Brille, Auto, Handy…


Täglicher Schreibanreiz
Auf welche drei Gegenstände könntest du nicht verzichten?

Schlussendlich kann man vermutlich auf alles verzichten. Ganz besonders auf Gegenstände.
Worauf ich keineswegs verzichten könnte, ist meine Brille. Das ist ja selbsterklärend…
Sehr ungern würde ich auf mein Auto verzichten, da von da aus wo ich wohne, sich irgendwie alles mit ÖV wie eine halbe Weltreise anfühlt.
Ich würde sehr gerne auf mein Handy verzichten, würde ich aber nicht können, da dort einfach alles drin ist, was ich an Informationen so brauche tagein, tagaus.

Das sind ja nun schon drei….

Ich finde es ja bewundernswert, wenn Menschen minimalistisch leben, also nur ganz wenige Gegenstände / Sachen haben. Ich glaube tatsächlich, dass dies befreiend ist, aber ich könnte es nicht.
Ich habe viel zu viele Sachen und das meiste davon brauche ich nicht wirklich, das ist schon so. Und dennoch gehört das alles zu mir und macht, dass ich mich zB in unserer Wohnung behaglich und sicher fühle. EINE einzige Kaffeetasse würde reichen bzw. zwei, denn das Kind trinkt ja auch mal Tee oder sowas. Aber was wäre das Leben ohne Kaffeetassen, in denen der Kaffee noch viel besser schmeckt? Das ist mein Wellness…

Meerschweinchen sind ja keine Gegenstände, sondern Familienmitglieder…

Gegenstände sind ja das eine…. Personen sind das andere. Da ist es viiiiiiel schwieriger, finde ich. Und mit viel mehr Schmerz verbunden. Oftmals sind das Grenzerfahrungen, denn es ist ja nicht nur ausschliesslich dieser Verlust, sondern ganz oft ganz vieles, was vorher, daneben und danach noch war oder ist.
Ich glaube, unsere wichtigsten Erfahrungen im Leben sind Verluste, die wir verkraften müssen. Ich glaube, das sind die Erfahrungen, die uns am meisten und am nachhaltigsten prägen und ich glaube auch, dass man das nur weiss, wenn man es erlebt hat…

Also, es geht ohne alles und jeden…. Alles ist ersetzbar und auch jede:r.
Aber schön ist es nicht.

Eine Antwort zu „Brille, Auto, Handy…“

  1. Den größten Schmerz- und die größte Grenzerfahrung lernen wir von Menschen von denen wir dachten es gäbe eine Form von Liebe auf Gegenseitigkeit, denn verletzbar sind wir nur dann wenn wir Menschen in unser Herz lassen….und 3 Dinge die ich nicht abgeben wollen würde, mein Handy, meine Wolle, mein Werkzeug 🙂

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About Me

Mein Name ist Andrea und ich bin die Frau hinter den Worten und Gedanken in diesem Blog.
Alleinerziehende Mama eines Kindes im Autismus Spektrum, Sozialpädagogin und eine Frau, die sich Gedanken macht und beim Schreiben ihren Akku lädt.