Steine


Es ist im Leben recht klug, sich seine Energien und Kräfte gut einzuteilen, denn man weiss nie so recht was noch kommt und wie lange das Ganze noch dauern wird.
Im Leben, diese Erfahrung haben wir wohl alle schon gemacht, dreht sich ganz vieles um Steine. Solche, die uns den Weg zwar nicht unbedingt versperren, aber doch etwas anstrengender machen und uns die Sicht nehmen, wenn man ehrlich ist. Steine tauchen auf all unseren Wegen immer mal wieder auf, das ist keine Tragödie. Kleine und grosse, leichte und ganz schwere.
Ich finde, den besten Überblick auf den weiteren Weg kann man sich verschaffen, wenn man so einen Stein besteigt und dann mal in alle Himmelsrichtungen nach Lösungen schaut. Und dann langsam weiter geht.

Ich finde ja immer, dass es gut ist, Steine wenn möglich aus dem Weg zu räumen. Das ist manchmal recht anstrengend. Aber es ist ein Phänomen, denn wenn man damit anfängt, dann werden diese wirklich immer kleiner und kleiner und können einem nichts mehr anhaben. Und so kann man dann unbeschwerter weitergehen. Ich glaube nämlich, dass wir nicht beseitigte Steine in unserem Rucksäcklein mittragen und uns diese irgendwann wieder vor die Füsse fallen. Meistens genau im falschen Moment noch dazu.
Das ist also wirklich überhaupt nicht empfehlenswert.

Es gibt Menschen, die sind aus irgendwelchen Gründen nicht dazu fähig oder bereit, ihre Steine zu bearbeiten und zu zerkleinern oder sie überhaupt mal anzuschauen. Das funktioniert schon eine Weile oder sogar ziemlich lange. Sie legen diese einfach andern vor die Füsse und tun so, als seien es deren Steine. Funktioniert manchmal ganz gut. Der:die andere ist dann beschäftigt damit, sich zu wehren und zu versuchen, den Stein auf die Seite zu schieben, aber das geht nicht wirklich, denn das ist die Beschaffenheit dieser Steine. Nur der Eigentümer kann das.
Andern Steine vor die Füsse zu legen oder zu werfen, das ist wirklich nichts Nettes und dennoch glaube ich, dass das keine schlechten, sondern schwache Menschen sind. Menschen, die aus irgendwelchen Gründen nicht können oder nicht wollen und einiges auf sich nehmen, um dies auf andere zu projezieren.

Andere kann man nicht ändern, nur das eigene Verhalten. Das wissen wir seit langem. Und was wir auch noch wissen ist, dass Karma es richten wird irgendwann.

Ich sag mal tschüss und geh wieder auf meinen Steinbruch… Feierabend ist noch lange nicht.

2 Antworten zu „Steine”.

  1. Gute Gedanken.
    Irritation beim Lesen: „… um dies andere zu projezieren.“ Da fehlt ein „auf“, denke ich.

    Gefällt 1 Person

  2. Auf dem Grabstein von Herbert Marcuse steht: Weitermachen!
    Das gefällt mir.
    Ich liebe Steine und im wilden Garten liegen so einige aus allen möglichen Gegenden.-
    Gruß von Sonja

    Gefällt 2 Personen

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