„The Timing That Chose You“-Theory


Der Zeitpunkt wählt dich. Nicht du ihn.

Manchmal glauben wir, wir hätten unsere Chance verpasst.
Den richtigen Moment.
Den richtigen Menschen.
Oder den richtigen Weg.

Wir schauen zurück und denken:
„Wenn ich nur schneller gewesen wäre.“
„Wenn ich mutiger gewesen wäre.“
„Wenn ich mich früher entschieden hätte.“
“Hätte ich das tun sollen?“

Aber vielleicht war es kein Verpassen, sondern so gewollt, gemusst.

Die sogenannte „Timing That Chose You“-Theorie ist keine echte Theorie im wissenschaftlichen Sinn. Es ist eine Metapher, die im Internet kursiert. Es sind Gedanken. Eine Perspektive.

Es bedeutet:
Du hast nichts verpasst. Die Zeit, die du dir gewünscht hast, war noch dabei, dich zu formen.
Der langsamere Weg hat dir Geduld beigebracht. Die Umwege waren gar keine. Sie haben dein Vertrauen aufgebaut. Was sich wie Verzögerung anfühlte, war vielleicht Schutz oder einfach nicht der richtige Zeitpunkt, der richtige Ort oder die richtige Person.
Die Zeit war noch nicht reif…

Manche Dinge brauchen Reife. Nicht nur im Aussen, sondern vor allem in uns. Und schlussendlich passiert vielleicht, so glaube oder hoffe ich, vieles zur richtigen Zeit.

Vielleicht wärst du damals noch nicht bereit gewesen für das, was du heute tragen kannst oder für das was du heute machst oder bist.

Die schönste Aussaga in dieser Metapher ist für mich:
Was für dich bestimmt ist, muss nicht gejagt werden. Es findet dich, wenn du bereit bist, es zu empfangen.
Dass wir bereit sind, das wissen wir ja nicht immer und vielleicht ist dies ja auch nur eine leere Metapher…. Wer weiss…

Aber ich denke schon, dass ganz vieles durch Wachstum entsteht.
Vielleicht war dein „zu spät“ einfach nur ein „noch nicht“. Vielleicht war dein Warten kein Stillstand, sondern ein Werden und Wachsen. Es kann aber auch sein, dass alles anders kommt und dass daraus etwas Gutes entsteht. Nicht immer, aber manchmal.

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About Me

Mein Name ist Andrea und ich bin die Frau hinter den Worten und Gedanken in diesem Blog.
Alleinerziehende Mama eines Kindes im Autismus Spektrum, Sozialpädagogin und eine Frau, die sich Gedanken macht und beim Schreiben ihren Akku lädt.