
Wahnsinnig, wie die Zeit vergeht. Die Hälfte des Jahres ist bereits vorüber. Und wie war das so? Wie hast du dein Leben in diesen sechs Monaten wahrgenommen? Und wie dein Umfeld und den Rest der Welt?
Ich möchte heute über meinen Kalenderspruch vom Juli schreiben, so wie ich es ja am 1. eines neuen Monats immer mache:
Es gibt einen Satz, der ist vermutlich einer meiner Lieblingssätze. Einer meiner Lieblingsgedanken.
Du siehst die Welt nicht so,
wie SIE ist,
sondern so, wie DU bist.
Ich finde, da steckt soooo viel Wahrheit drin.
Zwei Menschen können genau dieselbe Situation erleben und sie völlig unterschiedlich wahrnehmen. Der eine sieht Hoffnung, der andere Probleme. Der eine entdeckt Schönheit in den kleinen Dingen und auch das Gute in Menschen, während der andere Schatten sieht und Schönes schlecht redet. Die eine glaubt an Lösungen, sieht Ressourcen und das, was schon gut läuft, jemand anderes richtet den Fokus auf Defizite mit dem Ziel, vieles zu verhindern. Der eine unterstellt andern gute Absichten und sieht Bemühungen, die andere unterstellt Ungutes, ist missgünstig und voreingenommen.
Perspektive ist etwas ganz Persönliches, Individuelles.
Das liegt nicht gar daran, dass die Welt unterschiedlich ist, denn wir alle leben in der selben. Es liegt daran, dass wir alle unsere eigene Welt in uns tragen.
All unsere Erfahrungen – gute sowie schwierige -, unsere Ängste, unsere Enttäuschungen, aber auch unsere Träume und unsere Freude wirken wie eine Brille, durch die wir alles betrachten.
Dieser Gedanke erinnert mich immer wieder daran, Menschen oder Situationen nicht vorschnell zu verurteilen. Oder zu BEurteilen. Wir wissen nie, welche Geschichte sie mit sich tragen und warum sie die Welt genau so sehen. Und wir sehen alles nur aus unseren eigenen Augen, unserer eigenen Perspektive.
Er erinnert mich auch daran, immer wieder an meiner eigenen Sichtweise zu arbeiten. Denn ich kann die Welt oder auch Menschen nicht einfach verändern. Aber ich kann beeinflussen, mit welchen Augen ich sie betrachte. Mit welchen Gefühlen und Gedanken. Bewusster werden.
Da beginnt die grösste Veränderung – nicht im Aussen, sondern immer in uns selbst.


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