
Es bereitet mir Sorgen, in die Welt hinaus zu schauen und dabei zu sehen, welch grosses Chaos der Mensch überall verursacht. Grosse Tragödien spielen sich an vielen verschiedenne Orten der Welt ab und grosse Tragödien beinhalten unendlich viele „kleine“ Tragödien, die für die Betreffenden auch gross sind. Denn es geht um ihr Leben und nicht selten um Leben und Tod.
Das Erdbeben in Afghanistan von heute zum Beispiel hat sehr viele Tote und Verletzte gefordert, viele Menschen sind noch unter den Trümmern irgendwo. Für uns ist das EINE Tragödie. Für die Menschen dort sind das viele Tragödien. Es wird unendlich viele Familien geben oder auch Einzelpersonen, die einen oder mehrere geliebte Menschen vermissen. Kinder, Väter, Mütter, Freunde:innen, Geschwister…. Und sie sind krank vor Sorge. Unendlich viele Menschen, die ihr Zuhause verloren haben. Ihr Haus und aber auch ihren ganzen Ort vielleicht und damit alles, was sie besessen haben.
Und auch aktuell die Situation in und rund um Israel herum… Nach wie vor die Ukraine… Haiti… Südsudan… Burkina Faso… Äthiopien… Somalia…. Kongo…
In Jemen sind 19 Millionen Menschen von Ernährungsunsicherheiten betroffen, das sind 3 Millionen mehr als im letzten Jahr. 70% der Bevölkerung würden ohne humanitäre kaum überleben. Jemen befindet sich seit 8 Jahren in bewaffneten Konflikten. Zusätzlich wird die Versorgung mit Nahrungsmitteln durch ihre Abhängigkeit von Russland und der Ukraine noch erschwert. 80% der Bevölkerung lebt unter der Armuntsgrenze. Auch da sehen wir EINE Situationen und nicht all die Einzelschicksale dahinter. Familien, die ihre Kinder nicht ernähren können. Menschen – und sie alle sind Angehörige von jemandem – sterben an Unterernährung und an unterschiedlichen Krankheiten, denn die meisten Familien können sich medizinische Versorgung nicht leisten.
Das sind nur einige Beispiele, es gibt ja noch viele weitere… meine Cousine im Staat New York hat vor einiger Zeit erzählt, dass sie nur noch mit Maske aus dem Haus können und wochenlang den Himmel nicht mehr gesehen haben, weil alles neblig bzw rauchig war wegen den riesigen Waldbränen in Kanada.
Im Amazonas wurden in den letzten 30 Jahren mehr als 400‘000 Quadratkilometer Regenwald gerodet. Das ist etwa soviel wie die Fläche von Deutschland und Dänemark zusammen. Unzählige Bäume, die gefällt wurden und das hat einen Einfluss auf unser Klima. Weniger Bäume bedeutet, dass es weniger regnet, was wiederum bedeutet, dass die restlichen Bäume mit der Zeit vertrocknen und absterben werden. Dort wo mal Regenwald war, entsteht eine Savanne. Mit fatalen Auswirkungen auf die Artenvielfalt in diesem riesigen Gebiet und auch für die Menschen. Eine solche riesige Fläche hat sogar Auswirkungen auf unser gesamtes Erdklima.
Ich merke gerade, dass ich mit Beispielen von Schwierigkeiten auf der Welt ziemlich ausgeartet bin und es gäbe noch viel, viel mehr zu schreiben…
Mein Titel heisst aber „schöne Dinge“ und diese sind nie im Leben wichtig,er als wenn es schwierig ist, denn sie halten uns über dem Wasser und am Leben.
Je mehr schwierige Dinge mir das Leben beschert,
desto mehr schöne Dinge produziere ich.
Das ist mein Nicht-Aufgeben, mein Widerstand. mein Kraft tanken und es ist meine Hoffnung, dass das ganz viele tun.



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