Strohfeuer

Es brennt.
Lichterloh!
Es ist heiss und gross.
Überwältigend und beängstigend zugleich, zieht es uns vollkommen in seinen Bann. Wir können nicht wegschauen, sind mitten drin, brennen. Verbrennen.

Und so schnell wie es gekommen ist, ist es auch wieder weg. Es war intensiv, aber nur flüchtig. Es dauert nicht lang.
Denn es war nur ein Strohfeuer.

Manchmal ist man als Mensch ein Strohfeuer. Oder ein anderer Mensch ist es für uns. Man brennt vor Begeisterung, ist hin und weg. Die Flammen sind hoch, der Zauber des Augenblicks gross und damit auch die Leidenschaft. Strohfeuer nehmen sich alles, was sich rundherum befindet.
Zerstören es.
Wir sind zu sehr Teil davon um zu erkennen, dass es ein Strohfeuer ist. Zu sehr geblendet von der Hitze und dem Licht um zu sehen, dass wir zu nah stehen. Mittendrin stehen. Und dass wir Brennen. Uns verbrennen.

Und dann ist es vorbei, das Feuer erlischt von jetzt auf gleich und dann wird’s kalt und dunkel. Die Brandwunden schmerzen. Es sind nicht nur die Finger, die wir verbrannt haben. Es ist das Herz.

 

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