer Perspektive und wohl irgendwie auch eines Sinnes für all das. Mit dem Ende der Ausbildung verlor er damals auch den Wohnplatz und zog wieder nach Hause.

Ich habe Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen kennen gelernt, selbstverständlich auch privat, vor allem aber auch beruflich. Irgendwie tun wir das ja alle.
Auch Menschen, die in einer momentanen Lebenssituation nicht gut selbst zurecht kommen und für eine gewisse Zeit oder auch für länger oder immer Unterstützung dabei benötigen. Dafür gibt es ganz viele unterschiedliche Gründe.
Ich würde also von mir behaupten, dass ich viele Menschen in Krisen, in sehr schwierigen Situationen, in sehr schlechten Zuständen und in tiefen Abgründen, wenn man das so sagen darf, gesehen habe. Als Sozialpädagogin sehe ich sie natürlich nicht nur, sondern ich unterstütze sie dabei, darin zurecht zu kommen und wenn möglich eine Veränderung, Fortschritte zu machen. Ich kann mit all dem gut umgehen. Beruflich ist das auch etwas anders als privat, da geht man oftmals anders mit Dingen um und ist weniger emotional oder direkt involviert. Das ist einfacher.

Ich konnte in dieser Zeit aber wesentlich schlechter mit der Situation umgehen als ich es gewohnt bin. Die Depression war ein neueres Thema für mich und es hat mich zutiefst berührt und wirklich auch erschüttert. Diesen Menschen vor mir zu haben, ihn kennen zu lernen, seine Stärken und Möglichkeiten zu sehen. Sein Potential. Ihn in guten Momenten zu erleben, seine Wünsche und Träume und all das Normale halt… Und dann wieder von jetzt auf gleich dieser Absturz in dieses Loch. Es ist immer noch derselbe Mensch und irgendwie doch nicht.
Ja, das ist schwierig auszuhalten. Und es ist nicht möglich, ihn da wieder raus zu holen, wenn man das auch noch so gerne möchte. Wäre schön, wenn das ginge…
Menschen in einer depressiven Phase können einem wohl meistens nicht sagen, was sie brauchen oder wie man sich am besten verhält, denn dann geht für sie gerade gar nichts mehr. Vielleicht können das in besseren Momenten, vielleicht aber auch nicht.
Egal, wie schwierig ICH es in diesem Moment finde, diesen Zustand auszuhalten. Egal, wie viele Sorgen ich mir um diesen Menschen mache, ich muss mir dabei total bewusst sein, dass es NICHT um MEIN Wohlbefinden geht oder um MEIN Unbehagen, um MEINE Unsicherheit, Angst, Unbeholfenheit oder was auch immer. Es geht nicht darum das zu tun, was MIR hilft, mich besser zu fühlen.

Eigentlich finde ich persönlich in dieser Situation etwas vom wichtigsten, all die eben genannten Gefühle auszuhalten und mir bewusst zu sein, dass es in erster Linie um den andern geht und nicht darum, mein eigenes Unwohlsein zu beseitigen. Bzw natürlich wäre auch dies ein Ziel, aber das steht nicht an oberster Stelle.
Jedenfalls ist es nicht das Ziel, dass die Person gegenüber sich besser fühlt, nur damit auch ich mich besser fühle. Dies wäre natürlich dann ein sehr angenehmer Nebeneffekt von einer Verbesserung der Situation.
Gefährlich an dieser Erwartung ist glaube ich der latente Druck auf die andere Person, sich zumindest so zu verhalten, als fühle sie sich besser, damit auch ich mich besser fühle. Das ist total schrecklich und verpufft dazu noch die Energie, die sie für wichtigeres benötigt, ganz besonders im Moment.
Also sind wir in der Situation, so einiges aushalten zu müssen. Zum einen den Zustand dieser Person, die wir mögen und von der wir so gern möchten, dass sie glücklich ist. Zum andern die Tatsache, dass wir an dieser Situation nichts aktiv ändern können. Und dann kommt zum dritten auch noch unsere eigene Befindlichkeit dazu. Dieses Aushalten, eventuell das Vermissen, die Unsicherheit, die Angst um diese Person usw.

Aber was tut man denn, wenn man nichts tun kann?
Ich glaube, was hilft ist vor allem auch Mitgefühl und Verständnis. Klingt einfach, ist es aber nicht, denn eine Depression ist schwer zu verstehen. Finde ich zumindest. Und vielleicht muss man sie nicht mal verstehen bzw noch nie in einer gewesen sein, um verständnisvoll zu sein, respektvoll zu sein. Und einfühlsam. Vielleicht reicht es einfach, nicht zu erwarten, dass der Betroffene mehr tun müsste als er tut, um aus dieser Kriese heraus zu kommen. Vielleicht hilft es einfach, zu wissen, dass er tut was er kann und dass nicht wir den weiteren Verlauf bestimmen können, sondern seine Krankheit / Gesundheit und seine Ressourcen. Es hilft, diese Person ernst zu nehmen, nicht zu werten und nicht zu beurteilen.

Es ist nicht Nichts, was man tun kann, obwohl es sich so anfühlt. Ich glaube halt, dass weniger mehr ist. Es braucht nicht Hektik und Action, Tatendrang und übertriebene Fröhlichkeit, Ablenkung und dauernde Präsenz.
Ich glaube, da sein reicht irgendwie schon. Eventuell kann man bei alltäglichen Dingen behilflich sein, wenn er oder sie das gerade nicht schafft. Einkaufen oder sowas. Und vielleicht kann man dabei unterstützen, eine Therapie zu installieren oder eine bestehende zu kontaktieren.
Ansonsten kann man zB einfach in Kontakt bleiben. Ohne dass man aber erwarten kann, dass der andere das momentan auch tut, denn unter Umständen geht das gerade nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass ein Mensch sich in seiner Depression auch sehr isoliert fühlt, dass sie ihn fast verschlingt mit Haut und Haaren. Deswegen glaube ich, es ist gut, wenn er weiss, dass nicht alle Stricke reissen. Dass ausserhalb der Depression noch Menschen da sind, die auch bleiben, egal wie lange es dauert und egal, wie oft sie wiederkehrt.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass eine gewisse Routine, also wiederkehrende Dinge, Menschen mit (und ohne) psychische Erkrankungen oft hilft, sich sicherer zu fühlen.
ZB täglich eine kurze Sprachnachricht, einen Brief oder eine Email. Sowas kann man sich anhören oder lesen, wann man will oder wenn man will. Muss nicht gleich sein oder muss überhaupt nicht sein. Aber es ist etwas, was man zur Verfügung stellen kann. Halt mit dem „Risiko“, dass sie vielleicht nicht abgehört oder gelesen werden, oder nicht immer. Aber wie oben geschrieben, es geht ja nicht um MICH dabei. Obwohl es doch auch ganz gut tut, das Gefühl zu haben, man würde etwas tun, das vielleicht ein bisschen helfen könnte im Moment…

Meinen versus Wissen

„Meinung ist das billigste Gut auf diesem Planeten. Jeder hat eine Menge. Und das ohne jede Ahnung.“

Suzanne Grieger-Langer



Ich beschäftige mich schon seit längerem gedanklich damit, wie Menschen mit Fakten und damit verbunden auch mit der eigenen Meinung zu einem Thema umgehen. Und ich finde es ein ganz schwieriges Thema.
Ich finde, das ganze hat viel damit zu tun, wie man mit inneren und äusseren Konflikten umgehen kann. Nicht jeder kann das gleich gut oder ist überhaupt dazu bereit, mit sowas umzugehen. Obwohl man meistens ja nicht drum herum kommt und das „nicht damit umgehen“ auch ein Weg ist, damit umzugehen. So wie keine Entscheidung treffen auch eine Entscheidung ist oder nicht kommunizieren kommunizieren ist.

Natürlich ist es gut, wenn man sich über viele Themen eine eigene Meinung macht. Das macht man meistens, indem man sich ausgiebig darüber informiert. Da ist es wichtig, wo man sich informiert. Ganz wichtig finde ich auch, dass man seine Meinung auch begründen kann. Vor allem dann, wenn man sie andern mitteilt oder mit andern darüber diskutieren möchte.
Bei Meinungen ist es ja so, dass grundsätzlich jeder ein Recht auf eine Meinung hat. Bzw auf seine. Ich finde einfach, dass sich aber jede und jeder dabei sehr bewusst sein muss, dass es nur eine Meinung ist. Die darf man natürlich vertreten und man soll auch zu seiner stehen, aber egal worum es geht, man soll sie andern lieber nicht aufs Auge drücken, aufzwingen.

Der Ausdruck „Meinung“ kommt von „meinen“. Es bedeutet, dass man etwas annimmt, etwas denkt, von etwas ausgeht.
„Meinen“ bedeutet nicht „wissen“ und ich habe sehr oft das Gefühl, das ist sehr vielen nicht bewusst.
Es gibt aber auch Menschen, die da ganz genau Bescheid wissen, wovon sie sprechen, weil sie beruflich qualifiziert sind, über entsprechendes Fachwissen und über Erfahrung verfügen. Wissenschaft basiert auf Fakten, Wissen und Erfahrung.

Der Unterschied zwischen „meinen“ und „wissen“ zu sehen, das ist gar nicht mal immer so einfach. Wir hören zB Covid betreffend überall ganz unterschiedliche Dinge und es ist oft nicht klar, ob der Schreiber oder Sprecher, der uns da etwas unterbreitet, tatsächlich etwas weiss oder ob er uns einfach nur seine ganz persönlichen, auf keinem entsprechenden Wissen zugrunde liegenden Annahmen mitteilen möchte.
Ich erlebe es oft, dass mir solche Annahmen oder Meinungen weiter geleitet werden. Da hat auch wirklich jeder etwas dazu zu sagen, denn so ein YouTube-Videöli zu machen, ist keine Sache. Wie gesagt, eine Meinung hat jede und jeder und wenn das, was der gerade so erzählt, uns gefällt, glauben wir das gerne und verbreiten es weiter.

So verhält es sich im Grossen, dort wo ganz viele Menschen zuhören. So verhält es sich aber auch im Kleinen, wo man manchmal – und da nehme ich mich nicht raus – wirklich vorschnell Halbwissen oder Unwahrheiten weiter verbreitet. Ich finde das sehr heikel. Aber wie gesagt, mit ist das bestimmt auch schon oft passiert. Mir ist das diese Woche wieder mal sehr bewusst geworden. Und vor allem auch, dass es genau so läuft im Moment. Da ist sehr viel Halbwissen oder Unwissen im Umlauf und sehr viele Expertinnen und Experten reden mit, obwohl sie keine sind.

Sätze wie „ich weiss es nicht“ oder „ich glaube“ hört man in dieser Situation wirklich nicht mehr so oft, obwohl wir alle diese in jeder Covid-basierten Diskussion wohl benützen müssten, wenn wir ehrlich sind.
Ich auch. Ich bin weder Virologin noch Ärztin, ich weiss so gut wie nichts über all das, obwohl ich mich doch einigermassen gut informiert habe. Es gibt auch einfach Dinge, die ich nicht verstehe. Dafür haben wir Wissenschaftler und Experten, die das wohl aus gutem Grund sind. Die verstehen was von ihrem Fachgebiet. So wie ich von meinem.

Die Pandemie ist eine unschöne Zeit auf ganz vielen Ebenen. In dieser Zeit habe ich viel mehr über Menschen als über Viren gelernt, muss ich sagen.
Ich habe den Eindruck, dass recht viele Menschen voller Angst sind, jemand wolle ihnen etwas böses. Viele sind sehr krisenungeübt, was eigentlich ja auch schön ist. Nur kommt man jetzt halt nicht darum herum, diese durchzustehen.
Was mir auch auffällt ist, dass viele null Vertrauen in die Politik haben, die sie durch ihre Wahlen und Abstimmungen seit Jahren ja mitformen. Das ist irgendwie erschreckend.

Schlussendlich denke ich, dass sich viele nach den eigenen Bedürfnissen richten. Verstehe ich irgendwie auch. Und doch würde ich erwarten, dass der Mensch etwas ganzheitlicher oder globaler, wenn man es so sagen darf, denken können sollte. Ich weiss, das ist schwierig, wenn zB die eigene Existenz gefährdet ist, wenn man zB ein Restaurant oder ein Hotel oder was auch immer besitzt. Verstehe ich zu 100%.
Ich verstehe das auch, wenn man tanzen gehen will, wenn man sich nicht einschränken lassen will, wenn man Menschen treffen und umarmen möchte, wenn man Konzerte besuchen will. Wenn man lieber ohne Maske raus möchte, wenn man sich nicht impfen lassen möchte. Wenn man einfach möchte, dass alles wieder „normal“ wäre.

Ich möchte das alles auch.
Ich glaube, dabei ist es wirklich sehr wichtig, ganz vieles zu hinterfragen und nicht zuletzt uns selbst und das was wir meinen zu wissen.

Nachtrag zum letzten Text

Ich möchte etwas ausführen, was im letzten Text offenbar falsch verstanden werden konnte. War win bisschen fiebrig beim Schreiben, sorry.

Ich denke nicht, dass es Menschen gibt, die denken würden es wäre super, wenn ICH sterben würde. Aber ich kenne einige, die denken dass es total okay ist, das Gesundheitssystem nicht zu entlasten. Die denken, es sei total okay, sich oder auch andere nicht zu schützen und also so Corona ungebremst weiter zu verbreiten. Die denken, all die schwer Kranken und die Toten wären so eine kleine Minderheit, dass es ein Witz wäre, das zu versuchen zu verhindern. Die denken, der Hinweis der Krankenhäuser sei Panikmache und Triage würde sowieso nur andere treffen. So sterben Menschen. Und schlussendlich ist jeder einzelne von uns einer davon. Auch ich.

Sowas habe ich gemeint. Die Einstellung zum Menschen, zum Leben. Schlussendlich geht es um Menschen, die eigentlich alle jederzeit krank werden könnten und es gibt neben Corona noch viele andere Krankheiten.

Ich werde wegen einer leichten Lungenentzündung nicht sterben. Das waren nur so Gedanken. Von gesund zu krank, das kann sehr schnell gehen. Und da kann man sich ja mal Gedanken darüber machen, welchen Wert man so als kleines einzelnes Menschenleben für andere hat.

Überlegs dir mal.

Krank sein in Zeiten von Corona

Ich bin seit etwas mehr als einer Woche ziemlich krank. Weil ich weiss, dass ich bei Fieber eine Entzündung irgendwo habe, bin ich tatsächlich am 25. Dezember zum Arzt. Für diesen war der Fall klar, dass ich einen Impfdurchbruch hatte. Den sehr stark erhöhten Entzündungswerten ist er nicht nachgegangen und ich hatte nicht die Kraft, ihn darauf hinzuweisen.
Ich war aber Covid negativ. Und mein Zustand verschlechterte sich noch mehr.
Am Dienstag wieder zum Arzt. Meiner ist im Urlaub, also zur Vertretung. Diese Ärztin interessierte sich nicht für meine Entzündungswerte und schickte mich mit Neocitran nach Hause, weil ich einen grippalen Infekt hätte. Viele hätten momentan sowas.
Mein Zustand verschlechterte sich weiterhin. Neocitran half nicht wirklich.
Am Donnerstag nochmal zum Arzt. Dieses Mal eine andere Ärztin, die aber genau hinschaute und mir auch zuhörte. Ich habe eine Lungenentzündung. Diagnostiziert beim dritten Arzttermin, nach sechs Tagen. Ich war da zwar froh, endlich behandelt zu werden. Aber ich habe mich auch geärgert, dass die Diagnose nicht schon vom Arzt im Notfalldienst vom Weihnachtstag gestellt worden ist. Denn dann wäre ich unterdessen schon fast wieder gesund.

Ich glaube, das ist schon auch ein bisschen wegen Corona. Schwierig.

Ich hatte in den letzten Tagen viel Zeit zum mir Gedanken machen. Ich muss zwar sagen, dass ich mir meistens zwar keine gemacht habe. Zu erschöpft. Aber es gibt schon ein paar Gedanken, die mir in den Kopf kamen…. Zum Beispiel der Gedanke, was passiert, wenn es schlimmer wird und ich ins Krankenhaus muss. Zum einen wäre das natürlich für mich organisatorisch ein nicht machbares Problem, ich bin ja alleinerziehend.
Betr. alleinerziehend kann ich übrigens zu dieser letzten Woche sagen, dass das für mich eine absolute Grenzerfahrung war. Obwohl ich nicht viel machen musste, das Kind schon gross ist und Ferien sind.

Also was wäre, wenn ich ins Krankenhaus müsste und da wäre kein Platz frei und ich könnte nicht behandelt werden? An einer Lungenentzündung könnte man letztendlich durchaus sterben. Das ist so der eine Gedanke.
Der andere und weitaus verstörendere ist, dass ich so einige Menschen kenne, denen sowas am Arsch vorbei geht. Irgendwann muss man ja sterben, Hauptsache es betrifft nicht einen selbst und dann war halt das Immunsystem geschwächt usw. Also wenn es mich treffen würde, gibt es Menschen in meinem Umfeld, die das ganz okay finden würden bzw jedenfalls nicht schlimm, denn irgendwer wird halt einfach geopfert. Ich weiss auch, dass das nichts persönliches gegen mich ist. Es ist einfach eine Einstellung anderen Menschen oder dem Leben gegenüber.
Dieser Gedanke verstört mich jedoch zutiefst und ich muss ehrlich sagen, ich weiss grad noch nicht, wie ich damit umgehen kann oder will.

Jedenfalls habe ich mir aber gesagt, dass ich momentan nicht über sowas nachdenken will. Nicht heute und nicht hier.

Heute ist ein Tag, der schöne Gedanken sehen und mit ihnen in dieses neue, frische Jahr starten will. In ein Jahr, das bestimmt wieder viel Kraft brauchen, uns hoffentlich aber auch Schönes bringen wird.

Ich wünsche es euch und mir. Uns.
Liebe Grüsse.

4. Advent… Sterne zum Leuchten bringen

Heute ist der vierte Advent, bald ist Weihnachten. Ich empfinde die Stimmung nicht als weihnachtlich und friedlich, sondern als gereizt, gehässig und angriffig.
Nicht überall, aber schon an vielen Orten.

Ich habe vor kurzem folgenden Tweet gelesen…

… und ich fand den ersten Satz so schön. Ich glaube, wir sind uns oft nicht bewusst, was wir bei anderen Menschen bewirken, egal ob zum Guten oder zum Schlechten.
Vielleicht hat man nicht für jeden in jeder Lebenslage und zu jeder Zeit ein gutes Wort – einen Stern – den man in dessen Herz legen kann. Völlig okay. Aber muss man denn stattdessen einen zertrampeln, indem man seine eigene momentan schlechte Laune, oder Energie beim andern platziert? Ginge es nicht, einfach nichts zu tun oder zu sagen in diesem Moment? Oder sich vielleicht ein bisschen bewusster zu sein, dass gerade nicht der andere Dunkelheit verbreitet, sondern man selbst?

Manchmal bin ich mir dessen bewusst, wenn mir jemand unfreundlich entgegen kommt. Aber nicht immer. Kommt sehr auf die Situation und auf die eigene Befindlichkeit an. Ich glaube aber schon, dass Menschen, die andere beleidigen oder hässlich zu ihnen sind, das nicht tun, weil der andere ein Arsch ist, sondern weil sie selbst in diesem Moment eins sind und meinen, sich dadurch besser fühlen zu können.
Das hält aber nicht an und so muss dann halt ein anderer dran glauben. Und noch einer und noch einer. Ich würde mal sagen, das ist genau das Prinzip auch von Mobbing. Die innere Unzufriedenheit, Unsicherheit oder Leere mit einem Gefühl zu füllen, das einem befriedigt. Und sich über jemand anderen zu stellen, ist offenbar seit jeher so ein Gefühl.
Es ist aber Symptombekämpfung. Die Ursache bleibt tief drinnen bestehen und verfestigt sich. Und dazu macht man noch einem anderem Menschen das Leben schwer.

Wie dem auch sei. Ich glaube, wir Menschen neigen manchmal dazu, den eigenen Blickwinkel als „the one and only“ anzusehen. Sich mal zum andern zu stellen und in dieselbe Richtung zu schauen, bringt eigentlich noch keinen um und man kann danach ohne weiteres wieder in seine eigenen Fuss-Stapfen stehen, wenn man das wünscht.
Ich glaube auch, dass wir Menschen dazu neigen, uns schnell manipuliert und belogen zu fühlen, wenn wir nicht verstehen, was vor sich geht. Und ich denke, das ist momentan sehr stark der Fall. Wir sind in der Situation, in der wir uns führen lassen müssen und das macht vielen Angst. Es ist eine Situation, die wir als Laien kaum einzuschätzen vermögen und doch haben viele den Anspruch daran und haben eine Meinung zu etwas, von dem sie nichts verstehen. Geht mir ja nicht anders, aber ich bin eigentlich ziemlich bei mir und im Vertrauen.

Auf jeden Fall finde ich, dass wir alle viel mehr Sterne verteilen sollten, damit es heller wird in den einzelnen Menschen, in unseren Häusern und auch auf der Welt.

Das Kind und ich haben heute Plätzchen gebacken und unsern Nachbarn ein Säckchen davon vor die Türe gelegt. Vermutlich freut sich der eine oder die andere ein bisschen darüber und genau in diesem Moment erstrahlt ein neuer kleiner Stern in seinem Herzen. Vielleicht. Ein Versucht hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Ich wünsche euch einen schönen, lichterfüllten 4. Advent.

Der 3. Advent oder ich sitze hier…

Ich sitze hier und schaue in die Welt hinaus. Vermutlich ist es immer so, wenn man sich die Welt anschaut. Man sieht Gutes und man sieht Trauriges. Momentan sehe ich viele Menschen, die ausserhalb ihrer Gewohnheiten leben müssen. Viele Menschen, die unsicher sind, die unzufrieden sind, die sich unfair behandelt fühlen. Ich sehe Menschen, denen es gerade sehr viel leichter fällt, das Haar in der Suppe zu sehen statt die Suppenperlen.

Ich sitze hier und schaue in die Welt hinaus. Und ich denke an ein Mädchen, das heute oder gestern, ich weiss es nicht, seinen Papa an den Tod verloren hat.
Und wenn ich noch weiter in dieselbe Richtung schaue, dann sehe ich tatsächlich drei verschiedene Elternteile, die ich persönlich gekannt habe, die dieses Jahr gestorben sind und nicht nur trauernde PartnerInnen und Angehörige hinterlassen haben, sondern auch ihre Kinder.

Ich finde es schwierig, dort hin zu schauen. Sehr schwierig.
ICH kann wegschauen und mir persönlich tut das besser als hinzuschauen. Es ist dann so, als sei all das gar nicht passiert. Aber das ist dann nur meine Wahrnehmung, weil ich meinen Blickwinkel erträglicher gewählt habe. An der Situation dieser Kinder und Angehörigen ändert sich dadurch nichts, jedenfalls nicht zum Guten. Sie stehen damit höchstens noch ein bisschen alleiner da.

Ich sitze hier und schaue in die Welt hinaus und sehe viel Schlimmes und ich sehe Menschen, die irgendwo anders hinschauen und sagen, das alles passiere gar nicht.

Ich glaube, jede und jeder wählt seinen Blickwinkel genau so, wie es für ihn erträglich ist. Genau so, wie er oder sie es aushalten kann.

Ich persönlich mache das bestimmt nicht anders. Es gibt aber schon Dinge, die mir unangenehm sind und wo ich aber trotzdem hinschauen will. Und das tu ich auch. Vielleicht mach ich das, weil ich resilient like hell bin. Oder vielleicht bin ich so resilient, weil ich nicht wegschaue und deswegen Dinge sehe oder erlebe, die mir oft auch schwer fallen. Ich weiss nicht, wie rum es funktioniert. Aber es funktioniert und ich würde es nicht ändern wollen.

Es ist der 3. Advent und ich schicke Licht in diese Welt hinaus. Licht für alle, bei denen es gerade dunkel ist…

2. Advent – wenn alles brennt

Wenn irgendetwas brennt, wird gelöscht. Das ist wichtig, weil das Feuer sonst um sich greift und immer grösser wird. Und zwar nicht nur, bis das Feuer nicht mehr sichtbar ist, bis keine hohen Flammen mehr wüten. Da hört man nicht auf zu löschen, bis auch der allerletzte Funke im Wasser und Lösch-Schaum ertrunken ist. Wenn man vorher aufhört, wird der Funke wieder zur Flamme und die Flamme wieder zum Brand. Ich glaube, die Feuerwehr überwacht auch eine komplett gelöschte Brandstelle noch eine ganze Weile, um ein erneutes Aufglühen und eine wiederholte bzw noch grössere Katastrophe zu verhindern.
Wenn ein Feuer für eine längere Zeit nicht gelöscht werden kann, weil es zu gross und ausser Kontrolle geraten ist, wie es zB bei Waldbränden der Fall ist, dann wird präventiv gearbeitet, um die weitere Ausbreitung möglichst zu verhindern und nahestehende Häuser und Gebiete zu schützen.

Es macht auch durchaus Sinn, wenn es dort brennt, wo es nicht brennen soll, aufzuhören Holz nachzulegen oder mit Zündhölzern zu spielen. Brennbare oder explosive Materialien werden weg transportiert und irgendwo deponiert, wo sie sicher sind.
Es macht Sinn, nicht in die Nähe des Feuers zu gehen, weil es da heiss und die Luft schlecht ist und man Gefahr läuft, vom Feuer erfasst zu werden. Ausserdem möchten wir der Feuerwehr weder im Weg herum stehen, noch ihre geschätzte Arbeit erschweren.

Es macht also durchaus Sinn, sich nicht in die Nähe des Brandes zu begeben und wenn es unumgänglich ist, den Anweisungen der anwesenden Fachpersonen, zB. Polizei oder Feuerwehr Folge zu leisten, um weder sich selbst noch andere in Gefahr zu bringen.
Die brandlöschenden Fachpersonen tragen Schutzkleidung und sind dementsprechend ausgerüstet und auch ausgebildet.

Man sollte meinen, all das sei logisch und leuchte allen ein. Aber das stimmt gar nicht. Bei jedem Unfall oder jedem Brand sammeln sich zT unzählige gaffende Menschen an, die nicht nur die Arbeit der Einsatzkräfte behindern, sondern sich oder andere noch zusätzlich in Gefahr bringen mit ihrem Verhalten.


Das sind meine Gedanken zum Zweiten Advent. Ich wünsche euch einen schönen.

Der Sturm

Jede und jeder von uns wohnt in einer Kugel aus Glas. Von Zeit zu Zeit wird sie geschüttelt und alles was darin nicht befestigt ist, fliegt in der Kugel herum. Wir stehen mitten drin und versuchen stehen zu bleiben, uns irgendwo festzuhalten, aber es ist schwer.
Manche Stürme sind nur klein, sie beruhigen sich schnell wieder, ohne dass ein grösserer Schaden entsteht. Er geht einfach vorüber und wir machen dort weiter, wo wir stehen geblieben sind.

Manchmal aber schüttelt und rüttelt es so stark, dass auch das Festhalten und auf beiden Füssen gut auf dem Boden stehen nichts mehr hilft.
Es ist das Schicksal, irgendwelche Gegebenheiten, Gedanken oder ein anderer Mensch, der das Glas dann in den Händen hält und dafür sorgt, dass ein heftiger Sturm aufkommt in unserem sonst so sicheren, kleinen Glas. Es kann sogar geschehen, dass das Glas umkippt oder gar runter fällt. Und wir mit ihm.

Und irgendwann wird es wieder stiller. Dann versuchen wir, uns zu beruhigen und unser Leben, das uns gerade um die Ohren fliegt, noch dazu. Versuchen, aufzustehen. Uns zu orientieren. Versuchen, zu retten, was zu retten ist. Versuchen, zu überleben.
Und alles andere verschwimmt in diesem Moment und wird unwichtig. Überleben braucht unsere gesamte Energie und noch viel mehr dazu.

Während wir in unserer kleinen Glaskugel im tobenden Sturm stehen oder liegen, sieht sie von aussen aus wie immer. Das ist das Gute daran und das ist das Schlechte daran.

Niemand weiss, was drinnen vor sich geht.
Niemand ahnt etwas.
Niemand hört etwas.

Das Leben in den andern Kugeln geht weiter wie immer.

Das Denken wir zumindest, denn auch wir sehen die andern Kugeln nur von aussen, scheinbar heil und perfekt…
Wir wissen nichts.
Wir hören nichts.
Und wir ahnen nichts. Nichts von andern Stürmen.

Das einzige, was dagegen hilft ist, dass wir uns gegenseitig davon erzählen.