The Sunflower Theory


Ich habe über die Sunflower Theory gelesen und weil ich sie sehr schön finde, möchte ich sie mit euch teilen.

Die Sunflower Theory sagt: Sonnenblumen richten sich an hellen Tagen zur Sonne aus. Sie wachsen und sie strecken sich immer der Sonne entgegen. Die Köpfe sind immer dem Licht zugewandt. Doch wenn der Himmel grau wird, wenn es dunkel wird und die Sonne fehlt, dann drehen sie sich zueinander.

Und irgendwie sind wir Menschen gar nicht so anders.

An guten Tagen können wir gut eigenständig sein. Uns ausrichten, wachsen, unseren Weg gehen.

An guten Tagen holen wir uns Kraft von aussen. Von Erfolg, Leichtigkeit, Begegnungen, vom Gefühl, dass alles fliesst. Wir funktionieren, wir wachsen, wir tragen uns selbst. Es fühlt sich selbstverständlich an.

Doch dann gibt es diese anderen Tage. Die leisen. Die schweren. Die, an denen die Sonne nicht scheint, egal wie sehr wir uns bemühen. Tage, an denen das Aussen nichts hergibt. Weder Antworten, noch Energie und keine Orientierung.

Und genau dann zeigt sich, was uns wirklich trägt. Nicht das Licht von aussen, sondern das, was zwischen uns Menschen entsteht. Nähe und Verlässlichkeit. Ein Mensch, der da ist. Jemand, dem wir uns zuwenden dürfen, ohne stark sein zu oder im Licht glänzen zu müssen.

Vielleicht ist das der eigentliche Kern dieser Theorie: Dass wir nicht dafür gemacht sind, alles alleine auszuhalten. Dass Verbindung kein Zeichen von Schwäche ist, sondern von Vertrauen. Und dass Liebe, in welcher Form auch immer, nicht nur darin besteht, gemeinsam in die Sonne zu schauen, sondern einander nicht aus dem Blick zu verlieren, wenn es dunkel wird.

An hellen Tagen dürfen wir eigenständig sein. Uns ausrichten, wachsen, unseren Weg gehen. An dunklen Tagen dürfen wir uns drehen. Hin zueinander, uns anlehnen, Wärme teilen.

Für mich ist die Sunflower Theory deshalb nicht einfach nur eine schöne Metapher, sondern sie sagt sehr schön aus, dass wir Menschen einander brauchen.

Nicht immer. Aber genau dann, wenn das Licht fehlt. 🌻

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About Me

Mein Name ist Andrea und ich bin die Frau hinter den Worten und Gedanken in diesem Blog.
Alleinerziehende Mama eines Kindes im Autismus Spektrum, Sozialpädagogin und eine Frau, die sich Gedanken macht und beim Schreiben ihren Akku lädt.