Weltkindertag

Heute ist Weltkindertag. Niemand weiss das. Richtig? Warum eigentlich?

Muttertag ist jedes Jahr am zweiten Sonntag im Mai. So sehr verkommerzialisiert, dass es schlimmer fast nicht mehr ginge. Vatertag kenn ich von England, er ist irgendwann im Juni. Hier in der Schweiz gibts keinen.

Ich finde die Idee von solchen Tagen schön, wenn es darum geht, mal danke zu sagen, etwas besonderes zu machen für diese Person, egal ob Mama, Papa oder Kind. Jeder ist ein Teil der Familie, der nicht wegzudenken wäre. Man hört oft, dass es schöner wäre, wenn man diese Dankbarkeit immer (oder öfter) zeigen würde, auch ohne Mutter-, Vater- oder Kindertag. Stimmt. Der Alltag lässt die meisten von uns das wohl oft vergessen…

Ich für meinen Teil geniesse den Muttertag und das Kind tut das auch, vermutlich sogar noch mehr als ich. Ein Geschenk basteln, es geheim halten (hat noch niiiiie geklappt bis jetzt) und mich dann am Muttertagsmorgen damit und mit Kaffee im Bett überraschen. Sooooo schön! Obwohl ich ja meistens vor ihr wach bin und brav liegen bleibe, bis sie „leise“ in der Küche rumrumpelt und mich dann aufweckt. Voller Freude. Soooooo schön.

Am Vatertag dasselbe für den Papa. Und am Weltkindertag? Einfach nichts? Neiiiiin, das geht natürlich nicht. Das Kind wurde heute mit Ovomaltine im Bett geweckt und am Mittag erwartet sie ein besonders schön gedeckter Tisch und ihr Lieblingsessen.

Wäre schön, wenn diese Ehrentage ausgeglichenere Prioritäten hätten. Es muss nicht um grosse Geschenke gehen, finde ich. Nicht darum, sein schlechtes Gewissen für die restlichen 364 Tage, an denen man alles für selbstverständlich nimmt, zu beruhigen. Sondern einfach darum, einander mal eine Freude zu machen und sich selbst auch darüber zu freuen. So finde ich es schön.