Einander ein Lächeln ins Herz zaubern

Das Wichteln ist ein schöner, kleiner Brauch in der Adventszeit. Man überrascht einander heimlich mit kleinen Geschenken und freut sich darüber, jemandem eine Freude zu machen. Und der andere freut sich über das kleine Geschenklein… und schon freuen sich zwei, das ist doch toll!

Ich glaube, es würde unsere Welt ein ganz grosses Stück liebenswerter machen (Und ich finde durchaus, dass sie  das bereits ist. Aber noch liebenswerter geht ja irgendwie immer, denn es schadet niemandem, noch glücklicher zu werden als er es sowieso schon ist. Und wenn er traurig ist, um so mehr.), wenn wir nicht nur in der Adventszeit wichteln würden, sondern das ganze Jahr über.
Einander viel öfter etwas Liebes tun. Ich denke damit nicht an gekaufte, teuere Geschenke, was aber natürlich schon auch okay ist. Man kann jemandem aber auch ein Lächeln ins Herz zaubern mit Dingen, die nicht materiell sind und das ist ganz einfach. Es braucht nichts dazu, nur uns Menschen.

Ich habe dieses Jahr viele solche Wichtelgeschenke erhalten… eine Freundin gibt mir immer mal wieder ein Glas selbstgemachte Konfitüre mit. Gemüse aus dem Garten und Heu für die Meerschweinchen. Ich schätze das sehr!
Mit einer andern Freundin ging ich essen und sie hat mich ganz überraschend eingeladen. Es war ein richtig grosses, wahnsinnig leckeres Menu und der schönste freie Abend, denn ich seit langem hatte.
Die Menschen, die mir helfen, wenn in der Wohnung etwas defekt ist. Oder am Auto. Wenn ein Bild aufgehängt werden muss oder sonst irgendwas.
Zusammen einen Kaffee trinken, Zeit haben.
Und da war auch viel anderes… Freunde, die in Kontakt bleiben und es auch in der Zeit blieben, als ich vor lauter Trennungsschmerz, Sorgen und Ängste viel geweint habe. Schwierig auszuhalten, ich weiss.
Freunde, die das Kind und mich mal zum Kaffee und spielen einladen oder auch uns besuchen. Darüber freuen wir uns sehr!
Freunde, die schreiben und anrufen und einfach zeigen, dass sie mich nicht vergessen haben, auch wenn die Zeit zum Treffen manchmal nicht da ist.
Freunde, die verständnisvoll sind, die zuhören, auch wenn sie vielleicht nicht alles 1:1 nachvollziehen können, weil sie es noch nie erlebt haben.
Freunde, denen ich vertrauen kann und die sich auch mir anvertrauen.
Freunde, die mit mir lachen und wenn nötig auch weinen.
Menschen, dank denen ich mich nicht einsam fühle.
Ein Säckchen Weihnachtsplätzchen vor der Türe, eine handgeschriebene Postkarte, jemand der fragt, wie es einem geht usw…
Menschen, egal ob Bekannte oder Fremde, Verkäuferinnen, Fussgänger, Lehrerinnen usw., die freundlich sind, auch mal lächeln, etwas Nettes sagen… Das ist schön!
Vielen, vielen Dank!!!

Jeder seinen Möglichkeiten entsprechend.
In unserem ehemaligen Zuhause habe ich immer, wenn ich gebacken habe, einen Teil davon dem älteren Ehepaar im Haus gebracht. Brötchen, Muffins, Sonntagszopf, Kuchen… und sie haben sich immer sehr gefreut.
Ich möchte unbedingt wieder mehr solche Dinge machen. Kleinigkeiten. Und doch haben sie eine schöne Wirkung.

Einander ein bisschen glücklich machen. Darin sehe ich den Sinn des Wichtelns. Auch im Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober und November.

 

 

 

 

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