
„Füsse, wozu brauche ich euch, wenn ich Flügel habe zum Fliegen?“ (Frida Kahlo)
Es gibt Menschen, die stehen mit beiden Füssen fest auf dem Boden. Kraftvoll, ruhig und klar. Ihre Präsenz wirkt wie ein Anker. Diese Bodenhaftung ist keine Begrenzung, sondern eine Kraftquelle. Wer gut geerdet ist, muss sich nicht beweisen. Er oder sie weiss, wer sie ist oder vertraut darauf, es herauszufinden, zu reflektieren und zu lernen.
Bodenhaftung bedeutet nicht, starr zu sein. Im Gegenteil: Sie schafft Beweglichkeit. Menschen mit innerer Verankerung lassen sich nicht so leicht vom Wind unterschiedlicher Meinungen verwehen. Und selbst wenn sie einmal ins Wanken geraten, fallen sie nicht. Und wenn, dann stehen sie wieder auf. Weil sie verwurzelt sind.
Diese Bodenhaftung beginnt im Inneren, zeigt sich aber oft im Alltag: im klaren Ja oder Nein, im offenen Zuhören, in einem tiefen Atemzug mitten in der Hektik, in einem Horizont, der ganz weit reicht. In Kreativität. Wer gut auf dem Boden steht, kann sich und auch andere aufrichten. Mit einem Blick, einem Wort, einem einfachen Dasein.
Und vielleicht ist das das Schönste an der Bodenhaftung: Aus ihr entsteht Freiheit. Wer weiss, wo er / sie hingehört, kann leichter losfliegen. Wer tief verwurzelt ist, hat keine Angst vor dem Aufbruch. Denn der Boden trägt. Immer wieder.
Wenn wir lernen, gut auf dem Boden zu stehen, öffnen sich Wege. Weil wir sie erst aus der richtigen Haltung heraus betreten können…
„Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?“ (Vincent van Gogh)


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