Die Lösung im Fokus


Ich bin ein Mensch, die sehr gern das Positive und die Lösung im Fokus hat. Das gelingt mir auch nicht immer, aber oft. Einen grossen Teil dieses Denkens, dieser Einstellung habe ich in meiner beruflichen Tätigkeit als Sozialpädagogin gelernt und mir angeeignet. Viele Jahre lang habe ich mit Menschen gearbeitet, die ich dabei unterstützt habe, dasselbe zu lernen, um aus ihren problematischen Situationen heraus zu kommen oder sich in einem ersten Schritt zumindest darin zurecht zu finden. Ich habe gelernt, systemisch (mit Einbezug des sozialen Umfeldes) und auch lösungs- und ressourcen-orientiertiert zu arbeiten.

Ich kann mich erinnern, als ich Auto fahren lernte und noch unsicher war, hat der Fahrlehrer gesagt, ich soll die Fahrbahn und mein Ziel fokussieren und nicht auf entgegenkommende Autos schauen.
Das ist vergleichbar mit dem lösungsorientierten Arbeiten. Der lösungsorientierte Ansatz sagt sogar, dass es nicht wichtig ist zu wissen, warum man ein Problem hat oder was genau überhaupt das Problem ist. Es ist einzig und allein von Bedeutung zu wissen bzw. heraus zu finden, welchen Zustand oder welche Situation man erreichen möchte und wie man das tun kann. Dort hin schauen, wo ich hin will und entscheiden, wie ich es schaffe, dort hin zu kommen, welche Unterstützung von wem ich dabei benötige.
Ganz stark wird dabei auch all das, was bereits gut ist und gut läuft sowie auch die Ressourcen der lösungssuchenden Person in den Mittelpunkt gestellt. Denn logischerweise kann man mit seinen Fähigkeiten und seiner positiven Kraft ein Ziel viel einfacher erreichen als mit den Fähigkeiten, in denen wir noch nicht so gut sind oder mit Dingen, die uns schwer fallen. Wenn wir von A nach B sollen, nehmen wir doch lieber das Fahrrad mit vollgepumpten Reifen statt das Motorrad mit einem Loch im hinteren Rad.
Wenn jemand am ertrinken ist, holt man ihn einfach raus statt daneben zu stehen und ihm zu sagen, er müsse lernen zu schwimmen.

Ich halte von der lösungsorientierten Vorgehensweise sehr viel, denn sie ist nicht nur lösungsbringend, sondern auch sehr wertschätzend. Man drückt nicht auf den Defiziten und Problemen einer Person herum, sondern stärkt sie, in dem man ihre Fähigkeiten und ihre positiven Eigenschaften erwähnt und stärkt. So kann man jemanden sehr stark machen und ihm wirklich nachhaltend weiterhelfen.

Ich bin übrigens ganz fest davon überzeugt, dass Selbstreflektion ein ganz wichtiger Bestandteil davon ist, empathisch und hilfsbereit zu sein und den Fokus überhaupt auf das Gegenüber richten zu können.

Ich wünsche Menschen gerne die entsprechenden Erfahrungen, um Situationen oder andere Menschen verstehen zu lernen.
Karma.

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