Ich möchte euch Victoria Leigh Soto vorstellen


Manchmal werden Mensche berühmt, weil sie etwas Grosses erschaffen oder getan haben, andere, weil sie etwas entdeckt oder erfunden haben. Aber im Jahr 2026 muss das ja nicht sein. Man kann sich auch einfach beim Essen oder bei irgendwas filmen und das ins Internet stellen. Heutzutage kann man so auch für eine Weile berühmt werden, indem man seine Privatsphäre und sein Privatleben und unter Umständen auch das seiner Kinder sozusagen verkauft. Jaja, man hört es zwischen den Zeilen, ich sehe das sehr kritisch. Aber anderes Thema… zB hier: Wenn Kinder zu Content werden…

Heute geht es um eine ganz besondere Frau….
Heute erzähle ich dir von Victoria Leigh Soto.

Victoria Leigh Soto, von ihren Freunden und ihrer Familie meist einfach «Vicki» genannt, wurde am 4. November 1985 im US-Bundesstaat Connecticut geboren. Schon als junges Mädchen wusste sie, dass sie Lehrerin werden wollte. Sie liebte Kinder und träumte davon, eines Tages ein eigenes Klassenzimmer zu haben. Nach ihrem Studium wurde sie Lehrerin an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown.

Menschen, die sie kannten, beschrieben sie als warmherzig, lebensfroh und voller Leidenschaft für ihren Beruf. Für sie war das Unterrichten nicht einfach ein Job. Es war ihre Berufung. Sie freute sich über die Fortschritte ihrer Schülerinnen und Schüler, dekorierte ihr Klassenzimmer liebevoll und baute enge Beziehungen zu den Kindern auf, die ihr anvertraut waren.

Die Ereignisse vom 14. Dezember 2012 veränderten alles.

An diesem Morgen ereignete sich an der Sandy-Hook-Grundschule einer der schlimmsten Schulanschläge in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Ich will nicht genauer auf den Tathergang eingehen. Jedenfalls war ein Schütze in der Schule, der mehrere Kinder und auch Lehrerinnen erschossen hat.
Als die Gefahr näherkam, versuchte Victoria Soto, die Kinder ihrer Klasse in Sicherheit zu bringen. Sie versteckte sie und stellte ihr eigenes Leben zurück, um die Kinder zu schützen.

Die genauen Ereignisse in diesen Minuten konnten nie vollständig rekonstruiert werden. Doch was feststeht, ist, dass mehrere Kinder überlebten und dass Victoria Soto bis zuletzt versuchte, ihre Schülerinnen und Schüler zu schützen.
Sie selbst wurde dabei getötet. Victoria war erst 27 Jahre alt.

Wenn wir an Heldinnen und Helden denken, stellen wir uns oft Menschen mit besonderen Kräften vor. Menschen in Uniformen. Menschen aus Filmen. Menschen, die spektakulär irgendeine tolle Tat machen.

Aber in diesem Fall ist eine Heldin einfach eine junge Lehrerin. Eine Frau, die morgens zur Arbeit ging, weil sie Kinder unterrichten wollte. Eine Frau, die in einem Moment grösster Angst nicht zuerst an sich selbst dachte. Eine Frau, die Verantwortung nicht nur als Wort verstand, sondern als etwas, das man lebt. Eine Frau, deren grosse Tat ganz bestimmt sehr still und leise war, obwohl alles in ihr ganz bestimmt weinte und schrie.

Nach ihrem Tod wurden Schulen, Stipendien und Gedenkstätten nach ihr benannt. Tausende Menschen auf der ganzen Welt erinnerten sich an ihre Geschichte. So wurden ihr Name unter sehr traurigen Umständen berühmt.

Wenn ich an Victoria Leigh Soto denke, dann denke ich daran, wie viel Einfluss einzelne Menschen auf das Leben anderer haben können. Oft merken wir gar nicht, wie wichtig Lehrerinnen und Lehrer sind. Sie begleiten Kinder durch einen grossen Teil ihrer Kindheit, trösten, fördern, ermutigen und geben Sicherheit. Ich glaube, manchmal wissen diese Personen selber nicht, wie wichtig ihre Haltung, ihr Denken und ihr Handeln tatsächlich für das Leben dieser Kinder ist. Nicht nur jetzt, sondern auch für die Zukunft.

Ich weiss nicht, ob Vicoria Leigh Soto eine besonders mutige Frau war. Aber ich glaube, sie hat in diesem Moment irgendwie wohl die Nerven behalten und hat genau das Richtige getan. Vielleicht kann man es selbstlos und verantwortungsvoll nennen, ich weiss es nicht.

Ich finde es wichtig, vermehrt Menschen wie Victoria Leigh Soto in den Mittelpunkt zu stellen, sie und ihr Handeln zu würdigen und selber daran zu denken, dass wir auch im Kleinen füreinander dasein können. Wir müssen nicht gleich Leben retten. Ein Tag oder Moment reicht oft auch schon…

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About Me

Mein Name ist Andrea und ich bin die Frau hinter den Worten und Gedanken in diesem Blog.
Alleinerziehende Mama eines Kindes im Autismus Spektrum, Sozialpädagogin und eine Frau, die sich Gedanken macht und beim Schreiben ihren Akku lädt.