
Manchmal begegnet uns ein Wort aus einer anderen Sprache und es fühlt sich an, als würde es direkt in unsere eigene Geschichte fallen. Akiramenai ist so ein Wort. Es stammt aus dem Japanischen und bedeutet: „Gib nicht auf.“
Doch es trägt viel mehr in sich, als diese drei einfachen Worte vermuten lassen. In der japanischen Kultur ist Akiramenai kein Kampfbegriff. Es ist kein sturer Trotz und keine verbissene Härte. Es ist eine Haltung, die tief aus dem Inneren kommt. Ruhig, klar und entschlossen. Die beständige Stärke, die auffordert weiterzugehen, selbst wenn der Weg gerade dunkel scheint.
Akiramenai bedeutet nicht, dass wir nie zweifeln dürfen. Es bedeutet, dass wir uns vom Zweifel nicht besiegen lassen. Dass wir uns zugestehen, zu stolpern, auch mal zu hadern und zu verzweifeln, anzuhalten, zu atmen und dann trotz allem weiterzumachen.
Es erinnert uns daran, dass Hoffnung nicht immer gross ist. Manchmal ist sie nur ein kleines Licht, das sagt: „Ich bin noch da. Und du bist noch da. Lass uns weitermachen.“
Vielleicht ist darin die eigentliche Schönheit dieses Wortes verborgen: Nicht aufzugeben bedeutet nicht, unverwundbar zu sein. Es bedeutet nur, sich selbst nicht loszulassen. Zu akzeptieren und sich auf die Heilung zu fokussieren.
Akiramenai:
Mach Pausen, wenn du sie brauchst.
Weine, wenn es schwer ist.
Lerne, neu anzufangen.
Aber gib dich nicht auf.
Denn oft wartet genau hinter dem Moment der Erschöpfung etwas, das uns wieder stärkt, heilt oder überrascht.
Genau meine Haltung.


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