Was ist eigentlich Philophobie?


Philophobie (auch Philophobia) bezeichnet die Angst davor, sich zu verlieben oder eine enge emotionale Beziehung einzugehen.

Das Wort stammt aus dem Griechischen: philia = Liebe, Zuneigung, tiefe Freundschaft und phobos = Angst, Furcht.
Wörtlich bedeutet es also: Angst vor der Liebe.

Dabei geht es nicht darum, dass jemand keine Liebe möchte. Menschen mit Philophobie wünschen sich oft Nähe und eine Beziehung. Gleichzeitig löst genau diese Nähe starke Angst aus. Die Angst kann so gross werden, dass sie Gefühle unterdrücken, Beziehungen beenden oder gar keine neuen Bindungen eingehen.

Hinter dieser Angst können verschiedene Ursachen stecken: schmerzhafte Trennungen, Vertrauensbrüche oder Untreue, traumatische Beziehungserfahrungen, Angst vor Zurückweisung oder die Sorge, sich selbst in einer Beziehung zu verlieren.

Philophobie ist also die Angst, sich zu verlieben – Betroffene vermeiden emotionale Nähe, weil sie Herzschmerz, Zurückweisung oder den Verlust ihrer eigenen Identität fürchten.

Philophobie ist keine offiziell anerkannte psychische Diagnose wie beispielsweise eine spezifische Phobie oder eine soziale Angststörung. Der Begriff wird vor allem umgangssprachlich oder in populärpsychologischen Beiträgen verwendet, um eine ausgeprägte Angst vor emotionaler Bindung zu beschreiben.

Ich finde dieses Wort spannend, weil es zeigt, dass Liebe nicht für alle Menschen nur mit Freude verbunden ist. Für manche bedeutet sie gleichzeitig Hoffnung und Angst. Je wichtiger uns ein Mensch wird, desto grösser kann auch die Furcht sein, ihn wieder zu verlieren oder verletzt zu werden. Liebe macht uns verletzlich – und genau diese Verletzlichkeit kann manchen Menschen mehr Angst machen als das Alleinsein.

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About Me

Mein Name ist Andrea und ich bin die Frau hinter den Worten und Gedanken in diesem Blog.
Alleinerziehende Mama eines Kindes im Autismus Spektrum, Sozialpädagogin und eine Frau, die sich Gedanken macht und beim Schreiben ihren Akku lädt.