Das Leben… einfach umwerfend

Es ist alles was wir haben.
Unser Leben.
Es ist einfach umwerfend.

Das ist das Gute daran. Das ist aber auch das Schlechte daran.

 „Das Leben ist wundervoll.
Es gibt Augenblicke, da möchte man sterben.
Aber dann geschieht etwas Neues
und man glaubt, man sei im Himmel.“

Das hat Edith Piaf gesagt und ich finde, sie hatte sooooo recht. Das Leben beinhaltet alles… von den allerhöchsten Glücksgefühlen bis zum abgrundtiefen Leiden. Manchmal wechselt es ganz plötzlich vom einen zum andern. Und der kleine Mensch treibt auf dem Meer der Gefühle auf seinem kleinen Nussschalen-Boot, das sein Leben ist, von Welle zu Welle.

Das Leben ist umwerfend.
Weil es so unglaublich vieles für uns bereit hält. Immer wieder etwas Neues! Es ermöglicht es uns, unzählige Erfahrungen zu machen. Täglich. Kleine und grosse. Auch Dinge, die wir nicht als „Erfahrungen“ bezeichnen würden, sind welche. Begegnungen, alltägliche kleine Erlebnisse. Sie machen unseren Tag aus bzw. ob wir ihn gut oder schlecht finden. Und das wiederum beeinflusst unsere Befindlichkeit. Ich glaube, zu einem grossen Teil sind wir in dieser Hinsicht von äusseren Einflüssen abhängig, jedenfalls was unsere psychische Befindlichkeit betrifft.
Es ist zu hoffen, dass uns das Leben immer mehr schöne Momente beschert und mit den schwierigen eher zurückhaltend ist. Dass es uns vor Glück jubeln und fliegen lässt, es uns ermöglicht, ein glückliches Leben zu leben. Wir haben oft die Wahl, jedoch nicht immer. Manchmal spielt das Schicksal dazwischen oder wie auch immer wir es nennen mögen.

Und auch dann ist das Leben umwerfend.
Nicht umwerfend im Sinne von „umwerfend schön“, sondern eher wörtlich gemeint. Es wirft uns irgendetwas vor die Füsse, mit dem wir umgehen müssen. Fragen tut es nicht. Es geschieht einfach. Und da kann es schon passieren, dass es uns den Boden unter den Füssen wegzieht und uns gleich mit sich. Dass es uns umstösst, uns umwirft.
Das sind im besten Fall Phasen. Natürlich gibt es auch Menschen, die solche Situationen im Dauerzustand ertragen müssen. Die meisten von uns haben hoffentlich Glück und diese Momente des Stürzens sind Ausnahmesituationen. Vorübergehende.

Das Leben macht auch keine Ausnahmen. Jedem von uns ergeht es so, es geht auf und ab. Mal höher als normal, aber auch mal tiefer als gewohnt. Jeder erlebt es im Verlauf des Lebens. Und jeder wieder anders. Hochs und Tiefs, die jedem von uns unterschiedlich begegnen, uns einnehmen und überrollen. Im Positiven sowie im Negativen.

Ich finde, in den schwierigen Phasen, in den Momenten des Fallens, gibt es kein stark sein und kein schwach sein. Das sind Floskeln, unzeitgemässe Wertvorstellungen, die sich irgendwie hartnäckig noch halten. Es gibt Momente, die bringen uns einfach zu Fall und das wirkt sich auch bei jedem anders aus. Wenn einer nicht weint, heisst das noch lange nicht, dass er nicht leidet. Wenn einer nicht darüber spricht, heisst es noch lange nicht, dass es ihn nicht beschäftigt. Manchmal hat Trauer auch gegen aussen ein lachendes Gesicht.
Niemand muss stark sein bzw. sich so verhalten, wie wir es als stark interpretieren würden. Das hat alles nichts mit stark und schwach zu tun, finde ich. Das ist Quatsch. Schlussendlich versucht jeder, mit einer für ihn schwierigen Situation umzugehen und zwar mit den für ihn im Moment zur Verfügung stehenden Mitteln und Fähigkeiten. Jemand anderer würde es wohl anders machen, hat aber auch nicht dieselben Voraussetzungen und schlussendlich auch nicht dieselbe Situation.

Lassen wir uns darauf ein. Auf unser umwerfendes Leben.

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