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to you.

philosophia


Es gibt ja Themen, über die könnte man immer wieder und unendlich lange sinnieren, diskutieren und schreiben.
Poetisch. Aber vor allen Dingen philosophisch.
Ich glaube, genau das ist es, was ich unglaublich gerne mache.

Philosophie = Liebe zur Weisheit.
Die Philosophie versucht, die Welt und die menschliche Existenz und alles, was damit zusammen hängt, zu ergründen, zu deuten und zu verstehen.

Was da in einem einzigen, kleinen Satz einen Begriff beschreibt, ist in Wahrheit eigentlich wahnsinnig viel. Unendlich viel sogar, um genau zu sein. Weil man nie fertig ist mit ergründen, mit deuten und auch mit verstehen.

Ich finde, dass wir Menschen dazu neigen, uns sehr schnell von etwas oder jemandem eine Meinung zu bilden und das, wenn wir ehrlich sind, ist ein sehr oberflächlicher Prozess. Natürlich ist es wichtig, eine Haltung zu haben und sich aus dieser heraus eben diese Meinung zu bilden. Eine Meinung, eine Haltung und Werte sind aber, so finde ich, keine starren Gebilde. Keine unbewegliche und abgedichtete Mauer.

Für mich ist meine Haltung, sind meine Werte so etwas wie ein Baum, der starke Wurzeln hat, als die ich die mir wichtigsten Grundhaltungen allerlei Dingen und auch mir gegenüber sehe. Die haben sich im Verlauf meiner Lebensjahrzehnte aufgrund von all den Erfahrungen, die ich immer so gemacht habe und immer noch mache, gebildet und sind entsprechend gewachsen. Es gibt Wurzelstücke, die irgendwann mal abgestorben sind oder aufgehört haben zu wachsen und andere haben erst später mal angefangen. Grundhaltungen, also die richtig alten, starken Wurzeln, die meinen Baum halten und ihn mit wichtigen Nährstoffen versorgen, die verändern sich nicht vielleicht nicht mehr in diesem Leben.
So wie ich reifer und älter geworden bin, ist es auch mein Baum. Aus dem Fundament dieser Wurzeln ist ein Baum gewachsen, der einen starken Stamm hat mit unterdessen recht vielen Jahresringen und aus ihm wiederum sind Äste gewachsen für all die Aspekte in meinem Leben, die mir wichtig sind, für all die Themen, die zum Leben dazu gehören.
Keiner dieser Äste ist ausgewachsen, denn ich habe noch nicht aufgehört, Erfahrungen zu machen. Und immer wieder spriessen neue kleine Äste, Blätter und auch Blüten. Und mit Freude kann ich sagen, dass schon vieles, was ich gemacht habe in meinem Leben, bereits Früchte getragen hat und wieder tragen wird.
Und alles was ich denke, sage oder mache, spriesst aus diesen oben beschriebenen Wurzeln heraus.

Ich finde es ganz oft einfacher, wenn ich ganz vieles verstehe. Und weil das nicht immer einfach so möglich ist, bedarf es sehr oft einer intensiveren Auseinandersetzung mit einem Thema oder einem Menschen oder mit was auch immer. (Wobei ich an dieser Stelle noch sagen möchte, dass ich das nicht für jedes Thema notwendig finde. Es ist nicht nötig und auch nicht möglich, sich mit allem intensiver zu befassen. Das würde all unsere Grenzen sprengen. Die zeitlichen, die kognitiven und oft wohl auch die psychischen.)

Kommen wir zu dieser intensiveren Auseinandersetzung mit einem Thema oder einem Menschen zurück. Das klingt jetzt so, als wäre das wahnsinnig zeitintensiv, aber das ist es gar nicht. Das passiert einfach nebenbei, einfach dann wenn das Leben stattfindet. Und denken kann man ja fast immer, egal was man tut. Man tut es sozusagen ja nebenbei. Ausser, wenn man es mit andern tut.

Und das ist eigentlich dann ja schon philosophieren. Sich Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven anschauen oder anhören. Sich tiefer damit befassen und ein bisschen in etwas eintauchen. Wirklich spannend. Und das was ich hier immer so mache, ist eigentlich nichts anderes als genau das…



2 Antworten zu “philosophia”

  1. Genau das ist der Grund, warum Du für mich eine Philosophin bist. Du betrachtest Dinge aus allen Blickwinkeln und vermittelst sie einem so, dass er automatisch beim Lesen auch aus diesen Blickwinkeln drauf sieht und darüber nachdenkt. Bitte mach immer weiter so, denn für mich sind Deine Texte und Gedanken immer wieder eine Art „Tankstelle“ für´s Leben 🙂

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