Schöne Worte — Lemonading


Lemonading ist nicht die rosarote Brille, sondern eher ein leichtes Neigen des Kopfes, wenn das Leben wieder einmal sauer schmeckt.
Das wird nicht weggedrückt oder schöngeredet, sondern es wird angeschaut.

Und dann fragt man sich: Was könnte trotzdem daraus werden?

Lemonading macht nicht, dass Zitronen oder Situationen plötzlich süss sind. Es heisst nur, dass man ihnen Wasser beimischt und vielleicht etwas Zucker und Zeit. Dies füllt man in das allerschönste Glas, das man im Küchenschrank finden kann und schon siehts ganz anders aus.
(So wie Kaffee aus einer schönen Tasse viel besser schmeckt.)

Lemonading ist eine andere Sicht auf die Dinge. Eine ressourcen-orientierte. Also sich an dem, was bereits oder noch gut läuft, uns Spass macht oder eine unserer Stärke ist, orientieren.
Schnell im Sauer baden und auch mal für eine Weile untergehen, unsere salzigen Tränen mit all dem andern vermischen. Und dann nicht darin ertrinken, sondern auftauchen und überlegen, wie man sich dies angenehmer gestalten könnte oder welche Wege es gibt, um irgendwo anders hinzugehen.
Am besten ohne zuviel Drama und im Wissen, dass das Leben halt so ist. Manchmal bitter oder sauer, manchmal sogar ziemlich ungeniessbar.

Gibt das Leben dir Zitronen?
Dann mach Limonade draus.

Genau das.

Es ist diese Haltung, die sagt: Das ist schwierig. Und es bleibt mir nichts anderes übrig, als da durchzugehen, das Bestmögliche daraus zu machen. Oder einfach überstehen, überleben, das reicht ja auch bereits.
Nicht alles muss Sinn machen, aber manches darf sich wandeln.
Und ehrlich gesagt, würde ich empfehlen, es langsam anzugehen, so dass unser Energiehaushalt mitmacht und zum andern, damit es dann auch nachhaltig ist.

Lemonading… Nicht auf das Perfekte warten, sondern lernen, mit dem zu arbeiten und umzugehen, was gerade da ist…

Und manchmal schmeckt es am Ende sogar oder ist zumindest einigermassen geniessbar. 🍋

Eine Antwort zu „Schöne Worte — Lemonading“

  1. Kommt gerade recht.
    Danke dafür.

    Und Grüße!

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About Me

Mein Name ist Andrea und ich bin die Frau hinter den Worten und Gedanken in diesem Blog.
Alleinerziehende Mama eines Kindes im Autismus Spektrum, Sozialpädagogin und eine Frau, die sich Gedanken macht und beim Schreiben ihren Akku lädt.