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to you.

Die Kunst des Lebens…


Oft wird gesagt, um richtig zu leben, um sich zu entwickeln und um das Leben voll auszukosten, müsse man die Komfortzone auch mal verlassen. Gemeint ist damit, sich auch mal aufs Glatteis trauen, Neues ausprobieren und erleben, Erfahrungen machen und sich nicht unter der Bettdecke verkriechen mit Augen zu. Erfahrungen, Erlebnisse und Entwicklung zulassen. Immer mit der Chance, dass sie super werden. Immer aber auch mit dem Risiko, dass sie nicht super werden. Gemeint ist aber auch, dass leben in der Komfortzone langweilig ist.

Also versuchen wir eigentlich unser Leben lang, uns immer wieder mal ein bisschen aus unserer Komfortzone raus zu trauen und gleichzeitig versuchen wir auch ein Leben lang, eben diese überhaupt zu finden und uns dort häuslich nieder zu lassen.
Das ist paradox und wenn man es sich genau überlegt, macht das ziemlich ruhelos.

Ich persönlich glaube, dass die Komfortzone etwas enorm Wichtiges für uns Menschen ist. Die Komfortzone wird aussen definiert von unseren ganz eigenen, persönlichen Grenzen und innen ist sie so eingerichtet, wie wir uns wohl fühlen. Und sicher. Die Komfortzone verhindert nichts, sondern ermöglicht es sogar, denn wenn wir uns sicher fühlen, dann ist ganz vieles möglich.
Wenn ich mich etwas traue oder etwas erlebe, dann verlasse ich dafür meine Komfortzone keineswegs, sondern kann das bewältigen, gerade weil ich mich wohl und sicher fühle tief im Inneren bzw wenn ich mich wohl und sicher fühle geht das einfacher.
Wenn ich aber etwas tun muss, was ich eigentlich gar nicht will, dann bewege ich mich dann plötzlich ausserhalb meiner Grenzen, ausserhalb meiner Komfortzone und das braucht sehr viel Energie und Kraft, kann trotzdem klappen, kann aber auch Ängste oder Traumata auslösen.
Ich glaube, Menschen die meinen, sie begäben sich bewusst ausserhalb ihrer Komfortzone, zB für einen Fallschirmsprung, für Bungee oder irgendwas, die sind immer noch innerhalb dieser oder gerade so an der Grenze.

Ausserhalb unserer Komfortzone bewegen wir uns eher nicht freiwillig, würde ich behaupten. Es ist das Leben, das Schicksal oder der Zufall, was auch immer, das uns dahin versetzt. Manchmal sind es auch andere Menschen und sehr oft Situationen. Oft werden so Krisen ausgelöst und oft sind das existenziell auf verschiedenen Ebenen gefährliche oder sehr herausfordernde, kräfteraubende Lebensphasen oder Situationen für uns.

Fühlt sich nicht angenehm an, wenn es so ist. Und doch passiert es immer mal wieder, mal mehr und mal weniger stark. Vielleicht stretcht es unsere Komfortzone dabei oder danach noch ein bisschen aus, weil wir um eine Erfahrung reicher sind. Vielleicht tut es das aber auch nicht und wir wissen wieder, wo unsere Grenzen sind. Und vielleicht müssen wir in dieser Erfahrung so weit raus, dass es uns traumatisiert. Es ist immer alles möglich. (Aus diesem Grund ist es auch besonders wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und zu setzen, aber auch die von anderen ernst zu nehmen. Aber das sei nur am Rande erwähnt.)

Ich glaube, eine der Künste des Lebens ist es, zu lernen, auch in der Unkomfortzone zurecht zu kommen. Strategien auf Lager zu haben und mit möglichst geladenen Energie-Batterien ausgestattet zu sein.

Aus diesem Grund lege ich mich jetzt dann gleich mit einem Buch auf die Terrasse und lade meine Akkus auf… Notvorrat. Denn man weiss nicht, was noch kommt…

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