Schöne Worte – Selenophilie


„Let the moon teach you the art of being beautiful and lonely at the same time.“
Sara Teasdale

Zum heutigen Vollmond, 11. Juni 2025

Das Wort Selenophilie stammt aus dem Altgriechischen: Selene ist der Name der Mond-Göttin und auch des Mondes selbst. Philia bedeutet Zuneigung, innige Liebe oder tiefe Verbundenheit.
So ist Selenophilie die stille, tiefe Liebe zum Mond.

Die Göttin Selene wurde in der griechischen Mythologie als schöne, ruhige Himmelsfahrerin beschrieben. Mit einem silbernen Wagen zog sie Nacht für Nacht über den Himmel. Sie war das Sinnbild des sanften Lichts, der Weiblichkeit, des inneren Rhythmus.

„Selenophilie“ ist kein Begriff aus der Antike, sondern ein neues, poetisch-philosophisches Wort, vermutlich entstanden in der englischen Sprache im 20. oder 21. Jahrhundert.
Es gehört zu einer Gruppe von sogenannten „Wortschöpfungen mit -philie“, die besonders in der Literatur, Poesie und modernen Gefühlspsychologie verwendet werden, z. B.:
„Pluviophilie“ – die Liebe zum Regen
„Nyktophilie“ – die Liebe zur Nacht
„Thalassophilie“ – die Liebe zum Meer

Diese Wörter beschreiben oft eine tiefe emotionale Verbindung zu Naturphänomenen, die viele Menschen spüren, aber für die es bisher keine klassischen Begriffe gab.

Selenophilie…
Vielleicht lieben wir den Mond, weil er uns mit unserer eigenen Tiefe verbindet. Mit Träumen, Erinnerungen, Sehnsüchten. Mit dem Kind in uns, das heimlich aus dem Fenster schaut uns sich fragt, ob der Mond heute Nacht nur für sie leuchtet.
Der Mond ist weiblich, intuitiv, sanft und zugleich kraftvoll, beständig und uralt. Er bewegt die Meere ebenso wie unsere inneren Wellen. Er vermittelt Kraft und Stärke genau so wie Sanftheit und Stille.

„The moon is a curving flower of gold…“
Sara Teasdale

Eine Antwort zu „Schöne Worte – Selenophilie“

  1. […] wunderbar beschreibt – und massiv lieblicher klingt als «mondsüchtig»: Menschen wie ich sind selenophil, benannt nach der griechischen Mondgöttin […]

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About Me

Mein Name ist Andrea und ich bin die Frau hinter den Worten und Gedanken in diesem Blog.
Alleinerziehende Mama eines Kindes im Autismus Spektrum, Sozialpädagogin und eine Frau, die sich Gedanken macht und beim Schreiben ihren Akku lädt.