Menschen, die gehen, machen Platz für neue(s)

Manchmal knallts und alles liegt in Scherben. Ein falsches Wort oder irgendwas anderes, manchmal brauchts gar nicht viel. Und manchmal knallts noch nicht mal und trotzdem liegen da überall Scherben. Scherben, wo wir keine erwartet hätten, weil das doch unzerbrechlich und mindestens für immer war. Hätte sein sollen.

Die Scherben einer Freundschaft oder Beziehung.

Ich habe es in den letzten Jahren aber auch zwei, dreimal erlebt, dass irgendwas explodiert bzw beim andern implodiert ist ohne dass ich viel dazu beigetragen hätte. Zack, weg. Freundschaften bzw Bekanntschaften, die ich persönlich für widerstandsfähiger gehalten hätte.

Freundschaft. Oder Beziehungen. Bekanntschaften. Beständig sind nur die wenigsten. Und das sind dann aber die echten, wenn ihr mich fragt. Die guten. Die gehen nicht gleich kaputt, wenn mal was ist. Mit diesen Menschen verbindet uns etwas, das tiefer ist und stabil. Da kann ich meine Meinung sagen und wenn die nicht gut ankommt, wird nicht der Kontakt von jetzt auf gleich abgebrochen. Da wird diskutiert oder es einfach so stehen gelassen, denn man muss nicht immer überall gleicher Meinung sein. Da kann sich eine Lebenssituation verändern und es ändert sich dadurch aber an der Freundschaft nichts, weil das was einen verbindet nicht im Oberflächlichen liegt. Da kehrt man sich nicht um und geht, wenn es mal anstrengend wird. Da bricht man nichts ab, wenn Leute tratschen, nein, da fragt man nach.

Aber es ist so. Menschen kommen und Menschen gehen. Das macht auch Sinn. Freundschaften, die sozusagen verenden, waren vermutlich längst keine mehr. Beziehungen ebenfalls. Die haben ihren Wert längst verloren, wenn auch manchmal nur für eine der beteiligten Personen. Es ist gut, in solchen Fällen loszulassen, sich möglichst nicht zu sehr damit zu belasten oder zuviel bei sich zu suchen. Es ist, wie es ist. Akzeptieren, wenn nötig trauern und weiter gehen. Sowas gehört dazu zum Leben. Menschen, die gehen, machen Platz für neue(s).

Es gilt immer: Mehr von dem, was mir gut tut und weniger vom andern. Mehr Positives als Negatives. Egal, ob das Dinge, Situationen oder Menschen sind…