(Un)Beständigkeit

Beständigkeit. Viele von uns sehnen sich danach. Denn Beständigkeit bedeutet auch irgendwie Sicherheit. Es läuft so, wie wir es uns gewohnt sind. Wir bewegen uns in unserer Wohlfühlzone und zwar egal, ob wir uns darin wohl fühlen oder nicht. Vielleicht einfach wohler als im Gedanken an eine Veränderung, deren Ausgang ungewiss ist.

Beständigkeit. Sicherheit und Routine.

Doch das Leben ist unbeständig. Und der Mensch sowieso.
Geleitet, geführt, getrieben von inneren und äusseren Einflüssen zieht es uns weiter, auch wenn wir bleiben wollen, sollten. Manchmal freiwillig, oft unfreiwillig treibt das Leben uns ins Ungewisse.
Stillstand gibt es nicht, wenn man sich in einem sich bewegenden Umfeld befindet. Und das tun wir alle.

Und ich bin zum Entschluss gekommen, dass das gut ist. Ein gewisses Mass an Unbeständigkeit, an Bewegung ermöglicht uns Veränderung und Entwicklung. Jeder entscheidet schlussendlich selbst, was er daraus macht, jeder hat verschiedene Möglichkeiten. Energie und Kraft benötigt man schlussendlich auf jedem Weg. Entwicklung ist etwas Gutes, denn wofür sonst leben wir schlussendlich? Ich glaube, es braucht einen gewissen Leidensdruck und auch Schmerz, um weiterzukommen bzw um weiterkommen zu wollen. Es ist nie einfach, das ist meine Erfahrung. Es ist jedoch immer so, dass es danach gut ist. Oder zumindest okay. Ich schaue in diesen Momenten nicht zurück. Oder nicht zuviel. Was nützt es mir zu sehen, was war? Was ich hinter mir lassen musste, verloren habe?

Es ist wie es ist und wir sind wo wir sind. Von da gehts weiter, in jede mögliche Richtung. Aber nie zurück.