Schöne Worte — Kalethir


Kalethir…
Ein Wort, das sich anfühlt wie ein tiefer Atemzug nach einer langen Reise. Wie dieser seltene Moment, in dem innen plötzlich alles still wird und man merkt: Ich bin angekommen. Es ist gut.

Kalethir beschreibt dieses ruhige, nicht ganz einfach erklärbare Gefühl, genau dort zu sein, wo man sein soll. Nicht unbedingt perfekt, nicht unbedingtt leicht. Aber eigentlich richtig. So wie ein Schlüssel, der endlich das passende Schloss findet und sich darin drehen lässt.

Kalethir scheint kein historisch gewachsenes Wort aus einer alten Sprache zu sein, sondern eher ein poetisches Kunstwort. Und irgendwie passt das sogar, denn manche Gefühle sind so fein und leise, dass normale Wörter sie kaum richtig greifen können.

Ich glaube, viele Menschen suchen ihr ganzes Leben nach genau diesem Gefühl. Nach einem Ort, nach einer Aufgabe, nach einem Menschen oder vielleicht einfach nach einer Version von sich selbst, bei der plötzlich nichts mehr erzwungen wirkt, sondern passend.

Kalethir fühlt sich für mich nicht an wie ein grosser Triumph, wie ein Feuerwerk oder ein Erfolgsmoment. Eher wie Frieden. Wie dieses innere Wissen, dass ich mich genau hier wohl fühle, wo ich bin.
Das passiert in ganz unspektakulären Augenblicken. Wenn man nachts noch Licht in der Küche brennen hat und merkt, wie sehr man sich zu Hause fühlt.
Wenn man mit jemandem zusammensitzt und nicht dauernd überlegen muss, wie man wirken sollte oder könnte.
Oder wenn man zurückschaut und erkennt, dass selbst die Umwege des Lebens einen genau hierher geführt haben.

Ich finde den Vergleich mit dem Schlüssel schön, aber auch den mit dem Weg.
Ein Schlüssel muss sich nicht verbiegen, um zu passen. Er passt einfach, wenn er am richtigen Ort ist.
Ich glaube, dass unsere Wege uns immer wieder zu guten Orten führen. Dass wir ganz vieles mitentscheiden auf diesen Wegen, dass unser Schicksal aber mit viel mehr verbunden ist als nur unseren Wünschen und unserem Willen.

Kalethir bedeutet für mich, dass Ankommen oft nichts Äusseres ist. Ein Ort, ein Mensch oder ein perfektes Leben. Sondern das Gefühl in unserem Innern…

Schönes Gefühl.

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About Me

Mein Name ist Andrea und ich bin die Frau hinter den Worten und Gedanken in diesem Blog.
Alleinerziehende Mama eines Kindes im Autismus Spektrum, Sozialpädagogin und eine Frau, die sich Gedanken macht und beim Schreiben ihren Akku lädt.