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to you.

16 Milliarden Menschenfüsse…


Das Allerwichtiste im Leben ist, mit beiden Füssen gut auf dem Boden zu stehen. Wenn’s geht auf beiden und wenn das nicht geht, zumindest auf einem. Oder wenigstens noch mit einer Zehenspitze den Boden berühren. Egal, wie hoch oben in den Wolken oder im Universum der Kopf oder / und das Herz ist, es ist wichtig, den Boden unter den Füssen nicht zu verlieren. Bodenhaftung. Soooo wichtig.

Ich erinnere mich daran, wie ich vor x Jahren mal gelernt habe, dass es hilft, gut auf den Füssen zu stehen, wenn man zB vor Menschen steht und sprechen muss. Und das hilft tatsächlich. Nicht nur in dieser Situation, sondern ganz oft im Leben. Wenn ich einen guten Stand habe, kann der Wind des Lebens wehen soviel er will, der wirft einem nicht so schnell um. Wenn ich den Boden ganz fest unter meinen Füssen spüre, gibt das Halt und Sicherheit, da kann an mir rütteln wer und was will.

Ich glaube auch, es ist ganz ganz wichtig, sich auf diesem grossen Planeten mit diesen wahnsinnig vielen unterschiedlichen Menschen immer wieder bewusst zu sein, dass es viele verschiedene Wege gibt, dieses Leben zu meistern. Und dass nicht jeder da hin will, wo ich hin gehe. Und wenn, dann nimmt er vielleicht einen ganz anderen Weg, geht in einem anderen Tempo oder benützt ein anderes Fortbewegungsmittel als ich.
Ich glaube, dieses Verständnis ist uns jetzt vermutlich auch mit Corona ein wenig abhanden gekommen, weil wir halt jetzt an einem Strick hätten ziehen sollen. Das war schwierig und irgendwie ist das vermutlich aus oben genannten Gründen und mit einer Weltbevölkerung von fast 8 Milliarden involvierten Menschen auch recht begreiflich.

Ich glaube, es ist wichtig sich wieder darauf zu besinnen, dass man zwar seinen eigenen Weg hat und auch gehen soll, dass aber andere das ganz anders machen möchten als ich. Dass andere ja sogar mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mal an den selben Ort hin gehen möchten wie ich.
Ich glaube wirklich, daran sollen wir uns immer wieder erinnern und ich denke, dass uns dieser Gedanke durchaus versöhnlich stimmen könnte.

Es macht auch durchaus Sinn, den eigenen Weg zwischendurch immer mal wieder zu hinterfragen, denn wir laufen ja nicht in einem geschlossenen, geradeaus führenden Tunnel, sondern auf einem Lebensweg mit unendlich vielen Abbiegungen, Türen, Kurven, Steigungen, Senkungen und Abhängen. Es ist uns jederzeit möglich, irgendwo abzubiegen oder auch umzukehren, um eine andere Richtung einzuschlagen und das ist alles okay.
Wenig Sinn hingegen macht es, den Weg anderer Menschen zu beurteilen oder zu kritisieren. Zum einen einfach weil es nichts bringt ausser schlechten Vibes und damit wertvolle Energie negativ verpufft statt positiv nutzt und zum andern, weil es uns einfach auch einen Scheiss angeht, warum wer was macht. Es gibt Dinge, die wir auch gar nicht beurteilen können und müssen erst recht nicht.

Zwischendurch mal nach links und rechts zu gucken, wie andere das Leben leben, ist bestimmt auch nicht falsch, da wir Menschen ja ganz vieles lernen, indem wir bei andern abschauen und nachahmen (Lernen am Modell, Albert Bandura).

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