
Eine neue Kategorie in meinem Blog. Schöne Worte, egal ob gewöhnlich oder ungewöhnlich, und ihre Bedeutung. Man könnte denken, das Wissen um diese Worte sei unnütz, aber nein, das finde ich nicht. Kein Wissen ist unnütz. Unser Gehirn mit schönen Dingen zu füttern ist genau so wichtig, wie wir es ja auch mit unserem Körper oder unserer Seele tun…
Serendipität
Das zufällige Finden von etwas Wertvollem oder Erfreulichem, ohne gezielt danach bzw vielleicht sogar nach etwas anderem gesucht zu haben.
Alexander Fleming entdeckte 1928 zufällig, dass ein Schimmelpilz (Penicillium notatum) Bakterien abtötet, als er eine verschmutzte Petrischale untersuchte. Eine ganz wichtige Entdeckung für die Medizin.
Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte 1895 Röntgenstrahlen, als er mit Kathodenstrahlen experimentierte und plötzlich seine eigene Handknochenstruktur auf einem Leuchtschirm sah. Ebenfalls eine sehr wichtige Entdeckung für die Medizin.
Stephanie Kwolek war Chemikerin (1965). Sie suchte nach neuen, leichten Materialien für Autoreifen und erhielt eine ungewöhnlich flüssige, milchige Lösung, die sie fast wegschütten wollte. Sie testete sie trotzdem und fand heraus, dass sie extrem zugfest war. Das von ihr zufällig entwickelte Material heisst Kevlar und wird heute in kugelsicheren Westen, Helmen, Raumfahrt und Schutzkleidung verwendet.
Oder ich, wenn ich in meiner Tasche nach einem Kaugummi suche und stattdessen meinen seit langem verschwundenen Lieblings-Kugelschreiber finde.
Du machst einen Spaziergang, gehst einen Umweg und findest ein wunderschönes Café.
Du blätterst in einem Buch und findest darin einen uralten Liebesbrief von deiner Oma an den Opa.
Schön, oder etwa nicht?


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