Schöne Worte — Ayurnamat


Ein fast unbekanntes Wort, dessen Klang schon etwas Weiches in sich trägt. Es beschreibt den Glauben daran, dass es keinen Sinn hat, sich um das zu sorgen, was wir nicht verändern können.
Eine Haltung der Annahme gegenüber all dem, was ist und gleichzeitig eine Ermutigung, die eigene Kraft dorthin zu lenken, wo wir etwas bewegen können.

Die genaue Herkunft ist nicht klar verortet, doch das Wort trägt Spuren von Gedanken, die in vielen Kulturen zu finden sind:
Die Idee des Loslassens, des Annehmens, des Weitergehens.
Ein Wissen, das älter ist als Worte selbst.
Es gibt Dinge im Leben, die entgleiten uns, egal wie fest wir sie halten wollen.
Menschen.
Momente.
Ergebnisse.
Und manchmal auch Pläne, von denen wir dachten, sie wären sicher.

Wir drehen sie in unseren Gedanken, wenden sie hin und her, suchen nach Lösungen, die es vielleicht gar nicht gibt. Als könnten wir durch genug Nachdenken die Welt ein kleines bisschen verschieben.

Aber sie bleibt, wie sie ist. Und genau hier beginnt ayurnamat. Das Verstehen und die Einsicht, dass das nun nicht in meiner Hand liegt und losgelassen werden darf.

Ayurnamat bedeutet nicht, dass alles egal ist oder an Wert verloren hätte, sondern dass wir unterscheiden lernen. Zwischen dem, was wir tragen können und dem, was wir tragen wollen, obwohl es uns zu schwer ist.

Zwischen Kontrolle und Vertrauen.
Zwischen Festhalten und Frieden.
Es ist die Entscheidung, die Energie nicht in das Unveränderbare zu giessen, sondern in das, was wachsen kann.

Ein neuer Anfang, so klein er auch sein mag. Ayurnamat kann ein Wendepunkt sein, den wir ganz allein für uns einschlagen.
Ein Moment der Stille.
Ein tiefes Einatmen
Das inneres Nicken.

Und dann dieser eine Gedanke: Ich kümmere mich um das, was ich beeinflussen kann und den Rest lasse ich ziehen. Nicht, weil es leicht ist, sondern weil es frei macht.
Und irgendwo zwischen diesem Loslassen und diesem Weitermachen entsteht etwas Neues, Wunderbares: Frieden.

Hinterlasse einen Kommentar

About Me

Mein Name ist Andrea und ich bin die Frau hinter den Worten und Gedanken in diesem Blog.
Alleinerziehende Mama eines Kindes im Autismus Spektrum, Sozialpädagogin und eine Frau, die sich Gedanken macht und beim Schreiben ihren Akku lädt.