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to you.

Filme in Zeiten von Corona, Teil 1


Bisschen Fantasy gefällig?
Ich teile gerne, denn ich habe genug davon. Voilà:

Kennst du Peter Parker? Lange Story kurz erzählt: In der originalen Geschichte wurde der eher schüchterne, unscheinbare Junge von einer radioaktiven Spinne gebissen und erhielt so seine Superkräfte. Das waren Fähigkeiten wie zB an der Decke oder den Wänden entlang zu laufen wie eine Spinne oder von Dach zu Dach zu springen. Daraufhin hat er sich ein blau-rotes Kostüm genäht und sich Spiderman genannt. Dank einer selbst erfundenen und hergestellten mechanischen Konstruktion gelang es ihm, aus seinen Fingern ein Spinnenfäden-ähnliches Sekret abzusondern. So hangelte er sich von Baum zu Baum, konnte sich überall festhalten und festmachen oder seine Widersacher in die klebrigen Fäden einwickeln und erlebte so viele spannende Abenteuer.
Ich muss dazu sagen, ich mag den ja. Besonders die neuen Spiderman-Filme mit Tom Holland. Total lustig und unterhaltsam. Wäre gerade mal ein Film-Tipp an dieser Stelle.
Das war aber alles noch vor Corona.
Heutzutage wäre das alles gar nicht so einfach. Zum einen hätte der Lockdown vom letzten Jahr eh schon alles verhindert, da Peter Parker keinen Museumsbesuch hätte machen können. Und wer weiss schon, wie er zum Thema Impfen steht. Möglicherweise hätte er kein Zertifikat und könnte auch heute noch nicht ins Museum. Und wenn er könnte, wäre das eh ein riesen Problem wegen der Maskenpflicht. Nicht wegen ihm, nein. Wegen der Spinne! Wie sollte sie ihn den beissen können, wenn sie eine winzig kleine Spinnenmaske tragen muss? Tja, aus dieser Geschichte wird dann wohl nichts… Schade.

Wenn Darth Vader mit tiefer, theatralischer Stimme „ICH.BIN.DEIN.VATER“ in Richtung Luke Skywalker haucht, stockt nicht nur der Zuschauerin und dem Zuschauer der Atem, sondern ganz offensichtlich auch ihm selbst. Ihm jedoch nicht aus emotionalen Gründen, sondern weil er bekannterweise immer sehr geräuschvoll und tief atmet. Sein Markenzeichen sozusagen. Ich habe nicht 100% herausgefunden, warum das so ist. Es gibt Gerüchte, er leide an Asthma und wieder andere, die dies widerlegen. Andere sagen, als er verletzt und halb tot in der brennenden Lava lag, sei seine Lunge verätzt worden. Das ist für mich nachvollziehbar und ich erinnere mich gut an diesen Kino-Besuch in einem Kino voller Star Wars Fans. Und mir. Und an die Szene, als aus Anakin Skywalker Darth Vader wurde und das ganze Publikum gejubelt und ich geheult habe…
Wie dem auch sei, Darth Vader gehört ganz offensichtlich der Risikogruppe der Menschen an, die an einer Lungenerkrankung leiden. Herrisch und gewaltbereit wie wir ihn so kennen, hätte er uns vermutlich noch viel strengere Massnahmen auferlegt als wir sie kennen, um sein Leben zu schützen. Wer sich ihm widersetzen bzw damit sein Leben gefährden würde, der würde sich dem Kampf mit dem grossen Sith-Lord stellen müssen. Mit Lichtschwertern und wenn es hart auf hart kommt, seinem meist tödlichen Würgegriff.
Darth Vader würde sich wahnsinnig eingeschränkt fühlen in seiner Reisetätigkeit, fliegt er doch so gern von Planet zu Planet, um irgendwelche ausserirdische Wesen zu piesacken. Er wäre sooo angepisst. Nicht zuletzt auch, weil er keine Ohren hat, an denen er die Schutzmaske befestigen könnte.
Probleme über Probleme… Seine intergalaktisch-schlechte Laune wäre vermutlich der Untergang des Universums.

Und die Titanic… auf der wäre der Ausnahmezustand ausgebrochen. Statt auf Deck und in den wunderschönen Restaurants und Ballsälen herum zu flanieren, wären alle Passagiere in ihren Kabinen isoliert. Rose und Jack hätten sich nie getroffen und wenn doch, dann wäre die Szene, in der er sie gelehrt hat, super-weit zu spucken, die einzige Szene, die im Jahr 2022 auch umgesetzt werden könnte. Statt ins Meer aber in ein Röhrchen.

Die Hard hätte im Zusammenhang mit Corona gar nichts mehr mit der eigentlichen Story vom Polizisten, gespielt von Bruce Willis zu tun. Keine Action. Nur langatmig und tragisch. Man kann es sich vorstellen…


To be continued.



3 Antworten zu “Filme in Zeiten von Corona, Teil 1”

  1. Herrlich, diese Vorstellungen. Obwohl, mir kommt gerade „Und täglich grüßt das Murmeltier“ in den Sinn. Immer wieder derselbe Ablauf, bis man es geschafft hat, die Pandemie effektiv einzuhegen. Hätte was, aber erst ganz am Ende. Davor wäre es der blanke Horror!

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  2. Ich meine mich zu erinnern, dass in einer Serienfolge einer Vorabendserie einmal gesagt wurde: „Das war gegen Ende der Corona-Pandemie“. Die sind anscheinend sozusagen bereits post-pandemisch. Hach, das wäre was, wenn man diese Zeit einfach dem Cutter zum Opfer fallen lassen könnte…

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  3. James Bond hätte sich mit dem Rumknutschen schwerer getan. Bevor er einen Martini bekommt, hätte er einen Schnelltest machen müssen und die Bar betreten zu dürfen. Statt seinen Hut elegant auf den Haken zu werfen, hätte er mit seinem Charme den Desinfektionsspender mit einem verführerischen Wimpernaufschlag bedient.

    Oh, was für herrliche und lustige Gedankenexperimente! Mich wundert eigentlich, dass Corona so wenig in Filmen und Serien auftaucht (oder ich gucke die falschen). Es wird so getan als gäbe es keine Pandemie. Doch andere Themen der Zeitgeschichte schaffen den Sprung von der Realität auf die Leinwand.

    Manchmal ertappe ich mich bei Massenszenen in älteren Filmen oder auch Dokus oder Shows, dass ich mich kurz wundere warum niemand eine Maske trägt 🤣

    Gefällt 1 Person

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