Ein Phänomen…

Ein Phänomen..

…wie die Energie genau bis zwei Tage vor dem Urlaubsbeginn reicht.

… wie man früh morgens abends früh ins Bett will und abends dann nicht mehr.

… wie irgend jemand sich immer übers Wetter aufregt, egal welches Wetter
grad ist.

… wie immer das letzte Glas Bier oder Wein schlecht war, wenn man sich am nächsten
Tag mies fühlt.

… wie man Vermissen schrecklich findet und vergisst wie schön es ist,
jemandem zum Vermissen zu haben.

… wie man „für immer“ sagt und es das nie sein wird.

… wie man Eigenschaften bei andern ekelhaft finden kann,
die man bei sich selbst nicht mal bemerkt.

… wie man im Frühling 8 Grad Aussentemperatur angenehm warm findet und
im Herbst wahnsinnig kalt.

… wie wir dieses Gelb gelb sehen und jemand anderes sagt, es sei orange.

… wie schlimm man es findet, wenn ein Glas halb leer statt halb voll ist,
wo man doch einfach nachschenken könnte.

… wie wir nach einer Krankheit oder Krise froh sind, dass es wieder bergauf geht,
wo doch bergauf aber viel anstrengender als bergab ist.

… wie wir altern als schlimm empfinden, wo wir doch alle alt werden wollen.

… wie man Schwarz trägt, wenn man trauert, obwohl man nichts dringender bräuchte als bunte Farben und Licht.

… wie wir uns als so wichtig betrachten, obwohl wir nur ganz kleine Geschöpfe sind, was unsere Grösse und Zeit hier im Vergleich mit dem Universum betrifft.

… wie wir wissen, was man ändern müsste und es einfacher finden, wenn die andern es tun.

… wie wir Haare eklig finden, sobald sie nicht mehr am Kopf befestigt sind.

… wie viele „dass“ und „das“ in Sätzen immer wieder falsch schreiben, obwohl es doch gar nicht schwierig ist.

… wie wir Momente lieber fotografieren als geniessen.

… wie wir unser Innerstes manchmal bei Fremden lieber öffnen als bei Bekannten.

… wie wir im Wohlstand leben und denken, die die nichts haben, hätten immer noch zuviel.

… wie wir uns an schlimme Momente länger erinnern als an schöne.

… wie wir zeitlebens den Tod ausblenden, obwohl er bei jedem am Ende steht.

… wie wir die Gesundheit erst schätzen, wenn wir krank sind.

… wie wir uns trauen jeden Abend die Augen zu schliessen ohne zu wissen, ob wir sie am Morgen wieder öffnen werden.

… wie ein Glas schweren Rotweins nicht mehr wiegt als ein Glas Rosé.

… wie wie Spinnen nicht mögen, sie uns aber schon.

… wie wir Natürlichkeit an Menschen mögen und doch kaum einer es noch ist.

… wie wir es okay finden, wie Käse riecht, bei Käsefüssen aber nicht.

… wie wir meinen, es gäbe Kopf- oder Gefühlsmenschen, wo wir doch beides in uns vereinen.

… wie wir im Sommer grillen und im Winter nicht.

… wie wir Bauchschmerzen bekommen, wenn sich der Kopf zuviele Gedanken macht.

… wie wir wünschen, dass die Tage, Wochen, Jahre schnell vergehen, obwohl unsere Zeit beschränkt ist.

… wie wir leben. Aber nie in der Gegenwart.

… wie Eistee immer noch Eistee heisst, auch wenn er nicht mehr kalt ist.

3 Antworten auf „Ein Phänomen…

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s