Schöne Worte – Gökotta


Es gibt Wörter, die einfach schön klingen. Wörter, die einen Duft in sich tragen… nach frischer Luft, nach Hoffnung, nach einem neuen Anfang.

Gökotta.

Aus dem Schwedischen stammend bedeutet es, früh am Morgen aufzustehen, um hinauszugehen, um den ersten Vogelgesang zu hören. Ganz bewusst.

Gökotta ist ein Ritual der Achtsamkeit. Ein Moment, in dem wir die Schönheit des Tages begrüssen, bevor die Welt laut wird. Es ist das leise Erwachen, wenn die Luft noch kühl ist und das Licht sich erst tastend über die Landschaft legt. Wenn die Vögel wissen, dass es Zeit ist, noch bevor wir es tun.

Vielleicht ist Gökotta auch eine Erinnerung an uns: Starte langsam in den Tag, lebe wacher und sieh und höre, was rund um dich herum passiert in der Natur.
Ein neuer Tag ist nur nur voller Pflichten und Aufgaben, er ist auch ein Geschenk.

Wer so früh aufsteht, um nur zu lauschen, zeigt sich selbst gegenüber eine Form von Achtsamkeit und Liebe. Die Liebe zu einem Moment, den man nicht nachholen kann. Der nur jetzt existiert, genau in diesem Farbton, in dieser Stille, in diesem Gesang.

Gökotta ein Gefühl. Das tiefe Einatmen der Morgendämmerung. Das Staunen darüber, wie reich die Welt ist, wenn wir rechtzeitig aufstehen, um sie zu hören. Und möglicherweise auch die Erkenntnis, dass jeder Tag in Schönheit beginnt… egal, ob wir hinsehen oder nicht.

Manchmal reicht es, den Himmel ein wenig früher zu betrachten, um zu spüren, dass wir Teil von etwas Weichem, Lebendigem und Wunderschönem sind. Sich dies in diesen Zeiten immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, kann nicht so falsch sein…

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About Me

Mein Name ist Andrea und ich bin die Frau hinter den Worten und Gedanken in diesem Blog.
Alleinerziehende Mama eines Kindes im Autismus Spektrum, Sozialpädagogin und eine Frau, die sich Gedanken macht und beim Schreiben ihren Akku lädt.