Schöne Worte — plimpplamppletteren


Plimpplamppletteren ist ein holländisches Verb. Es bedeutet: Steine über das Wasser hüpfen lassen.

Schon beim Aussprechen hört man es fast.
Dieses kleine plimp, dann ein plamm, vielleicht noch ein pletter – und dann ist es still.

Ein Stein, Bewegung. Ein paar Sekunden, die sich ausbreiten auf einer Wasseroberfläche, vielleicht Kreise ziehen im Wasser. Mehr ist es nicht. Und gleichzeitig ist es so viel.

Plimpplamppletteren ist irgendwie dieses Dazwischen.
Zwischen Tun und Sein.
Zwischen Ziel und Sinnlosigkeit.

Du stehst am Ufer, suchst dir einen flachen Stein, wägst ihn kurz in der Hand, als würde es wirklich darauf ankommen.
Und dann wirfst du.
Warum? Einfach, weil du es kannst, weil es Spass macht. Das reicht als Grund.

Vielleicht zählst du die Sprünge, wie weit er fliegt.
Schaust ihm nach.
Vielleicht aber auch nicht.

Vielleicht denkst du dabei nach.
Oder hörst endlich mal auf damit.

Ich glaube, solche Momente geben uns mehr, als wir ihnen zutrauen und als wir uns bewusst sind.
Diese kleinen, zweckfreien Handlungen, die nichts verändern und doch etwas in uns verändern, beruhigen, lösen.

Ein Stein sinkt am Ende immer.
Aber das, was dazwischen passiert, bleibt.

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About Me

Mein Name ist Andrea und ich bin die Frau hinter den Worten und Gedanken in diesem Blog.
Alleinerziehende Mama eines Kindes im Autismus Spektrum, Sozialpädagogin und eine Frau, die sich Gedanken macht und beim Schreiben ihren Akku lädt.