Der Darvaza-Gaskrater oder das Tor zur Hölle


Ich weiss ja nicht, ob du sowas auch so interessant findest wie ich, aber offenbar bist du noch am Lesen… Also, viel Spass!

Ich finde immer wieder so spannende Orte auf dieser Welt, die so unwirklich aussehen, dass man kaum glauben kann, dass sie tatsächlich existieren. Einer davon trägt den dramatischen Namen „Tor zur Hölle“.

Mitten in der Karakum-Wüste in Turkmenistan befindet sich ein riesiger Krater mit einem Durchmesser von rund 70 Metern. Aus seinem Inneren schlagen ununterbrochen Flammen. Und zwar Tag und Nacht, 24/7 seit Jahrzehnten.

Entstanden ist der Krater vermutlich im Jahr 1971. Damals bohrten sowjetische Geologen nach Erdgas. Dabei brach der Boden unter der Bohrstelle ein und hinterliess einen gewaltigen Krater. Aus ihm strömte Methangas aus. Um zu verhindern, dass sich das Gas weiter ausbreitet und Mensch und Umwelt gefährdet, wurde beschlossen, das austretende Gas anzuzünden. Man ging davon aus, dass das Feuer nach einigen Tagen oder spätestens nach wenigen Wochen wieder erlöschen würde.
Doch es brennt bis heute…

Wer den Krater besucht, beschreibt den intensiven Geruch nach Schwefel, die enorme Hitze und das unaufhörliche Fauchen der Flammen. Besonders nachts muss der Anblick sehr beeindruckend sein. Mitten in der dunklen Wüste leuchtet ein riesiges Feuerloch, als hätte sich tatsächlich ein Eingang in eine andere Welt geöffnet.

Ich fand es beim Lesen wirklich interessant, dass dieser Feuerkrater nicht durch einen Vulkanausbruch oder ein Naturereignis entstanden ist, sondern durch einen menschlichen Eingriff. Ein kurzer Entschluss vor über fünfzig Jahren hat eine Landschaft geschaffen, die heute zu den ungewöhnlichsten Orten der Erde gehört.

Das Tor zur Hölle zeigt eindrücklich, wie mächtig die Natur ist – und wie schwer sich manche Entscheidungen wieder rückgängig machen lassen. Was nur wenige Tage brennen sollte, wurde zu einem Feuer, das seit über einem halben Jahrhundert nicht mehr erloschen ist…

Fotos: Internetfunde

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About Me

Mein Name ist Andrea und ich bin die Frau hinter den Worten und Gedanken in diesem Blog.
Alleinerziehende Mama eines Kindes im Autismus Spektrum, Sozialpädagogin und eine Frau, die sich Gedanken macht und beim Schreiben ihren Akku lädt.