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to you.

Menschen im Krieg


(Bild von Shamsia Hassani)

Menschen im Krieg.
Gedanken.
Nicht wertend. Und nicht mit dem Anspruch auf Vollständigkeit.

Menschen im Krieg.
Die einen kämpfen an der Front. Die einen freiwillig und hinter dem Zweck stehend. Andere wohl nicht, sondern weil sie müssen.
Die andern verteidigen sich. Die meisten wohl einfach, weil sie müssen.
Spass wird es wohl keinem machen.
Auch sie sind Menschen. Alle von ihnen.
All die toten Soldaten.

Menschen im Krieg.
Die einen halten sich in ihren Büros in Bunkern und möglichst sicheren Räumen auf, planen strategisch und veranlassen, was die im ersten Abschnitt erwähnten Menschen tun sollen und müssen.
Das Blut an ihren Händen sieht man nicht mit dem Auge.

Die einen Menschen verstecken sich. Versuchen sich, ihre Lieben und ihr Hab und Gut zu beschützen, so gut es geht.
Andere Menschen packen ihre wichtigsten sieben Sachen zusammen und flüchten. Das meiste, was sie besitzen, lassen sie hinter sich. Das meiste, was sie lieben wohl auch. Menschen, Tiere, Habseligkeiten, das Zuhause und das Leben, das sie geführt haben.
Es geht um nichts anderes mehr als ums Überleben.

Viele Menschen sterben oder werden verletzt. Egal wo. Zuhause, im Land, das bekämpft wird. Im Kampf. Oder auf der Flucht.
Die körperliche Verletzung ist oft sichtbar. Die seelische nicht.

Viele zusammengehörende Menschen verlieren einander.
Man wird getrennt, unweigerlich. Männer vor allem, werden an die Front müssen, weg von ihren Familien. Falls sie eines Tages zurück kommen, werden sie vermutlich nichts mehr so vorfinden, wie es mal war. Und die Menschen werden weg sein. Die Möglichkeit, dass sie aber gar nie zurück kommen werden, besteht auch.
Oder auf der Flucht. Wenn ich richtig informiert bin, sind das in der momentanen Situation vor allem Frauen und Kinder. Männer müssen im Land bleiben, um es zu verteidigen.
Mütter verlieren ein oder mehrere Kinder aus den Augen und wissen nicht, wo sie geblieben sind, ob sie noch leben und ob es ihnen gut geht.
Und umgekehrt funktioniert das auch. Es gibt Kinder, die ihre Mütter verlieren in den Massen von Menschen, in der Hektik, in der Panik. Dann sind sie allein. DAS stelle man sich mal vor… Unaushaltbare Vorstellung.

Im Krieg werden tausende Menschenleben ausgelöscht.
Tausende namenlose Soldaten, Zivilisten, Kinder, Frauen, Männer..
Sie sind aber nur für uns namenlos. Nicht aber für ihre trauernden, vermissenden Familien, Freunden, Kollegen.

Im Krieg werden hundertausende Zuhause zerstört und damit auch Existenzen und die ganzen Geschichten, die da noch mit dran hängen. Alles eigentlich.

In Kriegen werden immer auch tausende Frauen vergewaltigt oder Opfer anderer Gewalttaten. Männer auch.

In Kriegen verschwinden ganz unbemerkt von der Öffentlichkeit auch immer wieder ganz viele Kinder, gekidnappt von ganz schlimmen, ekelhaften Menschen…

Wenn anderswo Krieg herrscht, löst das in uns vieles aus. Viel Angst womöglich, viel viel Mitgefühl und Solidarität und auch wahnsinnig viel Hilfsbereitschaft.

Und der überdimensional grosse Wunsch, es möge bald ein Ende finden und nicht noch in einer grösseren Katastrophe als es eh schon ist, ausarten…

Ich wünsche mir Frieden.





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