Von Neujahr, Kritzeleien und Vorsätzen

Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr wird manchmal „zwischen den Jahren“ genannt… lustig irgendwie, oder? Wie soll denn das überhaupt gehen, zwischen den Jahren zu sein? Und stimmen tuts ja auch nicht. Wir befinden uns immer noch im Jahr 2017 und nirgends dazwischen.

Alle Jahre wieder… Es ist Januar und schwupps ists wieder Silvester. Die Zeit rennt. Ich erinnere mich, dass das meine Eltern schon damals immer gesagt haben. Dass die Zeit schneller vergeht, wenn man erwachsen ist und wenn man Kinder hat noch schneller. Stimmt schon irgendwie.
Nun geht also ein Jahr zu Ende. Wieder eins, das sich zu den anderen vergangenen Jahre stellt. Und ich schaue zurück…
Vermutlich ist jedes Jahr, das ohne grössere Katastrophen abläuft ein Gutes. Niemand ernsthaft krank geworden, niemand gestorben, keine Unfälle. Das ist gut. Aber trotzdem fühlt es sich nicht an wie ein richtig gutes Jahr irgendwie. Viele kleinere und grössere Baustellen. Es war ein anstrengendes Jahr, ein sehr ermüdendes irgendwie.

Und in ein paar Tagen fängt ein neues Jahr ein. Neujahr fühlt sich ein bisschen an wie ein Neuanfang, wie eine neue Chance. Voller Hoffnung freuen wir uns darauf, hoffen darauf, dass die kommenden zwölf Monate glückliche und gesunde werden. Dass wiederum irgendwelche Katastrophen ausbleiben und es uns dafür schöne Momente und Frieden beschert.
Was für eine Illusion! Als ob irgendetwas neu beginnen würde am 1. Januar 2018… Nein, alles geht weiter wie immer. Den Ereignissen und den Sorgen ist es vollkommen egal, welches Jahr oder welcher Tag ist, sie nehmen einfach ihren Lauf. Manchmal ist das gut und manchmal so gar nicht.

Das einzige, das neu beginnt, ist mein Terminkalender. Immer Im Januar sieht er noch so herrlich neu aus, fast noch leer. Und das Gefühl von Entspannung und „nicht viel los“ kommt auf. Fast noch keine Termine ausser den sich alljährlich wiederholenden Geburtstagen. Sooooo ein schönes Gefühl!!! (Welches aber leider nach ein paar Januar-Tagen wieder  verfliegt und vielen Terminen, einer langen ToDo-Liste und Stress Platz machen muss.) Bis dahin geniesse ich das aber.

Ich liiiiiiiebe meinen Terminkalender aus Papier. Ja, ich bin eine altmodische Dame. 🙂
Und jedes Jahr im Oktober kaufe ich mir einen neuen. Und jedes Jahr im Januar nehme ich mir vor, schöööööööön reinzuschreiben. Also schön auf den Linien, mit schöner Handschrift, klein und leserlich. Und mit Bleistift, damit ich ausradieren kann wenn nötig. Und jedes Jahr mache ich das genau zwei Tage (wenn überhaupt) und dann gehts los mit kreuz und quer hinkritzeln, durchstreichen usw. Wie das aussieht!!!!!! Horror. Aber ich nehme mir vor, es dann im nächsten Jahr schöner zu machen…

Mit meinen anderen Vorsätzen halte ich es übrigens meistens ebenso.

Alles wie immer.