Der Sturm

Jede und jeder von uns wohnt in einer Kugel aus Glas. Von Zeit zu Zeit wird sie geschüttelt und alles was darin nicht befestigt ist, fliegt in der Kugel herum. Wir stehen mitten drin und versuchen stehen zu bleiben, uns irgendwo festzuhalten, aber es ist schwer.
Manche Stürme sind nur klein, sie beruhigen sich schnell wieder, ohne dass ein grösserer Schaden entsteht. Er geht einfach vorüber und wir machen dort weiter, wo wir stehen geblieben sind.

Manchmal aber schüttelt und rüttelt es so stark, dass auch das Festhalten und auf beiden Füssen gut auf dem Boden stehen nichts mehr hilft.
Es ist das Schicksal, irgendwelche Gegebenheiten, Gedanken oder ein anderer Mensch, der das Glas dann in den Händen hält und dafür sorgt, dass ein heftiger Sturm aufkommt in unserem sonst so sicheren, kleinen Glas. Es kann sogar geschehen, dass das Glas umkippt oder gar runter fällt. Und wir mit ihm.

Und irgendwann wird es wieder stiller. Dann versuchen wir, uns zu beruhigen und unser Leben, das uns gerade um die Ohren fliegt, noch dazu. Versuchen, aufzustehen. Uns zu orientieren. Versuchen, zu retten, was zu retten ist. Versuchen, zu überleben.
Und alles andere verschwimmt in diesem Moment und wird unwichtig. Überleben braucht unsere gesamte Energie und noch viel mehr dazu.

Während wir in unserer kleinen Glaskugel im tobenden Sturm stehen oder liegen, sieht sie von aussen aus wie immer. Das ist das Gute daran und das ist das Schlechte daran.

Niemand weiss, was drinnen vor sich geht.
Niemand ahnt etwas.
Niemand hört etwas.

Das Leben in den andern Kugeln geht weiter wie immer.

Das Denken wir zumindest, denn auch wir sehen die andern Kugeln nur von aussen, scheinbar heil und perfekt…
Wir wissen nichts.
Wir hören nichts.
Und wir ahnen nichts. Nichts von andern Stürmen.

Das einzige, was dagegen hilft ist, dass wir uns gegenseitig davon erzählen.

1. Advent – Wünsche, Gedanken und Zwi schen r äu me

Wir haben die erste Adventwoche des zweiten speziellen Jahres, um es so zu sagen. In dieser Zeit bis zu Weihnachten wird es draussen richtig kalt, bei uns ist letzte Nacht der erste richtige Schnee gefallen. Wir sind gern drinnen in der Wärme, sorgen für helles Licht und langsam kommt ein kleines bisschen Weihnachtsstimmung auf.
In dieser Zeit wünschen wir uns gerne stille Momente, die schön sind, Besinnlichkeit und Frieden. Wir wünschen es uns und lassen uns dann doch vom hektischen Treiben des Lebens mitreissen.

Jedes Jahr und auch in diesem. Es war wieder kein einfaches, wie schon das letzte und die Hoffnung auf ein 2022 ohne Covid hat sich irgendwie auch bereits verabschiedet. Covid ist das eine schwierige Ding, mit dem wir wohl oder übel für eine unbestimmte Zeit leben müssen. Wie die Menschen damit umgehen und was es aus aus ihnen – aus uns – macht, ist das andere. Ich denke nicht, dass Corona die Menschen spaltet und Unmut streut, sondern die Menschen selber das tun. Zusammenhalt und Miteinander, Einigkeit und Vertrauen ist im Kleinen schon nicht immer einfach (zB in kleinen Teams wie Ehepaaren, Familien, in der Arbeit, Freundeskreis usw), wie können wir denn ernsthaft davon ausgehen, dass das im Grossen klappen soll? Also alle Einwohner einer Stadt, eines Landes, von ganz Europa oder sogar der ganzen Welt?

Es wird viel gemalt momentan. Vor allem schwarz. Menschen lassen sich leiten von negativen Gefühlen, von Missmut, Angst und Misstrauen. Schwarz überfärbt immer alles. Ein Bild kann noch so bunt und leuchtend sein, wenn jemand nur ein paar Tupfer schwarze Farbe darauf spritzt, verläuft alles ineinander und wird zu einer bräunlich-schwarze Sauce. Und in der befinden wir uns mit unserem Kopf momentan grad ziemlich oft. Schwierig, darin die bunten Farben zu sehen. Schwierig, darin mit den Gedanken zur Ruhe zu kommen. Schwierig, darin klar zu sehen.

Manchmal scheint es mir, es sei nicht mal mehr nur schwarz und weiss, sondern nur noch schwarz. Different shades of black sozusagen. Aber gibt es die überhaupt?
Klar gibt es Momente, wo die Extreme zählen, wo es nur Ja oder Nein gibt oder nur Das oder Jenes.

Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.
Francis Picabia (zw. 1910 und 1915)

Sehr oft im Leben ist es das Dazwischen, was wichtig ist, was wirklich zählt. Die Zwischenräume, die wir xbeliebig mit unserem Leben und unseren bunten Farben, unseren Ideen, unserer Persönlichkeit und unserer Vielfalt füllen dürfen und auch sollen.
Der Zwischenraum zwischen Entstehung und Tod heisst Leben.

Wie auch immer.
Jedenfalls wünsche ich euch und mir eine angenehme erste Adventwoche, frohe Gedanken, Zuversicht und einen liebevollen Umgang miteinander. Vielleicht wird so dann auch das mit dem Frieden und der Liebe etwas, wer weiss…

Trauer.



Manchmal überlege ich mir, welches das schlimmste Gefühl von allen ist und ich glaube, es ist die Trauer.

Andere Gefühle können auch schlimm sein, ich weiss. Und ganz bestimmt hat jeder Mensch sein ganz persönliches Gefühl, welches ihn zu Tode triggert. Ich glaube, bei ganz vielen ist es die Angst bzw irgendeine Art von Angst, denn es gibt ja unzählige.
Bei mir ist es die Trauer. Und vielleicht ist auch sie mehr oder minder entfernt sogar mit der Angst verwandt.
Die Trauer ist so ein richtiges Scheiss-Gefühl. Wenn sie da ist, ist sie so hoffnungslos und so tief in uns drin. Ich würde behaupten, dass die Trauer das intensivste Gefühl ist, neben der Liebe vielleicht. Sie wird uns zugefügt und bleibt dann erstmal für eine ganze Weile. Eiskalt und schwer sitzt sie wie so’n Klumpen auf unserem Herzen. So dass unser Herz richtig weh tut und uns das Atmen schwer fällt.
Ich verstehe die Trauer nicht so gut. Ich weiss, warum sie da ist und ich weiss auch, was es benötigt, dass sie irgendwann weniger wird. Aber verstehen tu ich sie nicht. Sie ist doch eigentlich im Kopf, wie alles andere auch und doch fühle ich sie mehr im Herzen als im Kopf.


Trauer ist auch etwas anderes als Traurigkeit.
Ich glaube, Traurigkeit ist auch schlimm. Sie wird von Ereignissen ausgelöst und verschwindet dann aber auch zeitnah wieder, womit sich die Trauer hingegen ziemlich viel Zeit lässt.
Sie wird ausgelöst durch die Erfahrung von existenziellen Verlusten. Also von Verlusten, die unser Leben so sehr beeinflussen oder durcheinander werfen, dass es uns aus den Socken haut. Trauer kann ganz tiefe Traurigkeit auslösen, Ängste und Vermissen bzw. wohl meistens gleich alle drei zusammen. Und zwar in einer Intensivität, die kaum auszuhalten ist, besonders am Anfang.

Trauer verbinde ich vor allem mit Todesfällen. Mit einem Verlust, wie oben geschrieben. Damit, dass ein Mensch oder ein Wesen, das wir lieben oder zumindest mögen, mit dem wir auf irgendeine Art verbunden sind und das ein fester Bestandteil unseres Lebens ist, aus dem Leben gerissen wird. Aus seinem und damit auch aus unserem. Das hinterlässt eine Lücke, die sich mit Schmerz fühlt.

Es ist schwer auszuhalten, wenn jemand fehlt.
Ich habe manchmal das Gefühl, dass jedesmal, wenn ein nahestehendes Wesen stirbt, ein Teil der Trauer, die man in der Vergangenheit erlebt und eigentlich als bewältigt betrachtet hat, sich auch wieder ein wenig aufwölbt und zusammen mit den ganz frischen Gefühlen nochmals auflebt. Aufbebt.


Es gibt da eigentlich nicht so wirklich vieles, was hilft. Wenn man jemanden kennt, der trauert, dann würde man ihm am liebsten all den Schmerz abnehmen und ihn wieder glücklich sehen. So geht es mir zumindest. Ich finde auch das schwer auszuhalten. Zu sehen und in etwa zu wissen, welchen Schmerz der andere gerade fühlt… Aber es nützt ja nichts. Jeder muss da für sich selber einfach durch. Mit Hilfe oder ohne. Hilfe unterstützt, nimmt aber nichts weg, wie das halt immer so ist.

Ich habe diese Woche weinend zu der Tierärztin gesagt, die mein Meerschweinchen erlöst hat, dass ich damit einfach nicht so gut umgehen kann. Weil ich mich geschämt habe, dass ich weine.
Beim nach Hause fahren kam ich an einem Haus vorbei von dem ich wusste, dass da vor kurzem eine Frau gestorben ist, die ihren Mann und (erwachsene) Kinder hinterlassen hat. Und ich dachte an einen Bekannten, der vor nicht zu langer Zeit sehr schnell gestorben ist und noch relativ kleine Kinder hinterlassen hat. Und ich habe mich fast geschämt für meine Tränen um ein Tier, als ich an diese Menschen gedacht habe.
Aber ich weiss, das ist nicht vergleichbar. Einen Menschen zu verlieren ist total etwas anderes. Ich habe es auch erlebt.
Man muss es nicht miteinander vergleichen. Es sind unterschiedliche Situationen.


Und dennoch war ich am Dienstag sehr aufgelöst und bin auch heute noch traurig. Nur schon der Entscheid des Erlösens und dann mit dem Tierchen auf dem Arm zu warten, bis es gestorben ist… Ich finde das wirklich sehr schlimm. Und er fehlt. Uns und ganz offensichtlich auch der kleinen Meerschweinchen-Bande. Dass sie trauern, das finde ich auch nicht ganz einfach. Da kann man irgendwie nichts machen, die verstehen das alles doch gar nicht, das ist einfach so. Es braucht Zeit.

Später am Dienstagabend, als ich zuhause weiter weinte, habe ich mir weitere Gedanken darüber gemacht und ich bin zum Entschluss gekommen, dass ich damit total normal umgehe, denn trauern ist eine sehr persönliche Sache und jeder tut es auf seine Art und Weise. Da gibt es nichts zu werten oder zu beurteilen. Und weinen ist kein Zeichen, dass man damit nicht umgehen kann, sondern es ist einfach ein Zeichen dafür, dass man traurig ist. Dass das Herz so voll und so schwer ist.

Ein paar Tage später nun glaube ich, dass ich eigentlich sogar recht gut damit umgehen kann. Ich kann mich meiner Trauer stellen. Wie in jeder anderen Situation bin ich der Meinung, ich muss da einfach durch, ausweichen ist kontraproduktiv. Ich würde das auch jedem raten. In jeder Lebenslage.

Trauern ist ein Gefühl in unserer unendlich weiten Gefühlspalette und es gehört dazu wie jedes andere. Es ist nicht das Ziel, es irgendwann nicht mehr zu spüren, wenn jemand stirbt, um dann sagen zu können, man könne damit gut umgehen. Man kann damit nicht besser umgehen, wenn man nicht weint oder ausweicht und seine Trauer andern nicht zeigt.
Es ist das Ziel, es zulassen zu dürfen. Das finde ich zumindest.

Schlussendlich sind wir alle irgendwann in unserem Leben Trauernde. Und das nicht nur einmal im Leben.
Ich wünsche euch allen viel Kraft dabei, wenn sie bei euch ist, die Trauer. Es braucht viel Zeit, aber sie wird sich wieder zurück ziehen und schöne Erinnerungen und Licht hinterlassen, irgendwann. Sie hat gutes Sitzleder, es braucht Geduld.

Alles und ganz viel Glück unter einen Hut bringen

Ich habe in der letzten Zeit immer wieder Situationen erlebt, in denen ich mir Gedanken gemacht habe darüber, was es bedeutet, im Leben erfolgreich zu sein. Es geschafft zu haben, wie man so schön sagt.
Aber was ist dieses „ES“ denn eigentlich? Das grosse Glück, die grosse Liebe, Attraktivität, Gesundheit, Arbeit, Heirat, Kind, Haus, Boot, Reisen, Golf spielen, Freunde haben, Geld haben oder was eigentlich?

Ich bin unterschiedlichen Menschen begegnet, die bei mir diese Fragen ausgelöst haben. Aus meiner Sicht aus betrachtet, so perfekt und sorglos, fast ein bisschen glitzernd. Aber ist das alles das, was sie sich gewünscht hatten oder wünschen sie sich noch mehr oder gar anderes?
Manchmal sieht so ein Menschenleben von aussen so perfekt, so schön aus, aber ob der Mensch selbst das auch so empfindet, weiss man nicht.

Jedenfalls habe ich über mein Leben nachgedacht.
Und ich glaube, dass dieses Erfolgreich Sein bei jedem wohl etwas anderes sein kann. Und dass Begriffe wie Glück, Zufriedenheit, Erfolg, Geborgenheit und Liebe von Person zu Person unterschiedlich definiert und noch unterschiedlicher gefüllt werden. Je nach Situation, je nach Charakter und Möglichkeiten und ich glaube auch, je nachdem, was diese Person in der Vergangenheit erlebt hat.
Aus dem was uns fehlt, formt sich das was wir suchen und anstreben, würde ich sagen. Vielleicht.
Ich glaube, das Glück – was auch immer es ist – ist für ganz viele Menschen etwas weit Entferntes und nie Erreichtes und nur die ganz besonders Glücklichen realisieren, dass sie bereits davon umgeben und mittendrin sind.

Ich weiss aber nicht, ob das Glück und das Glücklich Sein dasselbe ist wie im Leben etwas erreicht zu haben. Bestimmt nicht für alle. In unserer Gesellschaft hat „erfolgreich sein“ ja auch ganz viel mit materiellen Dingen zu tun. Damit, diese Dinge für sich zu geniessen, aber auch damit, andern zu zeigen, dass man diese Dinge hat. Das gibt einem ein gutes Gefühl. Aber auch damit, dass materieller Reichtum uns ganz, ganz viel Sicherheit und Unbeschwertheit vermitteln kann.
Und doch sagt man, Geld allein mache auch nicht glücklich.
Aber was denn noch? Liebe? Geborgenheit? Freiheit? Sorglosigkeit?
All diese Begriffe bedeuten für jede etwas anderes.
Für den einen bedeutet Glück, eine Familie zu haben, für den andern bedeutet es, gesund zu sein und für wieder einen andern ist es das grosse Glück, in der Welt herum zu reisen und ein anderer sieht sein grosses Glück im erfolgreich sein im Job.
Für die eine bedeutet Geborgenheit, sich in ihrer Wohnung sicher und wohl zu fühlen, für jemand anderer bedeutet es, zu jemandem zu gehören, sich geliebt zu fühlen.
Dasselbe mit Sicherheit. Wir können nahestehende Menschen als Sicherheit empfinden, Geld oder was auch immer. Wir hier haben bestimmt eine ganz andere Definition von Sicherheit, verglichen mit zB einer Frau in Afghanistan, die Angst haben muss, getötet zu werden, wenn sie ihr Haus verlässt oder auch wenn sie es nicht verlässt.
Und ich glaube, fast noch unterschiedlicher ist es mit der Liebe. Wir lieben aus unterschiedlichen Gründen und Bedürfnissen heraus genau die Person, die wir lieben. Und auch wenn wir nicht lieben, hat das seine Gründe. ZB kann Sicherheit ein Grund zum Lieben, aber auch zum Alleine bleiben sein, je nachdem welche Erfahrungen man gemacht hat. Liebe ist sehr vielschichtig.

So habe ich mich vor einiger Zeit mit einer alten Freundin seit langem wieder getroffen und unterhalten und das war sehr spannend. Sie führt seit ein paar Jahren ein Leben, das kann man sich als „normaler Mensch“ kaum vorstellen. Sie hat alles, was ich nicht habe, wenn man das so pauschal sagen kann und ich habe alles, was sie nicht hat. Ich hatte im Gespräch ganz unterschiedliche Gedanken und Gefühle und eines davon war, dass ich ihr ihr Glück (ich hoffe dass es das ist) von Herzen gönne. Zum andern habe ich gemerkt, dass ich nicht mehr so mag von mir erzählen, weil neben ihren Erzählungen mein Leben sehr erbärmlich ausgesehen hat. Aber das ist okay, ich fand es interessant zuzuhören und zu staunen.

Nach diesem Nachmittag bin ich nach Hause gefahren und habe mir echt viele Gedanken gemacht. Ich hatte ganz fest das Gefühl, dass sie genau das gefunden hat, erreicht hat, was sie sich total gewünscht hat immer. Um ehrlich zu sein, habe ich mir auch überlegt, ob ich neidisch bin. Und gemerkt, dass ich es nicht bin. Das was sie hat, macht sie sehr happy. Mich würde es wohl entlasten und mir viele, viele Sorgen und Gedanken nehmen, aber MEIN Leben wäre das nicht.
Und so habe ich in diesen Gedanken realisiert, dass ich glücklich bin mit meinem Leben. Ja, wirklich. Glücklich. Dass ich andern ihr Glück und ihr Leben gönnen kann und ich meines mit allem drum und dran liebe. Ich glaube, das war meine persönliche Erkenntnis dieses Jahres. Ich finde es gut so wie es ist und ich liebe es.
Es ist zuweilen etwas anstrengend, zugegeben. Ich muss meine Energie immer wieder sehr gut einteilen und komme trotzdem immer mal wieder an meine Grenzen auf ganz verschiedenen Ebenen. Ich weiss, dass das noch ein paar Jahre so sein wird und in die Ferien fahren irgendwohin nicht in Frage kommen wird. Es ist wie es ist. Und man hat was man hat. Nicht mehr und auch nicht weniger. Auch zuhause kann ich mir kleine Oasen schaffen.
Und es gibt auch Momente, da fühle ich mich allein, obwohl ich so ziemlich gar nie allein bin. Diese Momente hatte ich früher öfter, jetzt nur noch ganz selten. Vermutlich dann, wenn ich nur noch wenig Kraft habe und mir wünschte, mir würde jemand beim Tragen helfen.

Ich habe mich grad diese Woche mit einer Frau unterhalten, die vor Jahren ihre vier Kinder, eins davon mit einer Einschränkung, allein aufgezogen hat. Sie hat gesagt, dass sie dieses Allein-Gefühl sehr ausgeprägt hatte und das während der ganzen Zeit sehr schwer gefunden hat. Ich kann das gut nachvollziehen, obwohl es mir nicht ganz so geht. Aber den Gedanken „es gibt auf dieser Welt niemanden (ausser mein Kind natürlich, aber das ist etwas anderes), der mich liebt“, den kenne ich auch. Ich mag ihn nicht. Aus diesem Grund vermeide ich ihn so gut es geht. Klappt ganz gut.

Es wird immer wieder Momente geben, in denen ich mich in Gesellschaft irgendwie als Aussenseiterin fühle. Ich muss das nicht, ich weiss, aber manchmal ist es halt trotzdem so.
So habe ich vor ein paar Wochen in einem Gremium an einer Sitzung teilgenommen, wo jede und jeder sich zuerst mal vorgestellt hat. Dabei haben sie auch ihren Partner bzw. ihre Partnerin erwähnt und ich war da die einzige Alleinerziehende und Alleinstehende. Ich bin mir blöd vorgekommen und ich habe mich geschämt in diesem Moment. Weil ich in diesem Moment dachte, dass ich so ziemlich alles, was ich in meinem Leben erreicht hatte bisher, verloren habe. Die andern sind daran nicht schuld, diese Gedanken werden in mir selbst ausgelöst durch die Auseinandersetzung mit mir und meiner neuen Rolle zuhause und auch in der Gesellschaft. Mit der zuhause habe ich mich gut arrangiert. Mit der in der Gesellschaft noch nicht so ganz, denn das ist schon schwieriger. Man ist als Alleinerziehende wohl sehr damit beschäftigt zu funktionieren, zu arbeiten, zu haushalten, zu erziehen, Geld zu verdienen, möglichst flexibel zu sein, dass man keine Zeit dafür hat, sich für sich und andere Alleinerziehende stark zu machen. Deswegen ist man mit seinen Themen allein, obwohl es so viele Alleinerziehende gibt. Aber das sind wieder andere Themen.

Ich glaube jedenfalls, dass es notwendig ist, sich diese Gedanken zu machen Die Gedanken, was uns glücklich macht und was wir im Leben erreichen und leben möchten, denn die Zeit läuft und läuft und kommt nie mehr zurück. Es ist gut, auf dem Weg zu sein und ein Ziel im Auge zu haben…
Und das ganz persönliche kleine oder grosse Glück im Alltag zu sehen und zu geniessen. Ich probiere das auch. Es gelingt manchmal schon ganz gut.









Wir werden geboren…

Wir werden geboren, versuchen allen Erwartungen gerecht zu werden und…

Wir werden geboren, suchen jeden Tag dreimal unsere Autoschlüssel und…

Wir werden geboren, verschlafen ein Drittel unseres Lebens und…

Wir werden geboren, verlieren im Verlaufe des Lebens unser Lachen immer mehr und…

Wir werden geboren, gebären 1,75 Kinder und freuen oder ärgern uns über die und…

Wir werden geboren, möchten ewig jung bleiben, aber dann doch möglichst alt…

Wir werden geboren, posten 6548 Fotos auf Instagram und…

Wir werden geboren, erkranken an Krebs und sind viel zu jung, wenn wir…

Wir werden geboren, realisieren irgendwann, dass wir nun alt sind und…

Wir werden geboren, sagen „schlafen kann ich wenn ich tot bin“ und…

Wir werden geboren, verbringen durchschnittlich 2,5 Jahre unserer Lebenszeit im Auto und…

Wir werden geboren, bilden uns aus und weiter, um unwissend zu…

Wir werden geboren, denken zu oft „halt die Fresse“ und…

Wir werden geboren, sorgen uns um Nichtigkeiten, die nie eintreffen und…

Wir werden geboren, versuchen aktiver zu werden und gleichzeitig zur Ruhe zu kommen und…

Wir werden geboren, verbringen Jahre in unglücklichen Beziehungen und realisieren es, wenn wir…

Wir werden geboren, wollen alles erleben und die ganze Welt sehen, vergessen wie schön unser Zuhause ist und…

Wir werden geboren, sparen unser ganzes Leben lang, um dann zu…

Wir werden geboren, streiten uns, vergessen warum und bereuen alles, wenn wir…

Wir werden geboren, arbeiten zuviel, sind gestresst und verlieren die Nerven und…

Wir werden geboren, fühlen uns unfair behandelt und eingeschränkt und…

Wir werden geboren, wollen hoch hinaus und mit den Füssen auf dem Boden zu bleiben, bis wir sterben…

Wir werden geboren, finden die Liebe und Freunde, um sie irgendwann trauernd zurück zu lassen / zurück gelassen zu werden und…

Wir werden geboren, sammeln allerlei, entsorgen alles wieder und…

Wir werden geboren, trinken zuviel Kaffee und…

Wir werden geboren, verbringen unser Leben und Aufräumen und Putzen und…

Wir werden geboren, lassen andere im Stich, werden allein gelassen und sterben…

Wir werden geboren, schauen Netflix-Serien, könnten die allerletzte nicht zu Ende gucken und…

Wir werden geboren, leben forever back in the 80s und…

Wir werden geboren, suchen unser ganzes Leben lang, um gefunden zu werden und…

Wir werden geboren, klagen im Winter über die Kälte und im Sommer über die Hitze und…

Wir werden geboren, suchen überall WLAN und…

Wir werden geboren, machen Erinnerungen und bleiben so am Ende noch ein wenig hier, wenn wir…

Wir werden geboren, wundern uns und…

Wir werden geboren, sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht und…

Wir werden geboren, finden unser eigenes Schicksal das härteste und…

Wir werden geboren, sind mit uns unzufrieden und…

Wir werden geboren, nörgeln rum und…

Wir werden geboren, arbeiten zuviel und…

…sterben

Oder wir werden geboren,
gestalten unser Leben selbst,
sind so oft es geht, glücklich,
fokussieren uns auf das Schöne,
lösen Probleme und steigen über Steine,
bauen keine Mauern, sondern einander auf,
kreieren allerlei,
finden andere Ansichten interessant,
helfen einander,
hinterlassen leuchtende Spuren in andern Herzen

und sterben irgendwann.

Herzen bauen keine Mauern

Ich möchte behaupten, es lebt sich entspannter und viel glücklicher, wenn man sich vom Negativen so gut es geht fern hält und das Leben mit Blick auf das Positive geht. Einfacher scheint es im ersten Moment nicht immer, aber ich glaube, das ist zum Teil auch Übungssache, wie so manches andere auch.

Wir Menschen machen unsere Erfahrungen, positive wie negative oder um es weniger wertend zu sagen, solche und solche. Die positiven nehmen wir so gern als gegeben und selbstverständlich an, wir vergessen schnell und gehen weiter im Glauben, dass das normal ist so. Die Erfahrungen, die uns jedoch traurig machen, erschüttern, die Angst machen oder enttäuschen, die bleiben in unseren Köpfen für eine sehr lang Zeit stecken, versinken in unser Gedankengut und verfestigen sich. Als Folge davon werden wir im Umgang mit andern vielleicht vorsichtiger, wir vertrauen weniger schnell, wir sind voreingenommen und dadurch schränken wir uns und auch andere ein. Das ist ja auch ganz normal, denn man lernt ja aus seinen Erfahrungen. Gut so, denn das ist schlussendlich nichts anderes als Selbstschutz.

Schlussendlich ist es aber tatsächlich so, dass eine oder zwei oder vielleicht auch fünf oder sechs schlechte Erfahrungen zB mit Männern zwar sehr verletzend sind und einem in seinen Grundsätzen und -mauern bis ins Tiefste erschüttern können, aber trotzdem nicht auf alle bezogen werden können.
Kennt man einen, kennt man alle. So ist das nämlich nicht. Kennt man einen, kennt man eben halt nur den einen. Dasselbe ist auf sämtliche andere Erfahrungen, die man macht, übertragbar.
Ich habe mit diesem Text schon vor ein paar Tagen begonnen und lustigerweise hat mich gestern Morgen jemand im Gespräch gefragt, was meine Trennungs-Erfahrung mit mir gemacht habe betr. Männerbild. Ob ich zur Männerhasserin geworden bin, wie man es manchmal von Frauen hört (und umgekehrt von Männern vielleicht genauso). Und nein, das bin ich tatsächlich nicht. Aber schon zurückhaltend(er), kritischer und nicht mehr so begeisterungsfähig wie vielleicht vor 20 Jahren. Das muss aber nicht unbedingt die Erfahrung sein, vielleicht liegt es auch an meinem Alter. Und wenn ich komische Erfahrungen mit komischen Männern mache, ist es mir auch immer bewusst, dass das nur dieser eine Mann ist und dass andere nicht in diese Schublade passen. Ich tendiere in keinem meiner Denk- und Meinungsbereiche zur Verallgemeinerung oder Radikalisierung.

Und trotzdem prägen uns Erfahrungen natürlich. Schlussendlich alle. Ich wäre eigentlich dafür, wenn es um Erfahrungen geht, die Wertung „positiv“ oder „negativ“ wegzulassen, denn es sind ja einfach nur Erfahrungen, aus denen unser ganzes Leben besteht. Da gibt es sooo vieles, was zwischen gut und schlecht liegt.
Erfahrungen können noch so schlecht und niederschmetternd sein, am Ende kommts drauf an, was man daraus macht. So eine Erfahrung ist ja meist auch nur eine Momentaufnahme, den weiteren Verlauf bestimmen sehr oft wir selbst. Eine äusserst positive Erfahrung, ein grosses Glück kann sich unter Umständen ganz schnell in Luft auflösen und eine sehr schlechte Erfahrung kann uns eventuell auf einen Weg führen, auf dem wir schöne Erfahrungen machen, die wir ohne diese nicht gemacht hätten.
Ich würde behaupten, meine Erfahrungen waren wirklich nicht alle willkommen und auch nicht alle notwendig. Schlussendlich haben sie mich reich (an Erfahrung) und irgendwie reifer gemacht. Und halt zu dem, was oder wer ich bin. Das kann man gut oder schlecht finden, aber für mich ist das ganz okay so. Dass nicht alle Erfahrungen so wunderbar waren wie man es sich wünschen würde, hat mich mental stärken lassen.
Ich glaube, das geht nicht allen so, ich weiss nicht woran es liegt. Es gibt Menschen, die zerbrechen an Erfahrungen, werden mürbe oder verbittert, verschliessen sich oder werden krank. Ich weiss nicht, ob man diesen Vorgang selbst steuern kann oder ob die Fähigkeit des „Vorwärts schauens und das Beste draus machens“ einem im die Wiege gelegt wird oder geübt werden kann. Fakt ist, dass nicht alle dieselben Voraussetzungen mitbekommen und zwar auf verschiedenen Ebenen, zB kognitiv, psychisch, physisch, familiär. Das ist nicht zu werten. Das was man mitbekommt ist sozusagen die Starthilfe und dann kommt man selbst zum Zug, auch wieder jeder mit unterschiedlichen Möglichkeiten und auch unterschiedlichen Auslegungen von Eigenverantwortung.

Egal für welchen Weg man sich entscheidet – und das ist schlussendlich jedem selbst überlassen – ich finde es schade, wenn sich jemand für den lebenslangen Tunnel entscheidet. (Und ich bin mir durchaus bewusst, dass diese Entscheidung nicht jedem zur freien Verfügung steht.) Es ist viel schöner, wenn auch anstrengend, sich immer wieder einen Ausgang zu suchen, sich aus Krisen zu erheben und dran zu wachsen. Ich glaube, das ist eine Art von Freiheit.
Es ist viel schöner, die Mauern, die das Gehirn baut, gleich selbst wieder abzureissen, bevor sie zu hoch und zu dick werden und offen zu bleiben. Denn nur so ermöglicht man sich ganz viele weitere Erfahrungen – wiederum jeglicher Art, aber auch ganz bestimmt mit dieser Grundeinstellung auch viele, viele schöne.

Man sagt so oft, dass man sich eine Mauer ums Herz herum aufbaut, um sich zu schützen.
Aber ich glaube, Mauern baut man sich im Kopf, aber nie im Herzen.



Wenn mir etwas Schlimmes passiert…

Wenn mir etwas Schlimmes passiert, hilft es mir, zu wissen, dass ich nicht allein und auch nicht die einzige bin, der sowas passiert. Deswegen finde ich es wichtig, einander davon zu erzählen. Ich würde behaupten, dass in 99% der Fälle der Erzähler vom Zuhörer nichts anderes erwartet, als dass er zuhört. Im besten Fall äussert er vielleicht sein Verständnis, sagt etwas Liebes, umarmt den Erzähler oder nickt, irgendwie sowas. Je nachdem in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen. Und in 99% aller Fälle erwartet der Erzähler vom Zuhörer nicht das, worüber sich dieser tausend Gedanken macht und was ihn so sehr überfordert, nämlich dass er die Situation des Erzählers besser machen, sein Problem lösen soll.

Wenn mir etwas Schlimmes passiert, hilft es mir zu wissen, dass genau das zu meinem Leben gehört und dass ich es überstehen und im besten Fall daran reifen werde. Es hilft mir auch zu wissen, dass auch so mancher Kelch mit noch viel schlimmerem Inhalt an mir vorbei gegangen ist.
Ich sehe Menschen, die solche Kelche in den Händen halten oder gehalten haben und ich empfinde immer wieder sehr viel Mitgefühl und auch Respekt davor, dass und wie sie das meistern.

Wenn mir etwas Schlimmes passiert, hilft es mir zu wissen, dass mir viel mehr Gutes als Schlimmes passiert.




Es ist unnötig, ein Arschloch zu sein.

Das Leben ist nicht immer einfach. Für niemanden. Auch wenn wir positiv eingestellt sind und uns nicht so schnell unterkriegen lassen von irgendwelchen Dingen, kann es passieren, dass wir irgendwo anstehen und etwas schwierig oder gar problematisch finden. Das ist ganz normal. Ein Leben ohne so etwas, das gibt es nicht. Und wer das behauptet, dem glaube ich das echt nicht. Der macht sich etwas vor.

Nun gibt es aber Dinge, die wir weniger beeinflussen können, die das Leben und die Umstände – Schicksal, Zufall, Glück, Pech – uns einfach mit auf den Weg geben oder uns irgendwo auf dem Weg vor unsere Füsse legen. Dann macht man entweder einen Bogen drum herum, kraxelt drüber ohne es gross zu beachten oder man beseitigt dieses Ding step by step und das ist oft anstrengend. Auf einer Skala von „ein bisschen“ bis „wahnsinnig anstrengend“ kann das alles sein. Und dann geht man weiter, mehr oder weniger erschöpft, enttäuscht, geschwächt. Oder vielleicht stolz, gestärkt und freudig, je nachdem was der Brocken war, wie man ihn sieht und was man aus der Erfahrung macht.

Bis wir früher oder später über einen weiteren stolpern.

Und dann gibt es die Brocken, die einem nicht das Leben, sondern andere Menschen vor die Füsse werfen. Wenn wir uns vorstellen, dass wir alle an einem riesig grossen Mobile hängen. Alle irgendwie mit diesen Fäden miteinander verbunden sind, wenn auch nicht direkt. Dann bewegt sich einer in diesem Mobile. Der Ehemann. Die Freundin. Das Kind oder ein Elternteil. Eine Kollegin, ein Freund, ein Nachbar oder eine Bekannte. Zappelt wie wild herum, ist in einer Situation, in der er oder sie nicht gut zurecht kommt. Ein grosses Problem, Sorgen, eine Sucht, eine Krankheit, ein Verlust, was auch immer. Er zappelt und seine Bewegungen erzeugen eine Schwingung, die auch uns durchrüttelt, zusammen mit allen, die da aneinander hängen. Wenn diese Person weiter weg von uns an diesem Mobile ist, dann rüttelt seine Bewegung bei uns nicht so stark wie wenn sie in unserer unmittelbarer Nähe – uns emotional oder körperlich nah – ist.
Auch wenn bei uns selbst alles okay ist, kann uns so etwas doch auch ziemlich belasten. Nicht jeder findet die für ihn stimmige Balance zwischen Abgrenzung, Empathie und Hilfestellung zu leisten.

Das Leben ist wirklich nicht immer einfach. Jede und jeder hat mit irgendwas zu kämpfen. Nicht immer oder dauernd, aber doch immer mal wieder. Dass das so ist, das sieht man jemandem nicht oder nur selten an und darüber sprechen, das tut auch nicht jeder und sowieso nicht mit jedem. Probleme sind etwas sehr Privates und wir sind oft bemüht, gegen aussen den Anschein zu bewahren, dass alles super ist. Perfekt. Und Dinge, die perfekt scheinen, sind es oft nicht. Ich bin mir nicht mal sicher, ob Perfektionismus überhaupt existiert bzw ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass dem nicht so ist.
Ich glaube, eigentlich und auch uneigentlich ist Imperfektionismus so ziemlich das Schönste, was es gibt. Wenn wir nur dazu stehen würden… (und das würde so manches leichter machen).

Ich glaube, die meisten Sorgen hat man, weil eine andere Person einem das Leben schwer macht. Einem plagt oder einem etwas Böses tut. Hinterrücks oder direkt, egal wie. Es gibt so viele Arten, wie man das tun kann. Böse über jemanden sprechen, Gerüchte oder Lügen oder gar Wahrheiten, die niemanden etwas angehen verbreiten, Steine in den Weg legen…
Solche Dinge finde ich einfach nur schlimm. Schwierig zu verstehen, warum es Menschen gibt, die Energie, Zeit und nicht zuletzt ihren ganzen Ideenreichtum dafür aufwenden (verschwenden!), um jemandem zu schaden, bloss zu stellen oder zu kränken. Es mag Gründe dafür geben und die gewonnene Genugtuung gibt vielleicht für einen kleinen Moment ein gutes Gefühl. Es ist dennoch ein Scheiss-Verhalten. Total unnötig noch dazu, denn jeder hat doch auch ohne so etwas schon genug, mit dem er umgehen können muss. Brocken, die uns jemand mutwillig vor oder am Besten gleich noch auf die Füsse wirft, die braucht keiner.
Jemandem weh zu tun oder Kummer zu bereiten hat noch niemandes Leben schöner gemacht. Und irgendwann kommt alles auf einen zurück. Man kennt es Karma.

Es ist total unnötig, ein Arschloch zu sein.
Leben und leben lassen. Vielleicht ist dies einer der wichtigsten Leitsätze überhaupt.

Ciao 2020. Auf Nimmerwiedersehen.


Langsam wird es Zeit, das Jahr 2020 zu verabschieden und ich glaube ich liege nicht falsch, wenn ich sage, dass wohl die allermeisten Menschen dieser Welt unglaublich froh sind, dass dieses Jahr nun ENDLICH vorbei ist…

Aber was ist eigentlich dieses Jahr so passiert?
Eigentlich hatte ich vor, nun einen etwas anderen Jahresrückblick zu machen. Einen ganz ohne Corona und einen mit ausschliesslich schönen, positiven Ereignissen. Aber, das ist ganz schön schwierig. Ich bin schon beim Januar gescheitert…. Wald- und Buschbrände in Australien, in denen weissnichtwieviele Tiere ihr Leben oder ihren Lebensraum verloren haben, erste Meldungen über Corona in China, in Krefeld D ist das Affenhaus des örtlichen Zoos abgebrannt und mit ihm auch viele Tiere… Etwas Positives habe ich nicht gefunden.

Aber man hat ja Hoffnung, schauen wir mal im Februar…
Und siehe da! Bei uns in der Schweiz wurde die Diskriminierung gegen Homosexuelle und Rassismus gesetzlich verboten. Wenn das keine Schlagzeile wert ist!
Der erste Covid-Fall in der Schweiz. In Norditalien spitzt sich die Lage zu, mehrere Orte werden abgeriegelt. WC-Papier wird knapp. In Hanau D erschiesst ein Rechtsextremer mehrere Menschen.

Der März ist Corona-durchzogen. Lockdowns, Grenzen werden geschlossen, Einreise-Verbote ausgesprochen… Die Welt dreht sich vor allem um das eine.

April: dasselbe. „Abgesagt wegen Corona“-Plakate hängen überall. Wir hoffen auf den Sommer oder auf den Herbst, wissen noch nicht, dass da alles noch viel länger dauern wird.

Mai: Corona. Ende des Lockdowns.

Im Juni werden die Grenzen zu unsern Nachbarländern werden wieder geöffnet. Ich weiss jetzt auch nicht, ob das eine gute oder eine schlechte Nachricht ist. Vermutlich eine gute, da es bedeutet, dass die Situation sich verbessert hat.
Ich habe Geburtstag. 🙂
Überschwemmungen… #blacklivesmatter…

Juli
Nichts anderes.
Die meisten verbringen die Sommerferien zuhause oder in ihren Ländern und entdecken, wie schön das auch sein kann.

August
Nichts anderes.

September
Nichts anderes.

Oktober
Nichts anderes.

November
Nichts anderes. Viele Kranke, viele Tote. Nicht mal die Abstimmungen kommen so heraus wie ich es mir gewünscht habe. Kann das Jahr schon weg?

Nein, jetzt kommt noch der Dezember und die Hoffnung stirbt zuletzt… Zuviele Kranke, zuviele Tote. Ein Corona-Impfstoff wird zugelassen und es werden bereits erste Menschen geimpft. Für einige wird das eine positive Nachricht sein, für andere nicht.

Hmmmm…..

2020…. das langweiligste Jahr ever? Corona hat sehr vieles verhindert und verunmöglicht, das ist einfach so. Ich persönliche finde dies schade, aber leider halt auch vernünftig. Natürlich gibt es da, wie überall, ganz verschiedene Sichtweisen und irgendwie sieht wohl jeder die Situation aus der eigenen Perspektive, aus der eigenen Situation heraus.
Obwohl ja sozusagen nichts los war dieses Jahr…. kulturell, sportlich, Urlaub, Freizeit, Konsum… war es irgendwie doch alles andere als langweilig, finde ich. Dieses allgegenwärtige Thema, ohne das dieses Jahr nichts ging, hat viel Energie verbraucht. Es war nicht nur das Thema, sondern die Auseinandersetzung damit. Es war wichtig, einen Umgang damit zu finden. Mit den hunderttausend Medienmitteilungen, Eventualitäten, Thesen und Theorien und Fakten. Es war und ist schwierig als Laie, all diese Dinge voneinander zu unterscheiden. Es war und ist schwierig, all diese Verschwörungstheorien zu lesen und zu hören, einige davon sehr, sehr strange und zu wissen, dass es Menschen gibt, die das glauben. Das hat nun nichts mit hinterfragen zu tun, ich spreche von QAnon und solchen Dingen.

Ich bin eigentlich dieses Jahr wenig zur Ruhe gekommen, obwohl gefühlt wenig los war. Ich empfand das Jahr als sehr anstrengend, zB bei der Arbeit, aber auch privat, vor allem während der Lockdown-Zeit. Ich glaube, ich habe mich von diesem Homeschooling-und-Arbeit-zur-gleichen-Zeit-und-der-Tag-hat-viel-zu-wenig-Stunden-Wahnsinn bis heute nicht richtig erholt. Mich hat selten ein Jahr so müde gemacht wie dieses.

Natürlich erleben wir positive Dinge vor allem in der Freizeit. Sie passieren in sportlichen Ereignissen, in kulturellen usw. Ich bin jetzt nicht überrascht, dass ich nichts finde, denn es gab nichts. Und die, die es vielleicht doch gab, die gingen unter, da wir auf ein Thema fokussiert waren und sind. Wurde überhaupt über etwas anderes berichtet oder habe nur ich das alles verpasst?

Macht nichts. Ich finde schon noch etwas. Ich finde ja, dass aus Katastrophen auch sehr oft etwas Schönes entsteht. Nicht immer. Und es bedeutet nicht, dass die Katastrophen selbst damit zu etwas Gutem werden. Aber wozu Menschen dadurch bewegt werden, das ist schon schön.
Ich habe zB die Buschbrände in Australien sehr schlimm empfunden. Die Vorstellung davon, wie gross diese waren, das hat mein Vorstellungsvermögen total überschritten und ich weiss, das das nun ein Scheiss-Satz ist, aber mir kommt kein anderes Wort für „Vorstellung“ in den Sinn und deswegen habe ich es jetzt sogar zum dritten Mal in einem einzigen Satz geschrieben… Aber egal. Habt ihr auch Videos gesehen von Rettungsaktionen? Wie Menschen Kängurus, Wombats und Koalas aus wirklich gefährlichen Situationen gerettet und sie verarztet und aufgepäppelt haben? Wie viel Geld gespendet wurde?

Oder die #metoo- oder #blacklivesmatter-Bewegungen. Traurige und unfassbare Ereignisse und Auslöser, ohne Zweifel. Sinnlose Dinge. Dinge, die nie hätten passieren dürfen. Und dann haben plötzlich Frauen (und auch Männer) angefangen, von ihren Übergriffen zu erzählen. Dinge, die sie vielleicht noch niemandem erzählt haben. Dinge, die Tabu gewesen sind. Dinge, von denen man wusste, dass sie passieren, aber nicht, in welchem Ausmass, in welcher Häufigkeit. Dinge, die aufhören müssen. Ähnliches geschah betr. Rassismus. Schreckliche, unsinnige Geschehnisse, Auslöser. Seit Jahren, Jahrzehnten. Wir Weissen fanden es nie erwähnenswert. Wir fanden es nie wichtig. Wir fanden, dass ein Mensch mit brauner Hautfarbe sich nicht durch Ausdrücke wie „Mohrenkopf“ diskriminiert zu fühlen hat. Die schlimmen Ereignisse in den USA haben dort und auch bei uns ein paar Diskussionen, eine grosse Solidarität und das Verlangen nach Veränderung, nach Verbesserung ausgelöst. Das finde ich gut. Endlich.

Ich finde aber ja sowieso, dass die richtig guten Dinge im Kleinen stattfinden. Und da kann sich jeder selbst einen Jahresrückblick der ganz persönlichen Highlights zusammenstellen. Das ist in einem Jahr wie diesem wichtiger denn je.

Ich möchte euch nicht mit meinem langweilen und um ehrlich (und wohl etwas zu direkt) zu sein, das geht euch sowieso einen feuchten an… Aber aus meiner ganz persönlichen Sicht war 2020 – abgesehen von Corona – ein wunderbares Jahr. Dem Kind und mir wurde von ein paar Menschen immer wieder ganz viel Glitzer und Sternenstaub auf unseren Weg gestreut und ich könnte nicht dankbarer dafür sein.

Ich hoffe, auch ihr erinnert euch an viele schöne Momente, Begegnungen (auch wenn diese dieses Jahr nicht immer persönlich stattfinden konnten, sondern per Telefon oder online) und Ereignisse und könnt daraus Kraft und Hoffnung schöpfen.
Damit wünsche ich euch einen guten Jahresabschluss, physische und psychische Gesundheit und dass ihr den Blick für das Schöne nie verliert, sei es auch noch so verborgen.

Ich weiss, dass ganz viele hier regelmässig, wenn nicht sogar jeden Text lesen. Ich freue mich, wenn ihr euch interessiert, auch wenn ich vielleicht nicht immer gleicher Meinung bin wie ihr. Mir ist immer bewusst, dass es verschiedene gibt und ich finde das auch immer gut so. Ich kann halt aber immer nur aus meiner eigenen Perspektive schreiben, alles andere würde ja den Rahmen sprengen.
Danke fürs Lesen und fürs Interesse, es bedeutet mir wirklich viel.

Ciao 2020.
Auf Nimmerwiedersehen.







Versprechen hält man. Oder nicht.

Ein Versprechen ist etwas sehr ehrenhaftes, finde ich. Es ist eine verbindliche Erklärung, eine Zusicherung, etwas Bestimmtes zu tun. Oder nicht zu tun. Auf ein Versprechen kann man sich 100% verlassen, das wird eingehalten.
Also…. sollte eingehalten werden… ähmmm…. wird vielleicht eingehalten. Wenn es geht. Wenn nichts dazwischen kommt. Ja…. vielleicht….

Eigentlich finde ich Versprechen etwas ganz Blödes. Wie oft werden sie leichtsinnig ausgesprochen, ohne dass man ihrer Bedeutung, ihrer Konsequenzen bewusst ist. Dann, wenn es uns richtig super-gut geht, wenn wir nicht glücklicher sein könnten und meinen, hoffen, glauben, es sei für immer. Dann, wenn es uns richtig schlecht geht und alles tun würden, damit es wieder besser wird. Oder dann, wenn wir uns aus irgendwelchen Gründen unter Druck fühlen, etwas versprechen zu müssen.

Ein paar Beispiele?
Ich persönlich finde das Versprechen, das man sich beim Heiraten gibt, etwas ganz besonderes bzw. fand.
Aber die Dinge ändern sich. Menschen ändern sich. Und dann ist vielleicht das „für immer“ schon vor der Ewigkeit zu Ende und das „bis dass der Tod euch scheidet“ ist dann, wenn der eine sich in jemand anderes verliebt oder halt dann, wenn die Lebensumstände einen scheidet. Das kann passieren.
Heute hat man die Möglichkeit, eine unglückliche Beziehung zu beenden und das finde ich richtig so. Dieses „für immer“ wünscht man sich am Anfang einer Ehe, einer Liebe ja sehr, aber vielleicht sollte man es sich nicht mehr versprechen oder das Versprechen abwandeln. Viel schöner fände ich persönlich es, wenn man sich versprechen würde, zusammen Lösungen zu suchen, sollten Schwierigkeiten auftauchen. Oder dass man sich bemühen wird um einander, dass man nicht kampflos aufgeben wird, dass man die Beziehung nicht zu Tode schweigen wird, sondern die Kommunikation am Leben hält, auch wenn es manchmal schwer ist. Dass man es nicht zulassen wird, dass die Ehefrau oder der Ehemann einem langweilig wird, anödet und sich nach etwas Neuem umschaut, bevor man sich bemüht hat. Dass man nicht fremd geht und das ganze Umfeld davon weiss, der Ehepartner zuhause aber als einziger nicht. Einfach, dass man fair und wertschätzend bleibt, in der Beziehung und falls das eintreffen sollte, auch am Ende dieser.
„Für immer und ewig, bis dass der Tod euch scheidet“, das wäre zwar schön romantisch, aber ich finde, dass soll niemand versprechen müssen.

Meine Tante und ihr Mann, das war ein wunderbares Paar. Ich schreibe war, weil er vor ein paar Tagen verstorben ist.
Ich habe vor einem Monat bereits von den beiden geschrieben, im Text „Und nebenbei läuft das Leben weiter“. Irgendwie klappt es mit verlinken nicht, aber ihr findet ihn bestimmt, wenn ihr wollt.

Ich weiss nicht, wieviele Jahre sie verheiratet waren, aber es müssten wohl so um die 50 sein.
Das Umfeld wusste natürlich von seiner Demenz und es wurde ihnen reichlich Hilfe und Entlastung angeboten. Aber es ist ja oft so, dass man nur einen Teil einer Situation sieht. Einen kleinen Teil. Erst, als mein Onkel gestürzt und sich den Oberarm gebrochen hat und deswegen nach dem Krankenhaus in einem Pflegeheim untergebracht wurde, begann meine Tante zu erzählen. Sie konnte vorher ja nicht, denn er war natürlich immer mit in der Wohnung und sie wollte ihn nicht verletzen, indem sie über ihn erzählt. Also schwieg sie immer. Jetzt wurde klar, wie weit fortgeschritten die Demenz meines Onkels war und wieviel meine Tante in ihrem hohen Alter geleistet hatte. Wirklich weit über ihre Grenzen hinaus.

Meine Tante ist eine vernünftige, tolle Frau. Eine starke! Sie wusste seit langem, dass es so nicht mehr weiter geht und dass sie die Betreuung ihres Mannes eigentlich schon lange nicht mehr übernehmen kann. Aber seinen Mann nach so vielen Jahrzehnten in eine Pflege-Einrichtung zu geben, sozusagen gegen seinen Willen, das ist wirklich eine schwere Entscheidung. Dann kommt ja noch dazu, dass er die ganze Misere ja auch gar nicht mehr so richtig realisiert hat. Er hatte noch klare Momente, in denen er sich bei ihr bedankt hat dafür, was sie alles tut. Und er hat sie immer wieder gebeten und angefleht, zuhause bei ihr bleiben zu dürfe.
Die beiden haben einander versprochen, für einander zu sorgen, falls es einem von beiden eines Tages nicht mehr gut ginge.
Wer bringt es dann übers Herz, auf seine eigenen Grenzen und auf die Vernunft zu achten und schlussendlich auch gegen sein eigenes Herz zu entscheiden? Ein solch grosses Versprechen nicht einhalten zu können? Das stelle ich mir furchtbar vor…

Ich finde das sehr, sehr rührend und auch schön. Aber bitte, verspricht einander nicht so etwas, denn das kann unter Umständen nicht eingehalten werden und ich bin der Meinung, es sollte auch gar nicht eingehalten werden. Auf einander aufpassen und sich kümmern, das bedeutet für mich nicht, dass man sich aufopfern und selbst kaputt machen soll oder muss. Ich finde, das bedeutet, dass man Verantwortung übernimmt und nach möglichst guten Lösungen sucht.

Das ist keine Kritik an meiner Tante oder an andern, die solch grosse Versprechen machen und sich dann damit schwer tun, wenn es einfach nicht mehr möglich ist, diese einzuhalten, denn ich verstehe das ziemlich gut. Ich glaube auch, dass diese Versprechen zum Teil (es gibt ja auch die andern, die einfach so dahingeplappert und nicht ernst gemeint sind) wirklich sehr ernst gemeint sind und ihre „Absender“ ehren, weil eine total liebe Absicht und Verantwortungsbewusstsein dahinter stecken.

So etwas ähnliches habe ich selber auch mal erlebt. Als meine Mutter im Sterben lag, war der Motorrad-Unfall meines Bruders gerade mal drei Jahre her und er noch mitten in der Rehabilitation. Mir hatte mal jemand gesagt, dass sich Menschen mit Sterben manchmal sehr schwer tun, wenn sie nicht loslassen können, weil sie hier noch Dinge haben, für die sie sich verantwortlich fühlen. Ich wollte es meiner Mutter nicht noch schwerer machen, wollte sie entlasten und ich habe ihr in einem Moment, in dem wir allein waren gesagt, dass sie sich keine Sorgen machen soll, denn Papa und ich werden uns um meinen Bruder kümmern. Wenige Minuten später ist sie gestorben.

Ich musste für ein paar Jahre dieses Versprechen nicht gross einlösen, denn mein Vater tat das, nur schon durch die Tatsache, dass mein Bruder noch zuhause wohnte.
Als mein Vater dann neun Jahre später auch gestorben ist, sah die Sache dann etwas anders aus. Als einzige Hinterbliebene hatte ich natürlich die Verantwortung für alles. Auch für meinen Bruder. Einige wirklich schwierige Entscheidungen mussten getroffen werden. Für sein Leben. Natürlich mit ihm zusammen. Leider war es aber nicht möglich, dass er sein Leben genau so leben wird, wie er es sich vorgestellt und gewünscht hat. Das war schwierig und belastete auch unsere Beziehung sehr. Seine Kopfverletzungen verunmöglich(t)en es ihm, sich und die Situation realistisch einzuschätzen.
Mich hat diese Verantwortung jahrelang sehr belastet. Als mein Vater gestorben ist, war ich seit einem halben Jahr verheiratet und eigentlich war geplant, ein Kind zu bekommen. In dieser Zeit hatte ich aber das Gefühl, dass ich nicht noch mehr Verantwortung übernehmen kann, der Kinderwunsch wurde zurück gestellt.

Trotz Widerstand meines Bruders und ziemlich vielen Auseinandersetzungen gelangt es, ihm ein Netz auf die Beine zu stellen, das einigermassen für ihn okay ist und das mich entlastet. Es gibt immer wieder Momente, in denen es schwierig ist und in denen ich etwas entscheiden muss, das ihm nicht passt. So war das vor ein paar Jahren der Fall, dass er zwei, drei Jahre sauer auf mich war und mit mir nichts mehr zu tun haben wollte.
Das war zum einen gut, denn mir ist es gelungen, mich abzugrenzen und mich nicht dauernd immer um ihn zu sorgen, was bis heute angehalten hat. Zum andern fand ich es sehr belastend, weil mir nichts anderes übrig bleibt, halt diese Rolle wenn nötig einzunehmen. Und das ist halt immer der Fall, wenn Schwierigkeiten auftauchen. In guten Zeiten brauchts das nicht.
Und dann kam natürlich dazu, dass ich unserer Mutter versprochen habe, auf meinen Bruder aufzupassen und für ihn zu sorgen. Aber ich kann dieses Verspreche nicht einhalten, denn er lässt mich nicht.
Schwierig… Es hat einige Zeit gedauert, bis ich mit diesem Umstand umgehen konnte. Jetzt geht das ziemlich gut, einfach mit dem Wissen, immer wenn etwas ist, werde ich natürlich automatisch beigezogen.
Für jemanden zu sorgen bedeutet, da zu sein, wenn man gebraucht wird und das bin ich. Er ist nicht bevormundet oder entmündigt, also ist das okay so wie es ist. Was die Zukunft bringt, wird sich zeigen.

Es ist ja irgendwie schräg, wenn ich hier Ratschläge gebe, einfach so ins Leere hinaus und dazu noch von euch nicht gewollt. Aber ich glaube, heute mache ich das trotzdem mal.
Ich bitte euch, mit Versprechen vorsichtig und gewissenhaft umzugehen. Vor allem mit grossen Versprechen. Nicht unter Druck oder wenn man sehr emotional ist, etwas versprechen, sowie man ja auch nicht unbedingt Entscheidungen treffen sollte, wenn man emotional zu sehr involviert ist. Einfach zuerst gut überlegen und dafür dann das Versprechen auch einhalten.

Ich verspreche euch aber, dass hier bald wieder ein neuer Text von mir kommt. Ziemlich sicher…. vielleicht…