
Es gibt ja so vieles, worüber wir Menschen dankbar sein können und nicht immer ist es einfach, all dies nicht zu übersehen im Strudel des Lebens.
Wir alle tragen einen Rucksack voller Dinge mit uns herum, Tag für Tag. Aber wie oft schauen wir da eigentlich hinein, um uns zu vergewissern ob alles noch da ist und auch, um mal auszumisten. Ballast abzuwerfen, zu entsorgen, den wir längst nicht mehr benötigen? Oder auch um nachzuschauen, ob vielleicht Neues dazugekommen ist und welche Ressourcen aus unseren Erfahrungen und Bewältigungsstrategien entstanden sind?
Ich glaube, viele tragen viel zu viel mit sich, nur weil es nicht so einfach ist, im Gepäck weit nach unten zu wühlen und ein paar Dinge rauszunehmen, um sie genauer zu betrachten. Viel einfacher, sie in den dunklen Tiefen des Rucksacks ruhen zu lassen. Aus den Augen, aus dem Sinn…
Leider ist dies ein Trugschluss, denn alles ist noch da und es wird erst einfacher, wenn wir es verdauen und einen Teil davon ausscheiden. Ganz besonders die Dinge, die wir verdrängen. Das sind dann auch die Dinge, die uns triggern.
Ich bin ja kein Fan von Triggerwarnungen. Ich finde sogar, dass sie eine unschöne Zeiterscheinung sind bzw zu oft eigentlich missbräuchlich verwendet werden. Denn real Trigger ist dann schon etwas anderes als einfach ein Thema, das wir nicht mögen oder das stresst.
Trigger…
= da ist etwas, das mich noch wahnsinnig stresst =
… entweder ausweichen, irgendwo im Rucksack versorgen und ganz viel Zeugs darüber packen, damit ich mich nicht erinnern muss, Triggerwarnungen verlangen, damit auch ganz sicher nichts mehr hochkommt….
… oder schauen, was da so stresst und triggert, darüber sprechen, weinen, schreien oder was auch immer, Therapie vielleicht, je nach dem und irgendwann erleichtert feststellen, dass es besser wird.
Nicht alles ist Trigger, von dem wir denken es sei.
Real Trigger = wenn jemand stark traumatisiert ist und eine Konfrontation mit dem Thema eine psychische Krise, Anxiety oder was auch immer auslöst. Ich finde aber schon auch, dass dies unbedingt ernst genommen und angegangen werden soll, damit es vielleicht ein bisschen einfacher wird, damit umzugehen.
Denn alles, was aufliegt und zu schwer ist, bitte hinterfragen, Ballast abbauen so gut wie möglich.
Viele Menschen nennen es Trigger, wenn sie das Thema unangenehm finden. (Die Themen, die sie irgendwo weit unten im Rucksack versorgt haben oder Themen, die sie einfach überfordern.)
Wenn ich noch heute, 28 Jahre nach dem Tod meiner Mutter, sehr berührt bin und oft auch weinen muss, wenn jemand anderes seine / ihre Mutter verliert und mit mir darüber spricht und vielleicht weint, das ist nicht Trigger. Das ist NORMAL.
Gefühle sind einfach normal.
Es triggert mich nicht, wen jemand anders weint und es triggert mich nicht, wenn jemand über schwierige Themen mit mir spricht und es triggert mich ebenfalls nicht, wenn eigene Erfahrungen dann hoch kommen, denn ich habe alles so gut wie möglich reflektiert und verarbeitet. Es ist trotzdem noch da, denn es gehört zu meinem Leben. Es ist okay. Und es ist auch okay, über gewisse Dinge auch heute noch traurig zu sein oder wütend oder was auch immer.
Trigger ist es dann, wenn sie einen Zustand auslösen, der nicht mehr gesund ist.
Aber ähm…. keine Ahnung, wie das jetzt zum März-Satz meines Kalenders passt, aber offensichtlich passt es ja irgendwie, sonst wäre ich jetzt ja nicht darauf gekommen….
Was ich eigentlich am Anfang schreiben wollte ist, dass es richtig gut tut, mal im Rucksack nachzusehen, welche Schätze sich darin verbergen. Welche Ressourcen wir mit uns mittragen. Welche Stärken und Fähigkeiten, wir uns im Verlauf unseres bisherigen Lebens angeeignet haben. Dank oder wegen all unseren Erlebnissen und Erfahrungen. Gute wie schlimme… Die machen alle etwas mit uns und ich denke, es ist unsere eigene Verantwortung, WAS genau das ist.
Und damit sind wir wieder beim März-Kalender-Satz:
Vielleicht ist alles,
was dir passiert,
eine Einladung,
dein Leben noch mutiger
und liebevoller zu leben.
Und ich bin ganz sicher, dass es das ist. 100%
Es ist wunderbar, den Glauben daran neben vielen anderen Dingen, auch nicht nur leichte, in meinem Rucksack zu haben.
Wenn du ganz viele schöne Dinge machst,
veränderst du die (deine!) Welt.
Die Welt braucht das.
Die Menschheit braucht das.
Menschen, die mutig sind, die liebevoll sind und die das bei sich und in ihrem Umfeld leben.
Ich finde, dass heute ein besonders trauriger Tag ist, wenn ich in den Nachrichten lese, was gerade los ist.
Und gerade deswegen, lass uns liebevolle, empathische und FRIEDLICHE Menschen bleiben / sein / werden. Es ist wirklich wichtig.
Vielleicht ist alles,
was dir passiert,
eine Einladung,
dein Leben noch mutiger
und liebevoller zu leben.
(Was tragen wohl Menschen wie zB Trump mit sich in ihrem Rucksack herum, dass sie so geworden sind, wie sie sind? Dass sie alles um sich herum zerstören aus Geldgier und Machtgeilheit? Ich weiss nicht, ob wir es wissen möchten, aber es muss allerhand sein…)


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