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Wurzeln


Den Grossteil einer Wurzel sieht man nicht und dennoch ist das unterirdische Wurzelsystem für ganz viele Pflanzen lebensnotwendig. Neben der Sprossachse (ich würde sagen, das sind der Stamm und die Äste) und den Blättern ist die Wurzel eines der Hauptorgane einer Pflanze (gilt aber nicht für jede Pflanze). Sehr oft ist es so, dass das ganze Wurzelsystem viel grösser ist als der Teil der Pflanze, den man oberirdisch sieht. Wenn eine Pflanze austreibt, bildet sie zuerst die Keimwurzel und erst danach dann die Sprossachse, also den Stamm oder den Stiel. Wurzeln wachsen immer in Richtung des Erdmittelpunkts, während alles was über der Erdoberfläche ist, genau in die andere Richtung wächst.
Die Wurzeln sind für eine Pflanze in vieler Hinsicht wichtig, denn sie erfüllen viele Aufgaben. Zum Beispiel nehmen sie Wasser und Nährstoffe aus der Umwelt auf und versorgen die ganze Pflanze damit. Das übernehmen vor allem die jungen Feinwurzeln.
In der Wurzel werden verschiedene Pflanzenhormone und sekundäre Pflanzenstoffe produziert. Das sind Farb-, Duft und Aromastoffe in Pflanzen. Zum Beispiel gehört es zu ihren Aufgaben, Insekten anzulocken oder Schädlinge abzuwehren. Wie das „sekundär“ im Namen es schon sagt, für die Pflanze sind diese Stoffe nicht unbedingt lebensnotwendig, dafür sind sie für uns Menschen umso wichtiger.

Einige Beispiele?
Carotinoide kommen vor allem in gelbem, orangem und rotem, aber auch in grünblättrigem Gemüse vor, also zB in Karotten, Tomaten, Spinat, Broccoli und Kürbis. Sie stimulieren das Immunsystem und wirken entzündungshemmend und vermindern möglicherweise das Risiko für zB Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten.
Sulfide sind schwefelhaltige Verbindungen, die vor allem in Knoblauch und Zwiebeln enthalten sind. Sie wirken cholesterin- und blutdrucksenkend, antibiotisch (hemmen das Wachstum von Bakterien und Pilzen) und antioxidativ. Sie vermindern das Risiko für bestimmte Krebskrankheiten, zB Magenkrebs und auch für Thrombosen.
Flavonoide befinden sich hauptsächlich in den Randschichten von Pflanzen, also in der Schale und in den äusseren Blättern von Gemüse und Früchten. Aus diesem Grund sollten auch diese gegessen werden, also zB Äpfel mit Schale essen. Flavonoide wirken entzündungshemmend, blutdrucksenkend sowie positiv auf das Immunsystem und die Nervenfunktion und verhindern so möglicherweise das Risiko auf bestimmte Krebsarten, auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Thrombosen.

Wurzeln übernehmen aber noch eine dritte, für die Pflanze sehr wichtige Aufgabe. Sie verankern die entsprechende Pflanze fest im Boden und geben ihr damit Halt und einen sicheren Stand. Man stelle sich dabei einen Baum vor oder auch eine lange, dünne Sonnenblume, die Wind und Wetter trotzt und ihren leuchtenden Kopf der Sonne entgegen streckt.

Auch wir Menschen haben Wurzeln. Eher so im übertragenen Sinne natürlich, denn sie sind weder physisch noch sichtbar. Starke Wurzeln ermöglichen aber nicht nur Pflanzen, sondern auch uns Menschen einen guten Stand im Leben. Sicherheit, Kraft und Stärke. Stabilität.
Das Wurzelchakra ist das erste wesentliche Hauptchakra unseres Körpers und befindet sich unterhalb des Steissbeines zwischen Genitalien und Anus. Es ist nach unten offen und verbindet uns unter anderem mit den Energien der Erde.
Das Wurzelchakra steht in Verbindung mit unseren Ur-Instinkten, mit unseren grundlegenden persönlichen und körperlichen Bedürfnissen. Leben und Überleben. Das Bedürfnis nach Nahrung, Sicherheit, Schutz, Wärme und nach einem Zuhause.
Ein Mensch mit geöffnetem und geheiltem Wurzelchakra lebt mit einem Gefühl von Sicherheit, Stabilität und Urvertrauen. Er fühlt sich sicher und wohl im Körper und hat keine Angst vor dem Leben und den damit verbundenen Herausforderungen. Da er innerliche eine grosse Stabilität besitzt, ist seine Sicherheit unabhängig von äusseren, wechselhaften Einflüssen. Er hat in sich selbst Sicherheit und Vertrauen gefunden.

Das alles ist interessant und natürlich wird es dann besonders interessant, wenn eine Störung des Wurzelchakras vorliegt bzw wenn es blockiert ist. Das kann sich auf unterschiedliche Arten zeigen zB auf der körperlichen Ebene mit Haut-, Zahn- oder Darmproblemen und psychisch mit Instabilität und Unsicherheit. Das kann zu Fluchtverhalten führen, zB in Alkohol, Drogen oder andere Suchtmittel. Die fehlende Sicherheit kann aber auch durch mentale Konzepte, Ideologien und Glaubenssätze kompensiert werden.
Das alles muss ja nicht gleich zu einem Extrem führen, kann aber.

Starke Wurzeln sind wichtig, auch damit man fliegen kann und doch nicht in der Schwerelosigkeit davonsegelt, weil die Erdanziehung noch funktioniert.
Stärken kann man die Wurzeln zB durch das Aufarbeiten von früherem Trauamta und durch das Erlernen, wie Schmerz und Angst losgelassen werden können. Durch die Auseinandersetzung mit Existenz- und Überlebensängsten. In der Interaktion mit der Natur, zB wenn man sich im Wald oder einfach in der Natur aufhält und durch die Arbeit im Garten, also in der Erde.
Die Farbe des Wurzelchakras ist ein kräftiges Rot. So wird es auch von der roten untergehenden Abendsonne gestärkt. Zur Ruhe und zu sich selbst finden kann man auch gut zB bei Yoga oder jetzt in diesem Fall auch in einer Wurzelcharka-Meditation.

Das klingt jetzt vielleicht alles zu spirituell, aber das ist es gar nicht mal. In der heutigen, hektischen Zeit ist es etwas vom Schwierigsten, runter zu kommen, ruhig zu werden und sich zu entspannen. Wir verlieren im Stress die Bodenhaftung und irgendwann uns selbst…

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