Vom Schlafen und vom Nicht-Schlafen…

Irgendwann, ich glaube etwa vor einem Jahr, habe ich mal geschrieben, dass ich mal übers Schlafen schreiben sollte. Damals habe ich noch nicht gewusst, was in den nächsten Monaten alles passieren wird und dass schlafen für mich zu einem (hoffentlich temporären) Problem werden würde….

Und hier mache ich das nun. Ich schreibe übers Schlafen. Bzw übers Nicht-Schlafen, was mich momentan weit mehr beschäftigt.

Als Kind mochte ich es nicht besonders. Ich musste totaaaaaaal viel schlafen und wollte das nicht. Als Kind ist das Schlafen meistens wohl eher ein notwendiges Übel (oder aus Kinderaugen gesehen, nur ein Übel ohne Notwendigkeit).

Und jetzt als Erwachsene möchte ich totaaaaal viel schlafen und kann irgendwie nicht. Das Leben hält mich „busy“, viele Stunden des Tages…. Familie, Haushalt, Arbeit, Termine, Planung, Organisation, Freizeit, zum Schlafen bzw zum genügend Schlafen bleibt manchmal zuwenig Zeit. Ich gehe zu spät ins Bett und der Wecker läutet viel zu früh wieder.

Und wie gesagt, das Leben hält uns auf Trab, manchmal (oft?) stresst es uns sogar regelrecht und das nicht nur tagsüber.
Todmüde und erledigt von einem langen, erlebnisreichen Tag lege ich mich abends ins Bett. Und dieses Gefühl, diese Wohltat… diesen müden Körper hinzulegen und zu fühlen, wie er sich entspannt… eines der schönsten Gefühle! Mein Körper wäre nun bereit, einzuschlafen, er möchte sich ausruhen. Mein Kopf möchte das auch, denn auch er ist müde. Aber er kann nicht. Bloss liege ich im Bett, schaltet sich mein Körper aus und mein Kopf schaltet auf Turbo. Doppelturbo. Müde und hyperaktiv, beides in demselben Kopf. In meinem.

Es ist still in der Wohnung, das Kind schläft. Zeit, nun auch zur Ruhe kommen. Aber nein… nun kriechen all die Gedanken, die Sorgen und Ängste aus ihren Löchern und Höhlen und breiten sich in meinem Kopf aus. Um zu kreisen, um sich jede noch so kleine Eventualität nochmal zu überlegen, um Erinnerungen hervorzuholen, um mich zu plagen und zu quälen. Jede Nacht…. diese kleinen Scheisskerle.

Ich glaube, diese Einschlafprobleme kennen viele Leute. Ich persönlich schlafe momentan meistens relativ schnell ein, sogar schneller oder früher als ich das überhaupt möchte. Ich glaube, die Müdigkeit übermannt mich einfach, da haben auch keine Gedanken mehr eine Chance. Ich bin sooooooooo müde.

Ich habe eher Mühe beim Durchschlafen. Und das Beschissenste finde ich, dass ich irgendwann zwischen 03:00 und 05:00 Uhr jede Nacht wach bin und meistens dann nicht mehr einschlafen kann. Das oben Beschriebene und die damit verbundene Unruhe nimmt dann Besitz von mir und trotz totaler Erschöpfung klappt das mit dem Schlafen dann nicht mehr, bis um 06.10 Uhr der Wecker läutet. Eigentlich brauche ich denn ja sowieso nicht, ich bin jede Nacht vor ihm wach. Stunden vor ihm.

Ich hoffe, dass ich in ein paar Wochen wieder entspannter bin und dass auch das mit dem Schlafen wieder besser klappt. Denn das Schlafen ist sooooo etwas unglaublich wichtiges und das merkt man – vermutlich wie viele andere Dinge auch – erst dann so richtig, wenn es eben fehlt.
Wenn man erholt und ausgeruht ist, geht einfach alles besser und die Welt sieht aus munteren Augen viel positiver aus, als wenn man sich kaum auf den Beinen halten kann vor Müdigkeit.

In diesem Sinne… Gute Nacht.

Ein Gedanke zu “Vom Schlafen und vom Nicht-Schlafen…

  1. Der Emil schreibt:

    Dabei ist – wenn man den neuesten Erkenntnissen der Schlafforscher glauben darf – eben dieses Schlafen in zwei Abschnitten das, was für den Menschen normal und sinnvoll war/ist. Seit ich mich mit der Schlafpause nach drei bis vier Stunden abgefunden, nein, angefreundet habe, geht es mir viel besser. Und ich habe etwa eine Stunde in jeder Nacht, in der ich kreativ sein (schreiben) oder lesen kann …

    Gefällt 1 Person

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