4. Advent… Sterne zum Leuchten bringen

Heute ist der vierte Advent, bald ist Weihnachten. Ich empfinde die Stimmung nicht als weihnachtlich und friedlich, sondern als gereizt, gehässig und angriffig.
Nicht überall, aber schon an vielen Orten.

Ich habe vor kurzem folgenden Tweet gelesen…

… und ich fand den ersten Satz so schön. Ich glaube, wir sind uns oft nicht bewusst, was wir bei anderen Menschen bewirken, egal ob zum Guten oder zum Schlechten.
Vielleicht hat man nicht für jeden in jeder Lebenslage und zu jeder Zeit ein gutes Wort – einen Stern – den man in dessen Herz legen kann. Völlig okay. Aber muss man denn stattdessen einen zertrampeln, indem man seine eigene momentan schlechte Laune, oder Energie beim andern platziert? Ginge es nicht, einfach nichts zu tun oder zu sagen in diesem Moment? Oder sich vielleicht ein bisschen bewusster zu sein, dass gerade nicht der andere Dunkelheit verbreitet, sondern man selbst?

Manchmal bin ich mir dessen bewusst, wenn mir jemand unfreundlich entgegen kommt. Aber nicht immer. Kommt sehr auf die Situation und auf die eigene Befindlichkeit an. Ich glaube aber schon, dass Menschen, die andere beleidigen oder hässlich zu ihnen sind, das nicht tun, weil der andere ein Arsch ist, sondern weil sie selbst in diesem Moment eins sind und meinen, sich dadurch besser fühlen zu können.
Das hält aber nicht an und so muss dann halt ein anderer dran glauben. Und noch einer und noch einer. Ich würde mal sagen, das ist genau das Prinzip auch von Mobbing. Die innere Unzufriedenheit, Unsicherheit oder Leere mit einem Gefühl zu füllen, das einem befriedigt. Und sich über jemand anderen zu stellen, ist offenbar seit jeher so ein Gefühl.
Es ist aber Symptombekämpfung. Die Ursache bleibt tief drinnen bestehen und verfestigt sich. Und dazu macht man noch einem anderem Menschen das Leben schwer.

Wie dem auch sei. Ich glaube, wir Menschen neigen manchmal dazu, den eigenen Blickwinkel als „the one and only“ anzusehen. Sich mal zum andern zu stellen und in dieselbe Richtung zu schauen, bringt eigentlich noch keinen um und man kann danach ohne weiteres wieder in seine eigenen Fuss-Stapfen stehen, wenn man das wünscht.
Ich glaube auch, dass wir Menschen dazu neigen, uns schnell manipuliert und belogen zu fühlen, wenn wir nicht verstehen, was vor sich geht. Und ich denke, das ist momentan sehr stark der Fall. Wir sind in der Situation, in der wir uns führen lassen müssen und das macht vielen Angst. Es ist eine Situation, die wir als Laien kaum einzuschätzen vermögen und doch haben viele den Anspruch daran und haben eine Meinung zu etwas, von dem sie nichts verstehen. Geht mir ja nicht anders, aber ich bin eigentlich ziemlich bei mir und im Vertrauen.

Auf jeden Fall finde ich, dass wir alle viel mehr Sterne verteilen sollten, damit es heller wird in den einzelnen Menschen, in unseren Häusern und auch auf der Welt.

Das Kind und ich haben heute Plätzchen gebacken und unsern Nachbarn ein Säckchen davon vor die Türe gelegt. Vermutlich freut sich der eine oder die andere ein bisschen darüber und genau in diesem Moment erstrahlt ein neuer kleiner Stern in seinem Herzen. Vielleicht. Ein Versucht hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Ich wünsche euch einen schönen, lichterfüllten 4. Advent.

Ein Gedanke zu “4. Advent… Sterne zum Leuchten bringen”

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