Was befindet sich zwischen „Gute Nacht“ und „Guten Morgen“?

Es gibt einen Ort zwischen „Gute Nacht“ und „Guten Morgen“. Aber wo ist er? Was ist er?

Man sollte meinen, wir Menschen schlafen in dieser Zeit und meistens tun wir das tatsächlich. Wünschenswert wäre es zumindest. Denn wir brauchen den Schlaf ganz dringend. Um uns zu erholen von allem, was wir tagsüber gemacht haben. Und auch von dem, was der Tag mit uns gemacht hat. Der Körper will sich ausruhen. Muss! Und nicht nur er, nein, auch der Geist braucht eine Erholungsphase, um morgen wieder einwandfrei funktionieren zu können.

Schlafen.
Irgendwie ein komischer Zustand. Einfach weg sein, nichts mehr sehen und hören. Und darauf vertrauen, dass wir sicher sind, dass uns nichts passiert während wir schlafen und so schutzlos da liegen. Und darauf, dass wir am Morgen wieder aufwachen.
Schlafen tun unser Körper und unser Bewusstsein. Unser Unterbewusstsein ist hellwach. Wir träumen. Still und schön, bezaubernd und bunt. Aber auch wild und aufwühlend, dunkel und beängstigend. Träume kommen wie sie wollen, wir können sie nicht bewusst verändern oder herbei führen. Manche möchten wir jede Nacht träumen, andere lassen uns schweissgebadet aufwachen und am nächsten Abend in der Hoffnung einschlafen, dass sie wegbleiben mögen.
Ich glaube, so verarbeiten wir viel im Schlaf.
Tagsüber sperren wir das Unterbewusstsein weg, Bewusstsein und Realität behalten die Überhand. Die Kontrolle. Nachts, wenn dann alle schlafen, kommt seine Zeit. Das Unterbewusstsein tritt in den Vordergrund und nimmt uns ein.

Nicht schlafen.
Im Schlaf findet nicht nur Verarbeitung statt. In dieser Zeit zwischen „Gute Nacht“ und „Guten Morgen“ liegen viele Menschen wach, geplagt von Schlafstörungen, Gedanken und Sorgen.
Ein Teufelskreis. Die Sorgen werden nicht weniger so. Und man möchte auch tatsächlich lieber schlafen. Aber nachts, wenn es leise ist, wenn die Ablenkung des Tagesgeschehens weg ist, kommen sie hervor und werden laut.

Es ist Ende Jahr. DIE Zeit im Jahr, in der wir auf Vergangenes zurückschauen und uns Dinge wünschen für die kommende Zeit. Für das neue Jahr. Wie immer in der Hoffnung, dass es ein gutes wird. Ein gesundes und ein glückliches. Ich wünsche euch und auch mir, dass wir ruhig schlafen können. Dass die Zeit zwischen „Gute Nacht“ und „Guten Morgen“ erholsam und friedlich ist. Dass uns das Leben mit Ereignissen verschont, die uns nachts heimsuchen.

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