
Out beyond ideas of wrongdoing and rightdoing, there is a field. I’ll meet you there.
Hinter allen Ideen von richtig und falsch befindet sich ein Feld. Ich werde dort auf dich warten.
Rumi
Hinter allem Abwägen. Hinter dem ständigen Einordnen in richtig und falsch. Hinter dem Bedürfnis, zu verstehen, zu rechtfertigen, zu vergleichen, zu urteilen. Und auch zu werten…
Hinter all dem öffnet sich ein Feld. Ein Ort ohne Etiketten, Rollen oder Schuldzuweisungen. Auch nicht an uns selbst.
Vielleicht ist dieses Feld kein Ort, den man finden muss. Vielleicht ist es ein Zustand oder eine innere Haltung. Ein Moment, in dem wir aufhören, uns zu erklären. In dem wir uns nicht mehr verteidigen oder messen und in dem wir nicht mehr immer so viel beweisen müssen. Und andere auch nicht.
Dort zählt nicht, wer recht hatte, auch nicht, wer versagt hat. Nicht, wer stärker war. Dort zählt nur, dass wir da sind.
Dieses Feld ist weit, mit Blick auf den Horizont. Und es ist still, überraschend freundlich, sogar wohlwollend. Manchmal betreten wir es für einen Augenblick, zwischen zwei Gedanken, zwischen zwei Atemzügen, zwischen dem Loslassen und dem Noch-Festhalten und bleiben immer länger.
Und vielleicht wartet dort tatsächlich jemand. Um uns vorurteilsfrei genau so zu sehen und zu nehmen, wie wir sind. Es ist schön, sich dort zusammen aufzuhalten. Ganz schön.


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