
Forwallowed, das ist ein englisches Wort für ein ganz bestimmtes Erschöpfungsgefühl.
Es bedeutet so viel wie: überwältigt, ausgelaugt, innerlich müde. Nicht nur wegen Stress, sondern weil man wohl sehr lange sehr viel getragen hat.
Ein Zustand, in dem man merkt, dass der Einsatz viel höher war als die vorhandene Kraft. Das Wort taucht vor allem im informellen Englisch auf und beschreibt etwas, wofür es im Deutschen eigentlich kein richtiges Wort gibt.
Es gibt Tage, da fühlt man sich einfach forwallowed. Ein Wort, das sofort etwas in einem berührt. Dieses Gefühl, überwältigt zu sein, erschöpft, ein bisschen aufgerieben von all dem, was man versucht hat zu halten und zu schaffen. Nicht dramatisch, kein Weltuntergang, sondern einfach gerade zuviel.
Forwallowed beschreibt genau diesen Moment, in dem man nicht sicher ist, ob man müde ist oder einfach schon zu lange stark und total kaputt. Wenn man merkt, dass der Körper nach einem kurzen Halt ruft, nach einem Moment, in dem man nicht funktionieren muss.
Und das Schöne daran: Das Wort wertet nicht. Es sagt nicht, dass man schwach ist, versagt hat oder was auch immer. Es sagt nur, dass man erschöpft ist, weil man viel gegeben hat. Weil man weitergegangen ist, auch dort, wo es schon anstrengend war.
Forwallowed ist ein so ehrliches Wort und ich denke, ganz viele Menschen fühlen sich genau so.
Es erlaubt uns, kurz anzuhalten. Sich hinzusetzen. Durchzuatmen. Und sich selbst zuzugeben, dass Erschöpfung kein Versagen ist, sondern ein Zeichen dafür, dass man Mensch ist.
Das ist wichtig, denn auch wir brauchen einen Ort, an dem wir wieder Kraft sammeln dürfen. Vielleicht würden viel weniger Menschen an Depressionen, Burnouts usw erkranken, wenn wir einen Zustand wie forwallowed in unseren Wortschatz und in unser Gedankengut aufnehmen würden…


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