
Yutori ist ein japanischer Begriff und bedeutet so viel wie Weite, Spielraum oder innere Grosszügigkeit. Nicht im materiellen Sinn, sondern im Gefühl.
Zeit, die nicht gefüllt werden muss. Raum, der nicht sofort genutzt werden will.
Es ist das bewusste Innehalten. Das langsamer Werden, obwohl alles schneller sein könnte oder oft auch müsste.
Yutori ist kein Zustand, der einfach passiert, sondern eine achtsame Entscheidung. Eine leise Form von Widerstand gegen eine Welt, die uns ständig drängt.
Nicht rennen.
Nicht hetzen.
Nicht optimieren.
Sondern stehen bleiben.
Schauen.
Beobachten.
Nachdenken.
Atmen.
Yutori ist genau dieser Moment, wenn du einfach am Fenster sitzt und den Regen beobachtest, ohne ihn fotografieren zu wollen oder ihn teilen zu müssen. Ohne ihn festzuhalten.
Nur zusehen.
Aufnehmen.
Nur da sein.
Yutori bedeutet auch, dass nicht alles einen Zweck haben muss. Nicht jedes Gefühl braucht ein Ziel, nicht jede Minute eine Aufgabe.
Manchmal reicht es, wenn etwas einfach nur ist.
Manchmal ist in dem, was wir uns erlauben nicht zu tun, viel mehr Wertvolles verborgen als in all dem, was wir immer tun.


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