Spassbremse oder Rettungsschirm… die Vernunft

Die Vernunft steht uns ganz bestimmt oft im Weg.
Und rettet uns noch öfter davor, aus Lust oder Unlust unüberlegte Dinge zu tun, die schwerwiegende Folgen für uns oder andere haben könnten.

Wie oft würden wir nicht arbeiten gehen, weil uns nicht danach ist?
Wie oft würden wir alles hinschmeissen, weil uns alles zuviel wird…. unsere Beziehung, Freundschaften, irgendwelche Verpflichtungen…
Wie oft würden wir tagelang im Bett bleiben und herumgammeln, weil uns die Lust fehlt?
Wie oft würden wir tage- und nächtelang im Bett verbringen, weil wir Lust haben?
Wie oft würde ich nur schlafen, weil mich keine Lust auf etwas anderes habe? Oder gar nicht schlafen, weil ich die ganze Nacht lesen will?
Wie oft würden wir viel zu viel trinken?
Zuviel essen?
Zuwenig gesund leben?
Zuviel Geld ausgeben?
Nur noch zu Hause hocken?
Überall herumflattern?
Fremdgehen?
Beziehungen beenden und neue beginnen?
Mich umbringen?
Einen anderen umbringen?
Zu schnell fahren?

Wir tun so vieles, weil es vernünftig ist. Und das stresst uns so oft, weil wir lieber etwas anderes tun möchten. Sie engt uns ein, diese Vernunft, sie nimmt uns den Spass. Sie macht Druck und oft genug ein schlechtes Gewissen.
Und doch finde ich, dass die Vernunft etwas vom wichtigeren ist, was der Mensch besitzt. Vernunft kann Sicherheit bedeuten. Dass man sich auf jemanden verlassen kann. Vernunft bedeutet sehr oft auch, einen gesunden Menschenverstand zu haben und danach zu handeln. Die Vernunft ist manchmal unsere Sicherheitsplanke auf allen Seiten. Vernunft bedeutet, nicht nur nach dem Lustprinzip zu leben, sondern sich bei seinen Handlungen bzw. mit Vorteil zuvor etwas zu überlegen. Verantwortungsvoll zu handeln. An die Folgen zu denken. An die Folgen, die unser Verhalten für uns haben könnte. Aber nicht nur das. Auch an die Folgen, die unser Handeln für andere haben könnte. Ob wir damit jemanden verletzen könnten. Oder ob wir damit das eigene oder das Leben von jemand anderem „zerstören“ könnten. Oder zB. in Gefahr bringen.

Sie ist manchmal unangenehm, die Vernunft. Diese ewige Spassbremse! Und dennoch eine sehr schöne Eigenschaft. Eine wichtige. Und ich mag vernünftige Menschen. Menschen, die weiter denken. Menschen, die wissen was sie tun. Die Kunst dabei ist aber, auch mal loslassen zu können, denn vernünftig zu sein bedeutet nicht, keinen Spass zu haben. Oder nicht spontan und voller Lebensfreude zu sein.
Ich glaube, sie hilft uns einfach dabei, nicht zuuuuuu weit zu gehen. Eine moralische innere Grenze sozusagen. Funktioniert aber nicht bei allen Menschen. Bzw. bei allem Menschen gleich.

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