Ich möchte euch Oskar Schindler vorstellen


Ich möchte euch heute Oskar Schindler vorstellen. Viele von euch kennen vielleicht den Film Schindlers Liste.
Dahinter steht ein echter Mensch, mit einer echten Geschichte.

Oskar Schindler war ein deutscher Unternehmer, der während der Zeit des Nationalsozialismus über tausend Jüdinnen und Juden vor dem Tod bewahrt hat.
Er hatte eine Emailwarenfabrik in Krakau und beschäftigte dort jüdische Arbeiterinnen und Arbeiter (Zwangsarbeiter). Eigentlich war er ein Geschäftsmann, der zunächst halt einfach Profit machen wollte und auch ein Mitglied der NSDAP. Doch mit der Zeit begann er zu sehen, was um ihn herum geschah. Die Grausamkeit, die Verfolgung, die Vernichtung.

Schindler nutzte dann seine Stellung, sein Geld und auch seine Kontakte, um seine Arbeiterinnen und Arbeiter zu schützen. Er bestach Beamte, fälschte Listen, setzte alles daran, dass „seine Leute“ überlebten. Am Ende rettete er so über 1000 Menschen das Leben.
Viele dieser Menschen oder natürlich ihre Kinder und Enkel leben heute noch und sie verdanken ihr Leben der Courage von Oskar Schindler.

Oskar Schindler war ja kein Held im klassischen Sinn. Er war ein Mensch mit Schwächen, mit Fehlern, kein perfekter Charakter. Zuerst durchaus voll Geschäftsmann und auf seine eigenen Vorteile fokussiert und dann hat er so viele Menschen gerettet. Ich bin davon überzeugt, dass er auch dies nicht nur deswegen getan hat, weil er ein guter Mensch war, sondern bestimmt auch deswegen, weil er seine Fabrik ohne seine Arbeiterinnen und Arbeiter hätte schliessen müssen…
Es ist anzunehmen, dass es ein Mix von beidem war. Sinnungswandel und Geschäftsinteresse (zumindest am Anfang) und ich hoffe, das ist nun keine Unterstellung.

Sein Leben nach dem Krieg war nicht einfach. Er hatte finanziell zu kämpfen und er lebte nicht in Reichtum oder Anerkennung. Aber für die Menschen, die er gerettet hat, war er ein Held. Sie nannten sich „Schindlerjuden“ und hielten die Erinnerung an ihn wach.
Oskar Schindler und seine Frau wanderten in den 40er-Jahren nach Argentinien aus, wo sie sich dann später trennten. Allein kehrte er dann nach Deutschland zurück und starb 1974 ziemlich mittellos und unbekannt.
Viele Menschen, die er gerettet hatte, setzten sich für seine Bestattung ein und bezahlten diese. So kommt es, dass er in Israel begraben wurde.

Bemerkenswert für mich ist an dieser „Geschichte“ vor allem der wahnsinnig grosse Mut, sich für andere einzusetzen, sie zu verstecken, zu beschützen… Mit dem Wissen, sich selbst damit in allergrösste Gefahr zu begeben.
Ich habe gelesen, dass er mehrere Male verhaftet wurde. Nachgewiesen werden konnte ihm nie etwas.

Das finde. ich wahnsinnig mutig. Ich denke nicht, dass viele Menschen sich das getrauen (würden). Nicht nur auf den Zweiten Weltkrieg bezogen, sondern im Jetzt…

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Mein Name ist Andrea und ich bin die Frau hinter den Worten und Gedanken in diesem Blog.
Alleinerziehende Mama eines Kindes im Autismus Spektrum, Sozialpädagogin und eine Frau, die sich Gedanken macht und beim Schreiben ihren Akku lädt.