Von Kirchen und Friedhöfen…

Ich gehe so selten in die Kirche. Eigentlich nur, wenn ich „muss“. Am ersten Sonntag im Oktober findet immer das Jahresgedächtnis für meine Eltern statt. Das war schon immer so. Früher war es einfach für meine Grosseltern usw. Damals ging ich an diesem Tag dann immer mit meiner Mutter in die Kirche. Naja…. nicht immer freiwillig…

Jetzt sind wir es, das Kind und ich, wir gehen zusammen in die Kirche. Ich bin ihr dankbar, dass sie mitkommt. Mir ist es wichtig, das für meine Eltern zu tun und ich bin froh, nicht allein zu sein. 

Lieber gehe ich aber eigentlich in die Kirche, wenn sie dunkel und leer ist. Mit der Kleinen zuvorderst eine Kerze anzünden, Wünsche und Grüsse zum Himmel schicken und ein bisschen herum schauen oder nachdenken. Ich finde, dann ist es so schön ruhig und friedlich. Die Kirche hier im Dorf, der fühle ich mich verbunden, auch ohne besonders religiös zu sein. Trotzdem. Dort wurde ich getauft, dort habe ich später meine Eltern begraben und mein Kind getauft. Emotionale Ereignisse. Und irgendwie ist das ein schöner Ort für mich. 

Besonders gerne besuche ich alte Kirchen in England. Dort hats viele alte Kirchen, die irgendwo vergessen – so scheint es – stehen und vor sich hin zerfallen. Sooooooo schön! Und die Friedhöfe! Uralt. Ich mag es, die alten Inschriften zu entziffern und meine Phantasie malt mir aus, wie das damals war, was passiert ist. Und ich mag Statuen. Uralte Statuen. Wunderschöne, mächtige Engel. Glückliche und Trauernde. Wunderschön…