Gefühlte 30 Minuten hingelegt…


Heute war so ein Tag, an dem mein Körper offensichtlich einfach mal pausieren musste. Ich bin krank. So, dass gezwungenermassen alles langsamer wurde. Heute Morgen habe ich mich dann kurz hingelegt. Und dann ist der Tag passiert, ohne dass ich wirklich dabei war.

Es ist jetzt fast 17 Uhr. Seit etwa acht Uhr morgens liege ich hier. Neun Stunden. Neun!! Es fühlt sich aber an wie vielleicht dreissig Minuten. Höchstens. Zwischendurch bin ich schon auch mal aufgestanden, habe mir einen Tee gemacht, bin kurz aufs WC gegangen oder so. Kleine Inseln von Bewegung. Aber der grösste Teil dieses Tages war einfach… liegen. Sein. Nicht denken müssen. Nicht funktionieren. Einfach da.

Ich habe nichts gemacht. Wirklich nichts. Und trotzdem ist so viel Zeit vergangen.

Das fasziniert mich. Und irritiert mich.

Zeit ist ja etwas, das wir so selbstverständlich als Linie wahrnehmen. Anfang, Mitte, Ende. Minuten, Stunden, Termine. Aber heute hat diese Linie sich aufgelöst. Sie ist weich geworden. Dehnbar. Fast wie Kaugummi. Ich hätte schwören können, dass ich kaum geschlafen habe, höchstens ein bisschen gedöst. Und trotzdem ist der Tag einfach… verschwunden.

Und da fängt mein Kopf dann an zu wandern.

Was ist Zeit eigentlich wirklich?

Ist sie tatsächlich eindimensional, wie wir sie im Alltag erleben? Oder ist das nur unsere menschliche Übersetzung von etwas viel Grösserem? Etwas, das wir gar nicht ganz begreifen können?

Ich muss gestehen, ich verstehe echt nicht viel über Astrophysik oder Quantenphysik, obwohl es mich sehr interessiert. Aber ich weiss, dass dort Zeit keine feste Grösse ist, dass sie relativ ist. Abhängig von Bewegung, von Geschwindigkeit, von Zustand. Und vielleicht auch vom Bewusstsein. Vielleicht verändert sich Zeit, wenn wir nichts leisten. Wenn wir nicht messen, nicht planen, nicht festhalten. Vielleicht verhält sie sich anders, wenn wir krank sind. Oder müde. Oder einfach still.

Oder ist es nur unsere Wahrnehmumg?

Heute hat sich Zeit angefühlt wie ein Raum, nicht wie eine Linie. Wie etwas, in das man hineinfallen kann.

Und vielleicht ist das gar kein Fehler. Vielleicht ist das genau das, was passiert, wenn der Körper übernimmt und der Kopf mal Pause hat. Wenn wir aufhören, Zeit zu benutzen, und sie stattdessen einfach geschehen lassen.

Neun Stunden. Und doch fühlt es sich an wie ein Atemzug.

Vielleicht ist Zeit gar nicht das, was auf der Uhr steht. Vielleicht ist sie das, was wir wahrnehmen, wenn wir nichts anderes tun als da zu sein.

Und vielleicht darf das manchmal einfach so sein.

Und um es noch weiter zu verfolgen: War es heute in einer anderen Dimension wahnsinnig anstrengend, so dass ich in dieser hier, die ich bewusst erlebe, einfach nur noch wie ein Waschlappen rumliegen komnte?

Jaja…. Wenn ich mich mit Quantenphysik und Astrophysik befasse, hab ich jedesmal Angst, andere könnten denken, ich do durchgedreht…. 😂

Ich liege immer noch. Und als nächstes werde ich immer noch liegen, aber dann im Bett….

Ciao!

4 Antworten zu „Gefühlte 30 Minuten hingelegt…“

  1. Werd schnell wieder gesund meine Liebe… Zur Zeit gehts gefühlt überall um

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  2. Avatar von Thomas Baumann
    Thomas Baumann

    Hallo Andrea, gute und schnelle Genesung für dich. Ja, liegend vergeht die Zeit immer schnell. Pass auf dich auf. Grüsse Thomas🍀🫶🏼

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About Me

Mein Name ist Andrea und ich bin die Frau hinter den Worten und Gedanken in diesem Blog.
Alleinerziehende Mama eines Kindes im Autismus Spektrum, Sozialpädagogin und eine Frau, die sich Gedanken macht und beim Schreiben ihren Akku lädt.