Schöne Worte — Breslyth


Breslyth beschreibt die Erleichterung, die sich einstellt, wenn eine lange, schwere Zeit zu Ende geht. Ohne Jubel oder grosses Feuerwerk. Eher ein inneres Aufatmen. Als würde etwas, das lange gedrückt hat, endlich loslassen.

Breslyth ist der erste wieder bessere Moment nach dem Durchhalten. Nach Tagen, Wochen oder Monaten, in denen alles zäh war, anstrengend und fordernd. Wenn die Schultern sich in Entspannung senken, ohne dass man es bewusst steuert. Wenn man merkt: Es ist vorbei. Ich habe es geschafft. Irgendwie.

Dieses Gefühl ist nicht überschwänglich, eher leicht und fast vorsichtig. Wie ein erstes tiefes Einatmen nach langem Untertauchen. Da ist noch Müdigkeit, vielleicht auch Spuren von dem, was war. Und darüber legt sich etwas Helles, etwas Sanftes. Hoffnung.

Ich mag Breslyth, weil es nicht nur das Ende beschreibt, sondern den Übergang. Dieses Dazwischen. Wenn man noch nicht wieder ganz stark ist, aber auch nicht mehr ganz am Boden. Wenn das Leben wieder ein kleines Stück weiter geht in eine gute Richtung.

Vielleicht ist Breslyth genau das:

Nicht wirklich Glück oder Sieg.

Eher Erleichterung mit einem leisen Lächeln. Und manchmal ist genau das mehr als genug.

Wenn wir 0 Grad draussen als recht warm empfinden, nachdem es eine Woche lang -16 Grad war.

Wenn wir sehr krank waren und nun endlich wieder mal duschen und Haare waschen können.

Wenn wir trauern und uns zum ersten Mal seit längerem wieder etwas leichter fühlen.

Wenn spürbar ist, dass eine Krise langsam zu Ende geht.

Wenn man müde ist nach einer schweren Zeit, aber auch froh, es geschafft zu haben.

Breslyth…

Hinterlasse einen Kommentar

About Me

Mein Name ist Andrea und ich bin die Frau hinter den Worten und Gedanken in diesem Blog.
Alleinerziehende Mama eines Kindes im Autismus Spektrum, Sozialpädagogin und am Ende einfach ein Mensch auf dieser Erde wie jeder andere auch.