Einander helfen. Nachtrag.

Irgendwie hatte WordPress eine Störung und die Hälfte meines letzten Textes ist einfach weg. Ich schreibe das nun nochmal als Nachtrag.

Ich wollte noch vom Ort erzählen, wo ich arbeite. Ich betreue Menschen mit einer geistigen Behinderung und die wohnen in einem sehr schönen Wohnquartier, das es sich zum Ziel gemacht hat, einander in verschiedenen Lebenssituationen zu helfen, wo auch immer dies gebraucht wird. Und halt zusammen dort zu leben. Nicht nur als Nachbarn, sondern schon auch als Gemeinschaft. Ich finde das schön. Ich glaube, so etwas ist in der Schweiz neuer und noch wenig verbreitet und wir dürfen das noch üben und Fortschritte machen. Ich würde mir das sehr wünschen, denn das würde soo viele Fliegen auf einen Schlag klatschen.

Ich bin leider zur Zeit eher in der Situation, in der ich manchmal darauf angewiesen bin, ein bisschen Entlastung annehmen zu müssen. Um selber gross zu helfen, fehlt mir momentan vor allem die Zeit und wenn wir von Geldspenden reden, das fehlt leider auch. Aber ich bin mir sicher, dass es trotzdem Situationen gibt, in denen auch ich helfen kann und das auch mache. Jeder verfügt über andere Ressourcen. Jeder und jede, wird irgendwann die Gelegenheit haben, etwas von der Hilfsbereitschaft, die er erlebt hat, weiter zu geben. Und wenn nicht, macht es nichts, denn Menschlichkeit ist nicht an Bedingungen gefunden.

Ich wünsche mir, dass der momentane Zusammenhalt bestehen bleibt. Das ist diese Togetherness, von der ich oft schreibe. Ich mag das sehr. Ich möchte mehr davon und ich möchte etwas bewirken können. Ich habe ein paar Ideen, wie ich meine beruflichen und persönlichen Ressourcen, zusammen mit meinen Erfahrungen in positive Energie umwandeln kann. Ich glaube, da ist noch einiges möglich und es bleibt spannend.

Tun wir also mehr von allem, was gut läuft und weniger von dem, was weniger gut klappt, dann wird das schon.